Die Kinder von heute habens einfach: Wenn sie mal angebliche Erwachsene beschimpfen wollen, ihnen mitteilen wollen, was (oder schlicht: dass) sie alles nicht verstehen, können sie einfach bei der Wahrheit bleiben – und als Ausdruck ihrer Missbilligung schlicht sagen: „Du bist nicht nur aus’m vorigen Jahrhundert. Du bist aus’m vorigen JahrTAUSEND!“ Als mir das heute Morgen beim Zähneputzen einfiel, hatte ich echt Schaum vorm Mund. (Vor Lachen. Hat ja keiner zu mir gesagt :-))
Zusammen statt gegeneinander: Politladen
Das ist ja mal eine gute Initiative: In der Thermometersiedlung in Berlin Steglitz-Zehlendorf haben sich – offenbar schon im Dezember 12, die Seite ist aber jetzt erst online – die vier in der BVV vertretenen Parteien zusammengetan und gemeinsam einen „Politladen“ eröffnet.
„Alle Bürger des Bezirks können sich hier jederzeit über politische Fragestellungen informieren und ihre Anliegen einbringen. Über mangelnden Winterdienst, schlechte Müllentsorgung, fehlende Beleuchtung oder nicht gewährleistete Barrierefreiheit – die ersten Sprechstunden haben bereits gezeigt, dass es Bedarf zur Lösung ganz praktischer, alltagsnaher Probleme gibt. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Parteien und ihrer Vertreter beschränkt sich dabei aber nicht nur auf die gemeinsame Anmietung und Nutzung des Ladens. Probleme, die von den Bürgern in den Politladen getragen werden, werden dort auch gemeinsam besprochen und an diejenige Person weitergegeben, die aus ihrer jeweiligen Position heraus zur Lösung etwas beitragen kann. Ein solcher Raum bietet allerdings auch Nutzungschancen über die „klassische“ Parteiarbeit hinaus. So steht der Politladen gerade im Kontakt mit der Verbraucherzentrale Berlin, die sich tatsächlich vorstellen könnte, an einem Tag in der Woche den Politladen zu nutzen, um hier ihre aufsuchende Beratung im Rahmen des „Kieznahen Verbraucherschutzes“ anzubieten. „
Superhasi! Rettet den Fasching!
„Mama, dieses Jahr gehe ich übrigens als rosa Hase zum Fasching. Mit riesigen Ohren und echten Karotten. Ist doch lustig!“
„Na dann, Kind. Einverstanden.“
Und dann gings richtig ab. In mir brodelte ein Kaninchen. Ein heldenhaftes Superhasi mit langen Ohren und schlauen Karotten als Zauberwaffen. Herein also zu Blättern, Stiften und , ihr werdet es nicht glauben, Hasi, meiner gleichnamigen Nähmaschine, wie geschaffen für ein solches Projekt.
Schnell eine Skizze! Hier, Kind, schau mal – so in der Art?!
Yeah. Und dann wurde aus der Näharbeitsskizze am Ende ein ganzer Comic! Aber schaut selbst.
Gender und Zahlen: Helft mit!
Die Bloggerin Anne Roth sammelt jetzt Daten:
„Hintergrund dieser Sammlung ist, dass mir gerade jetzt bei den Diskussionen rund um Sexismus und den #aufschrei auf jede Beschreibung von Benachteiligungen, Belästigungen von oder Gewalt gegen Frauen entgegnet wird, dass das Männern auch passiert.
Ich hätte also gern eine Seite, auf die ich verweisen kann, um ohne viele Worte deutlich zu machen, dass das eben nicht gleich verteilt ist.
Dazu denke ich an Zahlen zu
Gewalt gegen Frauen
Gewalt in Beziehungen (in alle Richtungen)
Gewalt gegen Kinder in Familien
Tötungsdelikte (TäterInnen und Opfer)
Einkommen
Renten
Arbeitslosigkeit
politische Funktionen
Chefposten
KarriereGern auch geografisch aufgeschlüsselt: in Deutschland, in der EU, in unterschiedlichen Kontinenten.
Auch, um mit dem verbreiteten Bild aufzuräumen, dass es Frauen in Deutschland viel besser ginge.(…)“
Unterstützenswert! Wer hilfreiche Links hat und/oder sonst mithelfen will: Nehmt mit ihr Kontakt auf!
Einsatz mit Folgen. Klasse!
Erinnert ihr euch noch an den Vorweihnachtsaufruf diverser Frauenhäuser? Vor Weihnachten hatte ich einerseits etwa 60 kleine und größere Päckchen für die Aktion organisiert; da für Berlin neben Kinderspielzeug etc. vor allem Bedarf und Wunsch nach Handtüchern und Besteck bestand, dachte ich mir: Kontaktiere doch einfach mal die Geschäftsleitung eines großen Einrichtungshauses. Vielleicht geht da ja was. Und siehe da, heute erfuhr ich, dass mein Einsatz sich tatsächlich gelohnt hat: Eine Mitarbeiterin des Frauenhauses konnte auf diese Initiative hin wirklich einen Batzen Handtücher und Besteck abholen. Manchmal ist es so einfach..
Ich bin erfreut darüber, wie positiv diese kleine Aktion verlaufen ist. Das gibt doch wirklich Mut für viele weitere „unwichtige“ kleine Schritte!
