Krieg lernen: War School.

WAR SCHOOL from Ben Newman on Vimeo.

Aufrüttelnder, beeindruckender Kurzfilm von Ben Newman. Von mir hier gefunden.

Wichtiger Hinweis an Leute mit Kindern: Schaut euch den Film bitte unbedingt erst mal allein an und überlegt dann, ob und wie ihr das ggf. mit euren Kindern schauen wollt – ist wirklich harter Tobak und keinesfalls lustige Bespaßung.

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Geheime Wahrheiten

Wer Kinder hat, lernt schnell, dass Kinderschuhe beim Kauf immer „eine Daumenbreite“ zu groß sein Platz bieten sollen. Dafür gibt es unendliche Erklärungen, vom „Zuwachsraum“, damit die Schuhe länger passen (pragmatischer Ansatz) bis zur Begründung mit ausreichender „Zehenfreiheit“ (libertärer Ansatz). Nach mehrjährigem Kinderfußstudium wage ich zu behaupten, den wahren, den einzigen, den jedenfalls hauptrelevanten Grund nun bestimmt zu haben: Es muss einfach was reinpassen, also abgesehen von den Füßen (strukturkonservativer Ansatz). Nicht überzeugt? Schaut selbst: „Geheime Wahrheiten“ weiterlesen

Flohmarkterlaubnis

Da die Frage nach Perspektiven jetzt verschiedentlich in den Kommentaren auftauchte, hier die Anregung von Andrea hochgezogen:

Ich hätte Interesse, eine Sondernutzungserlaubnis für den Kinderflohmarkt zu beantragen, oder gar einen„ordentlichen“ Familienflohmarkt am Arkonaplatz ins Leben zu rufen, z.B. samstags am Nachmittag. Ich habe jedoch die Befürchtung, dass da ein riesiger, bürokratischer Rattenschwanz dran hängt….Hat jemand Erfahrung damit? Nehme gern Anregungen entgegen. Entweder hier oder unter bln05@web.de

Also, wer Lust hat, sich da einzubringen: Nur zu! Selber machen ist angesagt.

Ordnungsamt räumt Kinderflohmarkt. Revolution!!

Seit 1990 gibt es am Arkonaplatz in Berlin Mitte einen Flohmarkt. So einen liebevoll organisierten, deutsch-reinlichen Markt mit leinenweiß bespannten Holzständen, die man sich für um die 30€ mit ausreichender Voranmeldungszeit mieten kann, um seinen Trödel zu verkaufen. Wobei etliche Stände sich auch nicht einfach so mieten lassen, weil diese, über die Jahre etabliert, von festen fliegenden Trödelhändlern okkupiert sind. Nun denn.

Just neben diesem inzwischen weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten kleinen aber recht feinen Märktchen hat sich in den letzten Jahren, unbeobachtet von offiziellen Ansagen, eine Art kindliche Subkultur angesiedelt: Einträchtig nebeneinander verkaufen rund um den Platz auf Decken Kinder aus Mitte und Wedding in sonst selten bemerktem Miteinander freimütig ihren Spielkram. Von Ü-Ei-Figuren und Actionhelden über abgebrochene McDonalds-Spielsachen, Playmobil, Barbies mit verfilzten Haaren bis hin zu zu klein gewordenen Badehosen mit Seepferdchen-Abzeichen ist dort wirklich jeder Schatz zu haben. Gewesen. „Ordnungsamt räumt Kinderflohmarkt. Revolution!!“ weiterlesen

Kinder teilen.

Letzte Woche in der Kindergarten-Garderobe: Ein Kind berichtet mir beschwerend von seinem Ärger darüber, dass ein anderes Kind gestern nur mit Tochter, nicht aber mit ihm gespielt habe. Es hätte nicht mitmachen dürfen, wie ungerecht!
Versuch der tröstenden Erklärung meinerseits, dass sich sowas manchmal doof anfühlt, dass man versuchen kann, mitzuspielen, dass das manchmal aber eben auch nicht so richtig funktioniert, bla bla. Und auch, dass das betreffende Kind sich aber sicherlich frei entschieden habe, denn Tochter könne ja nicht über es bestimmen. Nach kurzem Nachdenken der Einwand: „Die Erzieher haben aber gesagt, dass das Kind nicht nur für Tochter hier ist, sondern für alle Kinder!“ Darauf ich: „Nee, das Kind ist hier, weils es hier schön findet und weil die Eltern es hergebracht haben, aber nicht für einen oder alle von euch.“

Schlaue Antwort des klugen Gesprächspartners: „Stimmt, ein Kind ist ja kein Spielzeug.“ Genau.

Schulauswahlgespräche

Zwei Geschwister ins Gespräch vertieft auf dem Balkon. Thema: Einschulung. Die Kleine zum Großen: „Du, stell dir vor, xyz kommt in eine total gemeine Schule! Da darf man nur mit Holz spielen und nie mit Plastik, und da gibts nur Buntstifte und man darf nie raus, sondern muss den ganzen Tag drinnen bleiben und sich aus Holz und Papier Zeug selber bauen. Und wenn man was aus Plastik mitbringt, muss man vor der Tür warten zur Strafe.“
– Also, keine Ahnung, wo sie diese Klischeeinfos her hat, aber es ist doch recht offensichtlich: In die örtliche Waldorfschule möchte das Kind nicht..

Flik Flak. Schnickschnack.

Einer meiner ersten Konsumträume war eine Uhr. Flik Flak, die Schweizer Uhr für Kinder, tönte es in meiner DDR-Kindheit aus dem westlichen Fernsehprogramm, und wie bezaubert sah ich auf dem Bidlschirm die beiden befreundeten Zeiger, den kleinen roten und den langen blauen, im Kreis drehen und freundlich lächeln. So die Zeit zu messen, das musste es sein.

Nicht nur in Erinnerung an diese Träume stand, als das große Kind begann, die Zeit zu messen, für mich als Prenzlauer-Berg-Qualitätsorentierte-Gutproduktkaufende-Privilegienmutter natürlich fest, von welchem vertrauensvollen Markenunternehmen ich also das entsprechende Uhrwerk kaufen würde. „Flik Flak. Schnickschnack.“ weiterlesen