Digitalcourage: PopcornCut der NSA-Bundestagsdebatte

Via Twitterlink neulich für euch vorgeguckt, zum Weitergeben für sinnvoll erachtet, daher im Hinterstübchen warmgehalten und nun verzitierbloggt:

Das Geschenkeverpackungsgeschenk

Tochters Freund wünschte sich zum Geburtstag Badeenten für seine Sammlung. Das Bastelkind wollte diese besonders schön verpacken. Ich finde, das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen – vielleicht wollt ihr an einem kalten Winternachmittag ja auch mal schrecklich kreativ sein?! Eine Minianleitung.

Ihr braucht:
– Ne alte Pappkiste
– Papier- (oder Stoff-)Reste
– Kleber
– Schere u.ggf. Cutter, Stifte, ggf. etwas Glitzer, …
– je nach Thema eurer Kiste z.B. Muscheln oder Watte und Polysterolkugeln (Schneebild) oder … eigentlich lässt sich mit ein bisschen Um-Die-Ecke-Denken alles verbasteln

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Tagesspiegel DiversitySlam 2013: Eine Lesung

Ich schrieb in anderem Zusammenhang hier im Blog schon davon: Für den im Rahmen der Diversity Konferenz 13 von der Charta der Vielfalt zusammen mit dem Tagesspiegel organisierten „Diversity Slam“ beauftragte mich im Herbst der djb, eine Projektbewerbung zu erstellen sowie im Falle der Annahme für den djb zu slammen. 10 Minuten, alle kreativen Stilmittel erlaubt. Challenge accepted. Die Einreichung schaffte es ins Finale, und so präsentierte ich das Projekt im Dezember schließlich mit… einer szenischen Lesung. Die ich euch jetzt endlich auch zeigen kann – bitte sehr! 😉

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Weihnachtspost

Inspiriert von den Enthüllungen (nicht erst) seit Herbst 2013 gestaltete ich 2013 unsere Weihnachtskarten, die ich selbstverständlich eigentlich auch euch, meiner lieben Blogverfolgungsschar, als freundlichen Gruß zu Heiligabend einstellen wollte. Nun mit leichter Verspätung, aber nicht minder herzlich. Klick aufs Bild machts groß, kennta ja..

Innentext:

Lieber guter Weihnachtsmann,
schau mich nicht andauernd an.
Steck dein Fernglas wieder ein,
lass das Spionieren sein.

Ach, wie wär es doch schön gewesen, wenn all mein weihnachticher Textquatsch nur Phantasie und Märchenlandgefasel gewesen wäre, oder? Vielleicht fange ich 2014 tatsächlich intensiver mit dem Gärtnern an. Ach, Frank Rieger. Ach, Voltaire.

Das kleine s möchte in der Garderobe abgeholt werden. ;-)

Vergangene Woche fand in Berlin zum zweiten Mal die Diversity-Konferenz statt. Zum ersten Mal gab es dort einen „Diversity Slam“ – 4 Organisationen, die in einem komplizierten Bewerbungsverfahren ausgewählt worden waren, traten jeweils mit einem max. 10minütigen Slam-Vortrag gegeneinander an. Ich wurde hierfür vom Deutschen Juristinnenbund zu dessen Projekt „Aktionärinnen fordern Gleichberechtigung“, für welches ich diesen Sommer mehrere Wochen durch deutsche Lande tingelte, mit einer aus Zitaten erarbeiteten szenischen „Hauptversammlungs-Lesung“ ins Rennen geschickt. War das ein Spaß! „Das kleine s möchte in der Garderobe abgeholt werden. ;-)“ weiterlesen

NSA-Advent

Kein Adventskalender bei mir dieses Jahr. Schaff ich nicht. Aber es gibt da einen, der wird euch gefallen. Oder besser nicht, denn gefallen kann einem all dies ja einfach gar gar gar nicht. Klickenswert ist er jedenfalls, dieser Kalender. 24 mal Kopfschütteln, entlarvter Polit-Sprech und aufgedeckte Überwachungsverharmlosung. NSA-Advent. Zu Weihnachten sind wir schlauer.

