Absätze kommen ganz groß. Bei Kinderschuhen.

Meiner Oma (Schuhgröße 33/34, wirklich) dürfte das gefallen: Bei Deichmann gibts jetzt jede Menge Absatzschuhe! Die halbe Wand voller Stiefel Größe 31-36 besteht aus Schuhen mit „Wedges“, diesen neuen alten Keilabsätzen. Dumm nur, dass sich diese Schuhwand in der KINDERabteilung befindet, da ja bekanntlich Größe 31-36 nur in Ausnahmefällen Erwachsenenfüßen entspricht (okay, die 36 schon, aber ihr seht meinen Punkt).

Ach ja, zur kinderlosen Schuhgrößenrelation: Größe 31/32 entspricht (je nachdem, wie sie so ausfallen, also die Schuhe und gleichermaßen die Kinder..) so circa der Altersgruppe 6-8, 33/34 dann so 8/9 oder so, also bestes Grundschulalter, alle Angaben ohne Gewähr..

Bei mir weckt das irgendwie leise Erinnerungsgedanken, wisst ihr noch, vor ein paar Jahren, diese Neckermann-Stringtangas ab Kleidergröße 104?..

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Eier haben alle. Fragt sich nur, welche. (Update)

Vorgestern liefen die Kinder vor mir die Straße entlang und kamen an einem dieser riesigen Rosa-Ü-Ei-Werbeplakate vorbei. Sie blieben stehen, schauten, lasen (beide), und dann mussten sie lachen. Aber nicht so fröhlich, vor Freude, sondern eher so kopfschüttelnd-schlau. Und dann sagte die Tochter schelmisch zum Sohn: „Die darfst du dann aber NICHT kaufen, weil das ist ja NUR für Mädchen“, und er antwortete mit quietschiger Stimme: „Und du, du darfst ab jetzt nieniemehr ein normales Ü-Ei haben, weil die sind ja dann logischerweise nur für Jungs!“
Und dann gackerten sie und waren sich einig, dass das wohl Quatsch sei, und Sohn sagte noch: „Und in jedem siebten Ei ist so’ne komische Fee, die total dünn ist“, und Tochter war relativ schockiert, als er ihr anschließend ausführlich erklärte, dass die als echte Frauen gar nicht überleben könnten mit der Figur, Barbies übrigens auch nicht. Sie kamen schnell ins medizinisch Eingemachte, für so eine Optik müsste man einem Menschen Rippen entnehmen (wo er das wieder herwusste – keine Ahnung). Das fand sie dann ziemlich interessant, sie unterhielten sich noch eine Weile über Körperdeformationen und Spielzeug, welches als Lebewesen schon von Geburt an dem Tode geweiht sei, zum Beispiel irgendwelche Plüschtiere aus dem Spielzeugladen mit überdimensionierten Köpfen. Und dann rannten sie vor zum großen Ritterspielplatz und das Eier-Thema war für sie erledigt.

Ist es aber natürlich nur in diesem exemplarischen Fall, aber nicht generell. Warum, könnt ihr zum Beispiel hier nachlesen, und da gibts dann wiederum Links, die anzuklicken es sich lohnt. „Eier haben alle. Fragt sich nur, welche. (Update)“ weiterlesen

Formen löten mit Kindern

Ein guter Einstieg ins Löten sind ganz einfache Formen:

Dreiecke, Vierecke, Sterne (als Verzierung für Weihnachtsgeschenke?). Letztes Jahr im Camp haben die ganz Lütten einfach ne Leuchtdiode auf ne Knopfzellenbatterie gelötet, schneller Erfolg garantiert 😉
Update: Hat auf dem Camp zwar bei meiner Kleinen geklappt, aber sollte man dennoch nicht nachmachen, siehe Kommentare.

Auch cool (na ja.. besser: hot ;)) am Anfang sind kleine Würfel oder Namenszüge (verlötbaren Draht zurechtschneiden, Buchstaben löten, diese an Ober- und Unterkante sowie an den Seiten mit einem parallelen Draht zu einer Schildform verlöten).

Und wer es lieber bunt mag, für den sind vielleicht die Blinkenarea-Bausätze was, da gibts auch super Sachen für Einsteigende (Sohn und ich haben mit einer Vorversion dieses Bausatzes hier letztes Jahr begonnen).

Die Sewing Machine. So ähnlich wie ein 3D-Drucker, nur für Stoff.

