Datenklau im Klassenzimmer

Schon einmal etwas vom „Verlag für Wissen und Innovation“ gehört? Nein? Nun, das ist ein Verlag, der sich gezielt an Schulen wendet und dort Bücher verschenkt.

Selbstlos. Uneigennützig. Mit ausschließlich guten Absichten.

Wirklich? Ich hatte da Zweifel. Und bin dem daher mal nachgegangen. „Datenklau im Klassenzimmer“ weiterlesen

Aktiv gegen ELENA: Jetzt gehts rund!

Aktiv werden gegen ELENA ist jetzt ganz einfach: Beteiligt Euch an der Verfassungsbeschwerde gegen das unsägliche Verfahrensgesetz! Das kostet euch lediglich ne Briefmarke und ein bisschen Spucke (oder noch nicht mal diese, wenn ihr eine dieser neumodischen selbsklebenden Marken benutzt..) Mitmachen können alle, die abhängig beschäftigt sind.

Lediglich die Zeit ist sehr knapp:

Die einzige Herausforderung: Man muss innerhalb der kommenden Woche ein Formular ausdrucken, ausfüllen und zur Post bringen

beschreibt es treffend Markus von netzpolitik.org. Die Unterlagen müssen nämlich bis zum 25. März eingegangen sein.

Also los, alle mitmachen, und zwar schnell schnell! Auf dass das böse Spiel mit dem schönen Namen nun bald ein Ende hat.

Die Kritikpunkte zum ELENA-Verfahren sind unter anderem auf stopptelena.de, beim FoeBuD auf dieser Infoseite oder auch im AK-Vorrats-ELENA-Flyer (pdf) zusammengefasst (meine Blogeinträge hier zum Thema ELENA kennt ihr ja eh ;-)).

Rutschbahn

Aus der aktuellen Ausgabe des Spiegel, S. 18:

In den nordischen Winterspielen ist Experimentierfreude gefragt: Die Bürger, rät manche Verwaltung,könnten Gehwege ja auch mit Katzenstreu oder Holzspänen aus der Zoohandlung streuen.

Na, das nenne ich doch mal einen kreativen Vorschlag zur Wetterbegegnung! Ich würde diesen sogar noch erweitern auf „Leute, nehmt Klumpstreu!“

„Rutschbahn“ weiterlesen

Macht euch nackig!

Hach, wie schön: Da sollen Nacktscanner neudeutsch „Körperscanner“ eingeführt werden und zuerst regt sich noch etwas Protest. Doch dann gibt es plötzlich ein Attentat, der sich medial herrlich pushen lässt, und schon ist die allgemeine Angst so groß, dass von Hinz bis Kunz plötzlich Einigkeit besteht: Klar, für unsere Sicherheit machen wir uns natürlich nackig! Zumal, wie uns alle großen Nachrichtenmagazine zeigen, die Bilder ja auch gar nicht mehr auf die Körperproportionen bezogen sind. Ach so? „Macht euch nackig!“ weiterlesen

Freiheit vs. Sicherheit vs. Freiheit

Meine persönlichen Überzeugungen sind das eine:
– dass Freiheit das höchste Gut ist
– dass immer verstärktere Personenkontrollen und sonstige Bestrebungen der Personenüberwachung nicht zu mehr Sicherheit, sondern nur zu immer weniger Freiheit führen
– dass die gegenseitige Freiheitsgewährung für ein vertrauensvolles Miteinander unabdinglich ist
– dass gegenseitiges Misstrauen Gift für ein solches Miteinander und Gift für ein demokratisches Zusammenleben ist. Im Kleinen, z.B. Gängeleien und Überwachung innerhalb einer Familenstruktur, wie auch im Großen, z.B. mit Maßnahmen wie der gegen die Bürger gerichteten Vorratsdatenspeicherung.

Glücklicherweise bin ich häufig umgeben von Menschen, die das ebenso sehen und mit denen ich gemeinsam an einem Strang ziehen kann. So fühlt sich der Kampf gegen Windmühlen nicht ganz so einsam an. Ich bin auch recht zuversichtlich, dass es Mittel gegen Windmühlen gibt und das Ganze nicht vergebliche Liebesmüh, sondern den Versuch wert ist.

Nichtsdestotrotz: Es bleibt eben ein Kampf gegen Windmühlen. „Freiheit vs. Sicherheit vs. Freiheit“ weiterlesen

ELENA, die Datenhure

Schon mal was von ELENA gehört? Nein? Solltet Ihr aber: Hinter diesem scheinbar harmlosen Frauennamen verbirgt sich nämlich eine Datenhure, die ab 2010 heimlich, still und leise etwa 40 Millionen Menschen mit schmierigen Fangarmen umschlingen und so schnell wohl nicht wieder loslassen wird. Warum dies keine Übertreibung ist, versuche ich hier einmal zu erläutern. Um danach laut zu schreien: Auf die Barrikaden! „ELENA, die Datenhure“ weiterlesen

Oh Du lieber Datenschutz, alles ist hin..

Im Schulausschuss von Berlin Tempelhof-Schöneberg wurden offensichtlich am 01. Dezember 2009 sensible Personendaten über

Kinder mit Behinderungen und Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache als Loseblattsammlung

verteilt, wie der heutige Tagesspiegel berichtet. In Anbetracht dieser aktuellen Berliner Datenschutzpanne stimmt doch die Aussicht auf die automatisierte Berliner Schülerdatei, die im Winter 2009 vom Berliner Abgeordnetenhaus beschlossen wurde, sehr fröhlich: Wenn schon auf Bezirksebene nämlich kein 100% vertrauensvoller Umgang mit sensiblen Schülerdaten erfolgt, wie soll dies erst bei der erweiterten Erfassung werden?

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