Siebtes Türchen: Selbermach-Angeber-Vanillezucker

Ihr braucht: Ein altes sauberes Schraubglas, normalen Zucker, Vanilleschote, Brettchen, Messer

Zucker ins Schraubglas füllen. Vanilleschote längs einschneiden, Mark auskratzen und zum Zucker geben. Laaange und gut verrühren lassen, falls ihr dieses Projekt mit kleinen Helferlein durchführt (sonst einfach Deckel fest drauf und ein Weilchen sehr kräftig schütteln). Schote zum Zucker stecken. Fertig. Und es reicht, wenn ihr Zeit habt, das Ganze bis Weihnachten ziehen zu lassen, locker auch ’ne halbe Schote fürs Glas Zucker.

Ach ja, und natürlich kann man sich in ähnlicher Mischweise auch ein tolles Weihnachts-Würz-Regal selbst herstellen: Macht noch ein Glas Zimtzucker, oder Zucker mit etwas Lebkuchengewürzmischung aus Sternanis, Nelke und Zimt. Und dazu, denn Weihnachten schmeckt ja nicht nur süß, ein Glas Rosmarin-Thymian-Salz (ihr ahnt die Zutaten? natürlich mit ganzen Stielen), oder einfach eine kleinere Menge grob zerstoßener Pfeffer mit groben Salzkörnern. Wenig Arbeit, macht viel her (optisch wie geschmacklich) und kommt garantiert auch als Geschenk gut an :-)

Fünftes Türchen: Sternenkitsch, verschiedener.

Da im Hause manubloggt Löten nach wie vor hoch im Kurs steht, muss dies sich natürlich auch in diesem Kalender niederschlagen. Yeah, isoliert eure alten Kabel ab, wir machen easypeasy Babylötsterne! Kein Lötkolben im Haus? Auch nicht schlimm: Dann macht halt schnelle Wickelsterne aus Bast oder alten Stoffresten und ’nem ollen Drahtbügel oder Blumendraht. Wie all das geht, steht in diesem Post‘.

Ihr braucht Draht, z.B. von der seit Ewigkeiten rumliegenden alten Rolle Blumendraht, abisolierten Kupferdraht, oder nehmt einfach einen von diesen ollen Bügeln aus der Textilreinigung oder so ;-); für die Sterne mit Ummantelung benötigt ihr noch Stoffreste (z.B. ein altes T-Shirt), vielleicht etwas Bast (find ich hübsch), auch Papierstreifen sind durchaus einen Wickelversuch wert, dazu ein bisschen schönes Stoffband, vielleicht ein paar Holzperlen oder sonstigen Tünnef,.. . Für die Lötsterne zudem ’nen Lötkolben, Zange, Lötzinn und schönes Band. „Fünftes Türchen: Sternenkitsch, verschiedener.“ weiterlesen

Erstes Türchen: Notizblöcke aus Papierresten

Ihr braucht: Papier- und Pappreste, einen Tacker oder einen Locher, im Falles des Lochers Schnur oder Geschenkband, Kleber, Schere oder Schneidemaschine, evtl. Bleistift und Lineal und 15 bis 30 Minuten Zeit.
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Gut(es) is(s)t, wer Gutes tut.

Heute im Supermarktregal zufällig entdeckt: Die gute Schokolade. Eine fair hergestellte Schokolade, hinter der eine Kinderinitiative steht .

„Wir möchten, dass die Kinder der Kakaobauern zur Schule gehen können, anstatt für uns Kakaobohnen zu pflücken. Damit ist unsere Schokolade eine wahre „Kinderschokolade“. Wir Kinder haben viel über Schokolade gelernt. Die Produktion von 100 g Schokolade verursacht 300 g CO2. Wir haben auch gelernt, dass die Kinder von den meisten der rund 2 Millionen Kakao-Bauern auf dem Kakao-Feld arbeiten müssen, statt zur Schule zu gehen. Das ist bei uns anders: Diese Schokolade ist genau so produziert, wie wir Kinder jedes Produkt herstellen würden: Fair und Klimaneutral.
Wir haben einen Hersteller von ausgezeichneter Schweizer Schokolade, Chocolats Halba gefunden, und wir haben einen Experten gefunden, Pur Projet, der mit Bauern Edelhölzer anbaut. Wir nennen unsere Schokolade „Die Gute Schokolade“ und wir haben die ersten Einzelhändler überzeugt, unsere Schokolade zu verkaufen. Ein Teil des Verkaufspreises jedes Schokoriegels geht an die Plant-for-the-Planet Stiftung, um mehr Kinder zu empowern und zusätzliche Bäume zu pflanzen.
Wir sind sehr stolz auf unser erstes Plant-for-the-Planet Produkt.“

Die Tafel kostet gerade mal ’nen Euro pro Stück, ihr könnt die auch online kartonweise bestellen, 14 Tafeln, 14 Euro, keine Versandkosten. Lässt sich ratzfatz aufessen oder verschenken, aus der Alufolie könnt ihr noch Weihnachtsdeko oder Aluhüte basteln (okay, für Aluhüte braucht ihr ne ganze Menge Schoki, aber das dürfte auch gehen – kann man auch palettenweise bestellen.) – super Initiative. Und noch dazu superlecker. Los, weitersagen!