Mit einem 3D-Drucker, den so gut wie niemand hat, weil man die sich selber bauen muss (außer man hat so an die 12.500€ übrig) und das doch ein bisschen aufwändiger ist und doch auch mit an die 1000 Euronen ne Menge Schotter kostet (hier noch ne Anleitung basierend auf FISCHER-Technik, oder ihr googelt halt einfach mal selbst..), kann man aus Kunststoffen, Kunstharzen oder Metall eine ganze Menge Zeug herstellen. Ich vermute, das ist ziemlich cool, aber dennoch: Ich hab keinen. Aber eine Nähmaschine hab ich – nicht selbst gebaut, sondern irgendwann mal bei Lidlpennyaldi gekauft (und ich hab im Internet erstaunlicherweise auch KEINE Bauanleitung gefunden, wie man sich eine selber bauen kann!..)

Wenn man so ungefähr weiß, wie ein solches Nähmaschinchen funktioniert, kann man damit auch wirklich eine ganze Menge Zeug herstellen, auch ganz plastisch in 3D und so ;-). Wie bitte,ihr wisst das nicht, so ganz grundlegend? Kein Problem. Der Armin von der Sendung mit der Maus hat das mal erklärt, sehr prima:

Nun wollte ich ja, siehe letzter Post, sowieso einiges mit meiner 3D-Maschine herstellen ;-), und da das kleine Kind ist nämlich inzwischen schon ganz schön groß ist und kommt in die Schule kommt, hatte ich auch zumindest ein konkretes Projekt vor Augen:

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Wanted: Schwimmbuddies

Nicht auf meinem Ideenmist gewachsen, aber bei mir im Zeltlager auf fruchtbaren Boden gefallen ist die Idee, bis zum nächsten Sommer eine geeignete Rettungsschwimmerprüfung abzulegen – oder jedenfalls (die administrativen Hürden sind zumindest bei der DLRG nicht zu vernachlässigen, da besteht in mancher Hinsicht noch Klärungsbedarf) die für die Prüfung erforderlichen Anforderungen alle auf Prüfungsniveau zu erfüllen (Titel sind eh nur Schall und Rauch). Nun hab ich vor einigen Tagen mal geschaut, was denn diese Anforderungen eigentlich sind. Hab online einen Theorietest gemacht (pille palle, probierts selbst), und bin dann in die schöne große SSE-Europapark-Schwimmhalle mit den angenehmen 50m-Bahnen gefahren, um mich mal unverbindlich selbst zu testen. Hier das Ergebnis – und ne abschließende Frage.
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Zeltplatz für Hobbits

So, nun werden hier tröpfchenweise einige Reiseberichtsfetzen einkleckern – nach einem knappen Monat in den Masuren gibt es doch so einiges Berichtenswertes, was nicht verschütt gehen sollte…

Jetzt für euch: der lustigste Zeltplatz meiner Reise. Nicht, dass ich mich dort aufgehalten hätte, nein: Ich bin nur mit dem Kanu vorbeigefahren, vor mir ein dickes Kind, welches sich keinesfalls mehr bewegen wollte und sich Brause trinkend immobil übers Wasser schippern ließ. Aber der Name allein ist einen Bericht wert: Es handelt sich nämlich um den HOBBIT Campingplatz, gelegen irgendwo zwischen Wigri und Fracki am Ufer der Czarna Hancza, einem leicht vor sich hin strömenden, charmanten Flüsschen, welches ich zwei Tage lang kanufahrend erkundete.

Als ich an jenem Zeltplatz vorbeipaddelte, campierte vor Ort tatsächlich eine größere Kindergruppe, die vermutlich recht vorbildlich an den Größenvorgaben für Hobbits entlangschrammte; ich selbst entschied mich mit meinen 154cm dann doch gegen ein Anlegen, denn, wie uns die Wikipedia lehrt, gilt felsenfest:

Hobbits oder Halblinge sind fiktive, 60 bis 120 cm große menschenähnliche Wesen in der von J. R. R. Tolkien geschaffenen Fantasiewelt Mittelerde. (Quelle: Wikipedia)

Die (Re)Produktion von Jungs und Mädchen im Spielzeugladen

Der seit Januar und bis ca. März 2012 erhältlichen Ausgabe 04/11 des unerzogen-Magazins unter dem Oberthema „Prinz oder Prinzessin – Rollenbilder in Geschichte und Gesellschaft“ durfte ich einen Artikel beisteuern. Diesen könnt ihr nun endlich auch hier als pdf abrufen.

Das Magazin hat übrigens zudem zum kostenfreien Download den lesenswerten Dossier-Artikel „Auf der Suche nach den Steinzeitmädchen“ der Expertin für historisches Lernen und Mitarbeiterin an der Uni Gießen, Rita Rohrbach, bereitgestellt. „Die (Re)Produktion von Jungs und Mädchen im Spielzeugladen“ weiterlesen