Reporter ohne Grenzen: Rangliste Pressefreiheit

„Reporter ohne Grenzen veröffentlicht heute die aktuelle Rangliste der Pressefreiheit. Besonders in den arabischen Ländern wird nach den Umbrüchen und Protesten des Jahres 2011 erkennbar, ob Journalisten heute freier berichten können oder ob die neuen Machthaber die Medien genauso streng kontrollieren wie ihre Vorgänger. „In vielen arabischen Staaten müssen Pressefreiheit und der Schutz von Journalisten verbindlich in Gesetzen festgeschrieben werden“, fordert Astrid Frohloff, Vorstandssprecherin von Reporter ohne Grenzen in Berlin.“

Euch interessiert das? Hier könnt ihr den gesamten Artikel lesen und den Bericht abrufen.

#Aufschrei bei Jauch: Das kann doch wohl nicht wahr sein!

Was mich an vielen „von außen“ kommenden Beiträgen zur #Aufschrei-Debatte wirklich nervt, ist die Unterstellung, dass die gesammelten #Aufschreie von Opfern kämen, dass diese doch selbst „schuld“ seien daran, wie sie bestimmte Situationen empfinden, und dass sie halt ihr Verhalten ändern müssten als einzige Strategie. Dies formulierte u.a. auch Wibke Bruhns bei der gestrigen Jauch-Sendung „Herrenwitz mit Folgen – hat Deutschland ein Sexismus-Problem?“ so. „Die Männer“ würden sich eh nicht ändern. Das kann doch wohl nicht wahr sein!

Mich ärgern solche Verdrehungen, ich halte sie für falsch, für platt und für gesellschaftsschädlich. Aber nacheinander. Schauen wir doch mal: „#Aufschrei bei Jauch: Das kann doch wohl nicht wahr sein!“ weiterlesen

Ishemas Brief: Warum das N*-Wort nichts in zeitgemäßen Büchern zu suchen hat.

Dieser eindrucksvolle Brief wird derzeit u.a. via twitter geteilt – klickt den Brief an um zu vergrößern, diese Worte sind lesenswert!

Er stammt von einem Kind, welches über die in der aktuellen „Zeit“ vielfach vertretene These, dass das N*-Wort in Kinderbüchern doch aaabsolut unproblematisch sei, sehr, sehr wütend ist.

Chapeau für deine klaren Worte, Ishema!

Den Brief hatten Ishemas Eltern offenbar dem Leiter des Referats “Migration & Diversity” in der Heinrich-Böll-Stiftung, Mekonnen Mesghena, zur Verfügung gestellt.

Zum Weiterlesen empfehle ich übrigens diesen Artikel hier.

Der Tagesspiegel und sein Senf von „Negern“, GEZ, Dschungelcamps und Pippi Langstrumpf

Oh man, heute ist mal wieder so ein Tag. Im Online-Tagesspiegel erscheint zur gestrigen Illner-Rundfunkbeitrags-Talksendung dieser Artikel von Jost Müller-Neuhof mit der Überschrift „Debatte um Rundfunkbeitrag: Der Neger und das Dschungelcamp“. Im Text heißt es einleitend:

Die Gebühr ist der Neger des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ein unzeitgemäßer Name für allseits Akzeptiertes.

„Der Tagesspiegel und sein Senf von „Negern“, GEZ, Dschungelcamps und Pippi Langstrumpf“ weiterlesen

Boah, nee ey: Hexe Lillis unpassende Bilderdarstellungen

Vorab: Dies ist ein Crosspost‘ mit buuu.ch, dort blogge ich auch manchmal über Kinderbücher. Schaut doch dort mal vorbei!

Eigentlich fand ich bisher die Hexe-Lilli-Bücher gar nicht so schlecht. Da gibt es eine ganze Reihe von, scheinen ganz witzige Geschichtchen zu sein von einem nicht sehr angepassten Hexenmädchen, die ziemlich viel erlebt. Hatten wir ab und an mal aus der Bibliothek ausgeliehen zum Selbstlesen des großen Kindes, es gab auch mal eines als Ferienlagerlektüre und so. Diverse davon habe ich nun vor nicht allzu langer Zeit auf dem Flohmarkt ergattert und einige davon ohne weiter hineinzugucken ins Kinderbuchregal gestellt. Neulich blättern die Kinder nun „Hexe Lilli feiert Geburtstag“ durch. Aus dem Augenwinkel sehe auch ich die Bilder.

Die Illustratorin Birgit Rieger versuchte sich offenbar in dem Buch in Hautfarben-Diversität – aber es ist dermaßen schief gegangen, dass ich es bis jetzt nicht fassen kann. Auf zwei Seiten ist ein dunkelhäutiges Kind mit völlig übertrieben-überzeichneten Fleischlippen dargestellt. „Boah, nee ey: Hexe Lillis unpassende Bilderdarstellungen“ weiterlesen

Wunschzettel der Frauenhäuser

Ihr wollt Weihnachten nicht nur nehmen, sondern auch geben, wisst aber nicht so richtig, wem? Ich für mich habe heute die entsprechende Inspiration gefunden. Hier.

Auf der Webseite heißt es:

Ziel der Aktion „Wunschzettel der Frauenhäuser“ ist es, gerade in der Weihnachtszeit Wünsche von Kindern und Frauen zu veröffentlichen, die von physischer oder psychischer Gewalt betroffen sind und in Frauen-schutzeinrichtungen in Deutschland die Feiertage verbringen, um Ihnen mit einem Weihnachtspäckchen eine Freude zu bereiten. Auch dringend Benötigtes und Wünsche der einzelnen Frauenhäuser finden sich in der Auflistung.