Mutter 2.0

In Pankow ist derzeit Schienenersatzverkehr. So etwas kann das eigenverantwortliche Leben eines Neunjährigen ganz schön auf den Kopf stellen – und so erreichte mich heute Nachmittag an entferntem Orte via Handy die aufgelöste Kinderstimme, die mir in verworrenen Sätzen kurzgefasst mitteilte, sich verfahren zu haben. Nach einigen beruhigenden Nettigkeiten versuchte ich das liebe Kind dazu zu bringen, mir seinen aktuellen Aufenthaltsort zu beschreiben. „Also, hier sind viele kleine Läden und die Adler-Apotheke, und ich sehe noch diese Kirche, wo immer die Kunstdinger vor stehen.“ Okay, damit war die Sache eingegrenzt. Ich versuchte nun herauszufinden, in welche Richtung das Kind wohl schaute, denn hierauf mussten sich meine Versuche, es in die richtige Wegspur zurückzulenken, ja beziehen. Nach verschiedenen Formulierungsansätzen scheiterte ich und riet dem Kind: „Frag doch einfach jemanden, wo der S-Bahnhof ist. Das ist ganz nah. Geh halt in die Apotheke und frag! Vom Bahnhof aus findest du den Weg doch ganz leicht.“

Das Kind hörte auf zu schluchzen, sofort. Es schien irritiert-brüskiert angesichts meines Vorschlags. Und mit ernstlich entrüsteter Stimme antwortete es dann: „FRAGEN? Kann ich dir nicht einfach schnell ein Foto von hier schicken und DU erklärst mir das dann?!“
Jau. (Und nein, das alte Handy des Kindes kann kein Streetmap, egal ob von Google oder Open. Und zuerst bin ich mal dran mit nem neuen mobilen Endgerät, da muss das Kind sich im Falle des Falles halt noch ein Weilchen mit solch kreativen Notlösungen behelfen..)

Prinzessin Leia goes Disney

Jaja, die Sache mit Disney und Lucasfilm und den voraussichtlichen drei weiteren StarWars-Teilen habt ihr sicher alle mitbekommen. Wie schön, dass nun auch Prinzessin Leia endlich aus ihrer männerlastigen Welt rauskommt und ein paar echte Prinzessinnenfreundinnen bekommt. Schaut selbst:

(in diesem Youtube Channel hab ich mich gerade festgeguckt – lohnt sich. Bette gleich noch ein weiteres Vid‘ ein, aber klickt euch echt mal durch!)

Das Buchmesse-Kinder-Desinteresse. Nicht von Seiten der Kinder.

Die Frankfurter Buchmesse ist an zwei von fünf Tagen ihrer jährlichen Öffnung keine reine Fachmesse, sondern für die Öffentlichkeit, auch „Endverbraucher“ genannt, zugänglich. Auch für Kinder. Am Samstag begab ich mich – zunächst ganz privat – mit meinen zwei beiden ziemlich literaturinteressierten Nachwuchsleseratten während eines sowieso geplanten Frankfurt-Urlaubs in die Kinderbuchhalle ebendieser Messe – und war, gelinde gesagt, schockiert.

Das Schockerlebnis bestand nicht etwa in der Erkenntnis, dass es zur Zeit unseres Eintreffens brechend voll war, das kennt und gönnt man einer Messe ja. Auch das zu einem späteren Zeitpunkt eingenommene Messemittagessen konnte mich nicht aus der Fassung bringen (die Kinder schon, aber in so vielen schlechten Kantinen wie ich haben sie halt noch nicht gespeist, da ist noch Abhärtung erforderlich).

Nein, schockierend war die Erkenntnis, dass sich in der Kinderbuchhalle ausstellerseitig so ziemlich niemand durchgängig ernsthaft für jene interessierte, welche doch ihre ureigenste Zielgruppe darstellen: für die Kinder. „Das Buchmesse-Kinder-Desinteresse. Nicht von Seiten der Kinder.“ weiterlesen

Kaputt. Juhu!

Aktuell ist in der Schule Projektzeit, das Kind ist diese Woche Teil der Fahrradwerkstatt-Gruppe. Ärgerlich nur, dass das eigene Fahrrad heil ist. Dennoch musste es zur Schule mitgenommen werden, man könnte ja wenigstens den Sattel mal ein bisschen höher stellen oder die Klingel wieder festschrauben oder so, und da wir aber ein bisschen spät dran waren, chauffierte ich Fahrrad und Kind zackzack im Auto zur Schule.

Heckklappe auf. BROCH!, stürzte das Fahrrad aufs Straßenpflaster. KRATZSCH!, splitterte das Rücklicht über den Fußweg. JUBEL, tönte das Kind: „DANN KANN ICH DAS JA MIT HEISSKLEBER KLEBEN!“

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die Freude machen…

Bestattungen: Hier!

Straßenrandsfund. Falls ihr noch was Schnelles für die Mittagspause sucht..

(Btw.: Als das eine Kind neulich, ohne wirklich nach fahrenden Autos zu schauen, fast über die im Bildhintergrund verlaufende Straße gelaufen wäre, bemerkte das andere Kind trocken: „Wenn das schief gegangen wäre, hätten wir dich da gleich reinbringen können.“)