BPB: Podcast Überwachung

Neulich in Berlin: Relativ kurzfristig trudelte eine Anfrage für eine Diskussionsrunde zum Thema Überwachung mit dem Bundesvorsitzenden der Deutschen Polizeigesellschaft und erklärten Überwachungsbefürworter Rainer Wendt, dem Rechtsanwalt und Honorarprofessor an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin Prof. Niko Härting, spezialisiert auf Informationsrecht und die EU-Datenschutzverordnung, und dem BPT-Moderator Markus Heidmeier rein. Das Thema war gut, das Gespräch in der Nähe und zeitlich realisierbar, und so sagte ich kurzentschlossen als Teilnehmerin zu, die sich „mit Leidenschaft mit dem Thema auseinandersetzt, eine kritische, aber reflektierte Meinung hat und das Ganze aktiv begleitet“ (aus der Anfrage-Email). Ich hoffe, ich hab mich bei der Aufzeichnung Ende Oktober im Sinne der Anfrage trotz aller Kurzfrist passabel geschlagen. Den Podcast zum Hören gibts seit Neuestem hier zum Download (ich bin selbst noch nicht dazu gekommen, ihn komplett nachzuhören).

Eines möchte ich noch nachtragen – es ist der eigentliche Anlass für diesen Blogbeitrag, da ich dies dem Polizeigewerkschaftsvorsitzenden gegenüber nur noch im Nachgang als finale Antwort auf sein Abschluss-Statement sagen konnte, die Aufzeichnung war da aber schon vorbei:

Rainer Wendt spricht sich in seinem Abschluss-Statement mit Rückgriff auf die NSU-Angelegenheit nicht zum ersten Mal für mehr Überwachungstechniken aus. Dies empfinde ich nicht nur angesichts der Vorkommnisse selbst als völlig inakzeptabel (die langjährige Fehlaufklärung beim NSU-Skandal lag und liegt ja bekanntlich nicht z.B. an mangelnden Vorratsdaten, sondern an unterschiedlichsten geheimdienstlichen und polizeilichen Fehl- und Nichtermittlungen, Datenvernichtung etc.).
Unmöglich finde ich darüber hinaus aber: Ihm geht es ja eigentlich vor allem um Ressourcen – er fordert eine bessere Ausstattung der betroffenen Behörden, um die vorliegenden Aktenberge automatisiert schneller auszuwerten statt hierfür xyz Anzahl von Beamten ungleich länger „anachronistisch“ einzusetzen. Gleichzeitig fordert er aber doch pauschal „die Mittel der NSA“ und setzt sich für eine möglichst weite Befugnisausdehnung der Sicherheitsbehörden ein, ohne Beweise dafür, dass dies tatsächlich erforderlich und verhältnisgemäß sei, noch dazu unmittelbar angescihts eines umfassenden Überwachungsskandals. Ich meine, es ist zwar für jemand in seiner Position vielleicht erwartbar, aber dennoch mindestens unlauter, Forderungen derart emotional zu verschränken.
Oder seh ich da was falsch?!

„Alta, gehst du Buchhandlung?“ „Deine Mudda!“

UPDATE: HIER könnt ihr euch eine (wie ich finde) ganz nett gegliederte, in einigen Sätzen noch leicht angepasste Version des Artikels als pdf downloaden, falls euch das zum Lesen angenehmer ist.

Vor einigen Wochen bin ich vom Orgateam der Konferenz E:PUBLISH für einen Vortrag angefragt worden – Themenbereich Kinder, Jugendliche, Digitalisierung und Leseverhalten. Spannende Herausforderung dabei war die gewünschte Ausrichtung: Ich sollte nicht nur über Kinder und digitale Medien sprechen, sondern vor allem auch „neue Perspektiven für Verlage“ aufzeigen.

Mit dem Titelvorschlag „Alta, gehst du Buchhandlung?“ „Deine Mudda!“ sagte ich zu – und habe seitdem nicht nur diverse Studien zum Medien- und Leseverhalten durchgewurschtelt, sondern in unterschiedlichen Zusammenhängen vor allem immer wieder in Gesprächen mit Kindern und Jugendlichen versucht, mir zu diesem spezifischen Feld umfangreiche persönliche Eindrücke zu verschaffen. Dadurch erfuhr ich zum Beispiel, dass die angeblich ach so digital kompetente Generation meines Kontaktfeldes es zwar nett findet, dass die öffentlichen Bibliotheken inzwischen auch digitale Medien online „verleihen“. Die praktische Durchführung der „Onleihe“, gerade, wenn mehrere Geräte genutzt werden, ist aber für so manche Kinder und Jugendliche ohne weitere Hilfe jedenfalls anfangs eine nicht zu unterschätzende Hürde [auch, wenn die Berliner Bibliotheken hier zumindest gute (an Erwachsene gerichtete) Hilfen zur Verfügung stellen]. „„Alta, gehst du Buchhandlung?“ „Deine Mudda!““ weiterlesen