Wer kommt mit? 06.02.13, Böll-Stiftung: „Mali nach der Intervention“
Eben kam per Mail eine echt superinteressante EInladung zu einer Podiumsdiskussion in der H.-Böll-Stiftung in der kommenden Woche rein:
„Mit der militärischen Intervention Frankreichs ist der Konflikt im westafrikanischen Mali nach ganz oben auf die weltpolitische Agenda gerückt. Seit Monaten sahen sich die Menschen in Mali einer vielschichtigen und komplizierten Konfliktlage ausgesetzt:
Tuareg-Rebellion, Militärputsch und islamistische Gruppierungen, die das entstandene Machtvakuum nutzten, um ihre Kontrolle über Malis Norden zu festigen und in den Süden vorzudringen.Welche Auswirkungen die Intervention auf Mali, die Sahel-Region und auf Nordafrika haben, ist nicht vorhersehbar. Frankreich, die Verbündeten und die Truppen der westafrikanischen Regionalorganisation ECOWAS werden nach den Rückeroberungen der Städte des Nordens unter Umständen noch in einen dauerhaften Kampfeinsatz gezogen. Eine politische Strategie für Mali bleibt hingegen offen: Welche politische Ordnung nach der Intervention folgen soll und wie nachhaltige und alle Bevölkerungsgruppen einschließende Lösungen erreicht werden können, vermag man auch nach Verlautbarungen über einen in Malis Hauptstadt Bamako abgestimmten „Fahrplan“ nicht wirklich zu sagen. (…)“
Die Podiumsdiskussion findet am kommenden Mittwoch, 06. Februar um 19 Uhr 30 statt. Ich geh hin – kommt jemand mit? Kontaktiert mich einfach per Mail oder Kommentar.
Infos zu den Gästen auf dem Podium und die ausführliche Einladung stelle ich in den erweiterten Eintrag; ein E-Paper zum Thema könnt ihr hier abrufen.
„Wer kommt mit? 06.02.13, Böll-Stiftung: „Mali nach der Intervention““ weiterlesen
Reporter ohne Grenzen: Rangliste Pressefreiheit

„Reporter ohne Grenzen veröffentlicht heute die aktuelle Rangliste der Pressefreiheit. Besonders in den arabischen Ländern wird nach den Umbrüchen und Protesten des Jahres 2011 erkennbar, ob Journalisten heute freier berichten können oder ob die neuen Machthaber die Medien genauso streng kontrollieren wie ihre Vorgänger. „In vielen arabischen Staaten müssen Pressefreiheit und der Schutz von Journalisten verbindlich in Gesetzen festgeschrieben werden“, fordert Astrid Frohloff, Vorstandssprecherin von Reporter ohne Grenzen in Berlin.“
Euch interessiert das? Hier könnt ihr den gesamten Artikel lesen und den Bericht abrufen.
#Aufschrei bei Jauch: Das kann doch wohl nicht wahr sein!
Was mich an vielen „von außen“ kommenden Beiträgen zur #Aufschrei-Debatte wirklich nervt, ist die Unterstellung, dass die gesammelten #Aufschreie von Opfern kämen, dass diese doch selbst „schuld“ seien daran, wie sie bestimmte Situationen empfinden, und dass sie halt ihr Verhalten ändern müssten als einzige Strategie. Dies formulierte u.a. auch Wibke Bruhns bei der gestrigen Jauch-Sendung „Herrenwitz mit Folgen – hat Deutschland ein Sexismus-Problem?“ so. „Die Männer“ würden sich eh nicht ändern. Das kann doch wohl nicht wahr sein!
Mich ärgern solche Verdrehungen, ich halte sie für falsch, für platt und für gesellschaftsschädlich. Aber nacheinander. Schauen wir doch mal: „#Aufschrei bei Jauch: Das kann doch wohl nicht wahr sein!“ weiterlesen
Ishemas Brief: Warum das N*-Wort nichts in zeitgemäßen Büchern zu suchen hat.
Dieser eindrucksvolle Brief wird derzeit u.a. via twitter geteilt – klickt den Brief an um zu vergrößern, diese Worte sind lesenswert!
Er stammt von einem Kind, welches über die in der aktuellen „Zeit“ vielfach vertretene These, dass das N*-Wort in Kinderbüchern doch aaabsolut unproblematisch sei, sehr, sehr wütend ist.
Chapeau für deine klaren Worte, Ishema!
Den Brief hatten Ishemas Eltern offenbar dem Leiter des Referats “Migration & Diversity” in der Heinrich-Böll-Stiftung, Mekonnen Mesghena, zur Verfügung gestellt.
Zum Weiterlesen empfehle ich übrigens diesen Artikel hier.
Der Tagesspiegel und sein Senf von „Negern“, GEZ, Dschungelcamps und Pippi Langstrumpf
Oh man, heute ist mal wieder so ein Tag. Im Online-Tagesspiegel erscheint zur gestrigen Illner-Rundfunkbeitrags-Talksendung dieser Artikel von Jost Müller-Neuhof mit der Überschrift „Debatte um Rundfunkbeitrag: Der Neger und das Dschungelcamp“. Im Text heißt es einleitend:
Die Gebühr ist der Neger des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ein unzeitgemäßer Name für allseits Akzeptiertes.
„Der Tagesspiegel und sein Senf von „Negern“, GEZ, Dschungelcamps und Pippi Langstrumpf“ weiterlesen