Die Frauenhäuser und Zufluchtswohnungen können Sie einzeln beschenken, Wünsche und Adressen finden Sie unter dem Punkt „Frauenhäuser in Ihrer Nähe“ nach Postleitzahlen geordnet.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den jeweils angegebenen Adressen auf dieser Homepage nicht um die Adressen der Frauenhäuser selbst handelt, da diese anonym bleiben müssen, sondern um Adressen und Kontaktpersonen, die Päckchen und Pakete für die Frauenhäuser annehmen.

Allen UnterstützerInnen danke ich, auch im Namen der Frauenhäuser, auf diesem Weg herzlich für das Versenden von Päckchen, Geld- oder Sachspenden.

Warum ich schon immer nicht Medizin studieren wollte

Ein Hoch auf die Wissenschaft, und Hochachtung für die, die sich bereit erklären, ihre sterblichen Überreste nach dem Ableben ebendieser zu vermachen. Ist ja für eine gute Sache. Denkste, oder (hoffentlich nur) dachteste, denn zumindest in Köln war das, wie im letzten Jahr bekannt wurde, in der Anatomieabteilung der dortigen Uni nicht der Fall. Wie bäh und unfassbar die Zustände vor Ort gewesen sind, fasst u.a. der WDR in diesem Artikel zum heute erschienenen ausführlichen Untersuchungsbericht der Uni Köln (pdf) zusammen. Erstaunlich ja vor allem, dass sich anscheinend über viele, viele Jahre, in denen dieser widerliche Zustand anhielt, niemand der dort Arbeitenden und/oder Studierenden hierüber beschwert hätte. Ich meine, verwesende Leichen, herumliegende Körperteile – dass das nicht normal sein darf, und dass dies auch für Studienzwecke nicht hinnehmbar sein kann, hätte doch durchaus auch relativen Laien in Ausbildung zum Weißkittel auffallen dürfen? Nun, scheinbar ist es das aber nicht. Oder das wissenschaftliche Interesse überlagerte alles, oder das in Hierarchien denkende, wer weiß… Wie auch immer, nun ist der Bericht ja da. Lest das mal, da schlackern euch wirklich die Ohren. Huah!

Gut(es) is(s)t, wer Gutes tut.

Heute im Supermarktregal zufällig entdeckt: Die gute Schokolade. Eine fair hergestellte Schokolade, hinter der eine Kinderinitiative steht .

„Wir möchten, dass die Kinder der Kakaobauern zur Schule gehen können, anstatt für uns Kakaobohnen zu pflücken. Damit ist unsere Schokolade eine wahre „Kinderschokolade“. Wir Kinder haben viel über Schokolade gelernt. Die Produktion von 100 g Schokolade verursacht 300 g CO2. Wir haben auch gelernt, dass die Kinder von den meisten der rund 2 Millionen Kakao-Bauern auf dem Kakao-Feld arbeiten müssen, statt zur Schule zu gehen. Das ist bei uns anders: Diese Schokolade ist genau so produziert, wie wir Kinder jedes Produkt herstellen würden: Fair und Klimaneutral.
Wir haben einen Hersteller von ausgezeichneter Schweizer Schokolade, Chocolats Halba gefunden, und wir haben einen Experten gefunden, Pur Projet, der mit Bauern Edelhölzer anbaut. Wir nennen unsere Schokolade „Die Gute Schokolade“ und wir haben die ersten Einzelhändler überzeugt, unsere Schokolade zu verkaufen. Ein Teil des Verkaufspreises jedes Schokoriegels geht an die Plant-for-the-Planet Stiftung, um mehr Kinder zu empowern und zusätzliche Bäume zu pflanzen.
Wir sind sehr stolz auf unser erstes Plant-for-the-Planet Produkt.“

Die Tafel kostet gerade mal ’nen Euro pro Stück, ihr könnt die auch online kartonweise bestellen, 14 Tafeln, 14 Euro, keine Versandkosten. Lässt sich ratzfatz aufessen oder verschenken, aus der Alufolie könnt ihr noch Weihnachtsdeko oder Aluhüte basteln (okay, für Aluhüte braucht ihr ne ganze Menge Schoki, aber das dürfte auch gehen – kann man auch palettenweise bestellen.) – super Initiative. Und noch dazu superlecker. Los, weitersagen!

Das Buchmesse-Kinder-Desinteresse. Nicht von Seiten der Kinder.

Die Frankfurter Buchmesse ist an zwei von fünf Tagen ihrer jährlichen Öffnung keine reine Fachmesse, sondern für die Öffentlichkeit, auch „Endverbraucher“ genannt, zugänglich. Auch für Kinder. Am Samstag begab ich mich – zunächst ganz privat – mit meinen zwei beiden ziemlich literaturinteressierten Nachwuchsleseratten während eines sowieso geplanten Frankfurt-Urlaubs in die Kinderbuchhalle ebendieser Messe – und war, gelinde gesagt, schockiert.

Das Schockerlebnis bestand nicht etwa in der Erkenntnis, dass es zur Zeit unseres Eintreffens brechend voll war, das kennt und gönnt man einer Messe ja. Auch das zu einem späteren Zeitpunkt eingenommene Messemittagessen konnte mich nicht aus der Fassung bringen (die Kinder schon, aber in so vielen schlechten Kantinen wie ich haben sie halt noch nicht gespeist, da ist noch Abhärtung erforderlich).

Nein, schockierend war die Erkenntnis, dass sich in der Kinderbuchhalle ausstellerseitig so ziemlich niemand durchgängig ernsthaft für jene interessierte, welche doch ihre ureigenste Zielgruppe darstellen: für die Kinder. „Das Buchmesse-Kinder-Desinteresse. Nicht von Seiten der Kinder.“ weiterlesen