Massenpetition gegen Vorratsdatenspeicherung unterzeichnen!

Leute, bis zum 14. September könnt und solltet ihr diese Petition hier dringend noch mitzeichnen.

Gespiegelter Beitrag von vorratsdatenspeicherung.de🙂
Bis zum 14. September 2011 müssen 50.000 Unterschriften im Internet gesammelt werden, damit der Initiator Kai-Uwe Steffens vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung das Anliegen persönlich im Bundestag vortragen kann. „Massenpetition gegen Vorratsdatenspeicherung unterzeichnen!“ weiterlesen

9/11 zum Ausmalen: WTF!

In den USA ist offensichtlich unter dem Titel We Shall Never Forget 9/11: The Kids‘ Book of Freedom gerade ein Kinder-Ausmalbuch anlässlich des zehnten Jahrestags des 11. September herausgekommen.
Zielgruppe sind Eltern, die ihren Kindern die Ereignisse und Folgen des 11. September erklären wollen – dieser Ansatz ist ja erst mal an sich durchaus nachvollziehbar. Aber als Ausmalbuch?! Sehr befremdlich.

Der Guardian beschreibt das Buch als ein

colouring book about the events of 9/11, complete with pictures of the burning twin towers and the execution of a cowering Osama bin Laden for children to fill in

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Was bewegen? Kann man schon mit sieben.

Neulich steckte in unserem Briefkasten ein Katalog von einem Kinderprodukte-Versandhandel. Jako-o. Wir blätterten den beim gemeinsamen Familienfrühstück durch – ja, das kann man an sich schon fragwürdig finden, Konsuminteressesteigerung und so.. – und ich bemerkte genervt, dass mal wieder bestimmte Spielsachen fast immer mit wie Jungs aussehenden Kindern, andere mit Mädchen abgebildet waren. Das glaubten mir die Kinder nicht und wollten es selbst überprüfen, blätterten dann den Katalog Seite für Seite durch – und fanden das ziemlich erstaunlich. Wir sprachen dann darüber, und irgendwann meinte der Große: „Das sollten die ändern. Aber das muss man denen erst mal sagen, sonst können die das ja nicht wissen. Deshalb schreib ich denen jetzt einen Beschwerdebrief. So!“

Setzte sich hin – und schrieb. Und schrieb. Und schrieb. Und dann war er fertig. Hier das Ergebnis. (Dem fügte er dann übrigens „zum Beweis“ noch Farbkopien einiger Katalogseiten bei.) „Was bewegen? Kann man schon mit sieben.“ weiterlesen

Warum ich Thierses offenen Brief scheinheilig finde

Der gute Wolfgang Thierse. Einen schönen offenen Brief hat er da am 26. Juli 2011 an den Sächsischen Staatsminiser des Innern Markus Ulbig geschrieben. Eine heftige Kritik an der unrechtmäßigen Massendatenerfassung durch die Dresdner Polizei.

Wer nun aber aus diesen Zeilen folgert, der gute Mann würde sich damit auch generell gegen solche Massendatenerfassung stark machen, liegt falsch, und das sollte hier doch unbedingt deutlich gemacht werden.

Wolfgang Thierse hatte in den vergangenen Jahren vielfach die Möglichkeit, sich gegen die rechtliche Festschreibung solcher Massenspeicherungen auszusprechen. Er hat sich aber ganz klar nicht für diesen Weg entschieden und im November 2007 – trotz umfassender Debatten und Kontaktaufnahme- und Afklärungsversuchen vieler, u.a. auch durch meinen Mann und mich (hier seine Antwort und eine Kritik dieser) – für die Vorratsdatenspeicherung gestimmt.

Auch Thierse hat mindestens mit dieser Abstimmungsentscheidung „den Geist des Grundgesetzes missachtet (..)“, geduldet, dass „massenhaft und systematisch in die Grundrechte zehntausender Bürgern eingegriffen“ werden kann und „das Gefühl für den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit verloren.“ (passende Stellen aus seinem eigenen offenen Brief, auf ihn angewendet, zitiert)

Das sollte doch bitte bei aller Richtigkeit seiner aktuellen Kritik nicht vergessen werden – wenn es nämlich um die Verrechtlichung solcher jetzt mangels Rechtsgrundlage ungesetzlichen und kritisierten Datenerfassungen kommt, dann werde jedenfalls ICH mich keinesfalls auf die Stimme dieses Herrn verlassen.

Tot ist tot.

Die Kinder schauen Logo-Kindernachrichten. Erst ein Bericht über ein Dorf in Afrika, in welchem es einen einfacheren Wasserzugang als vorher gibt, inklusive der Erklärung, dass das aber eben vielerorts nicht so ist und Menschen an Hunger und Durst sterben. Danach folgt ein Artikel zur Genfer Flüchtlingskonvention, inklusive der Erklärung, wann ein Flüchtling laut Konvention aufgenommen werden muss, nämlich bei Bedrohung durch Krieg, Verfolgung etc. Und die Bemerkung, dass Armut nicht dazugehört.

„Wie bescheuert. Ob man nun im Krieg stirbt oder verdurstet, ist doch egal. Tot ist tot. Das ist doch Beschiss mit diesem Vertrag“, stellt das Kind, den siebenjährigen Kopf schüttelnd, fest.

Von wegen, von solchen Sachen würden Kinder nichts verstehen.

Der Badewannenschreck

Töchterlein sitzt in der Badewanne, der große Bruder leistet ihr Gesellschaft im Badezimmer, beide sind lautstark zu hören, ebenso ihr Spritzen und Platschen. Okay, alles klar, das Badezimmer wird bei sowas gleich mitgewaschen, darauf bin ich inzwischen gefasst. Aber nicht darauf, dass plötzlich ein Schrei ertönt – und ich, als ich ins Bad gerannt komme, die Kleine tropfnass neben der Wanne stehen sehe, während der Große komplett bekleidet mit dem Gesicht nach unten im Wasser treibt. Himmel und Hölle!

Das Kind am Rücken gepackt, es aus dem Wasser gezogen, mich von seinem grinsenden Leben überzeugt und es zeitgleich vor Schreck angeschrien hab ich – und all das, während mich vier ziemlich angenervt-gewitzte Kinderaugen anblickten von zwei Halbstarken, die doch schließlich wirklich und echt schwimmen können, gemeinsam tauchen üben und es zudem sehr praktisch und für die Eltern hilfreich finden, einfach mal in Klamotten in die Wanne zu klettern.

Ich habe mir nunmehr von ihnen erbeten, dass Klamottenbäder nur noch nach Absprache stattfinden, damit mein junges altes Herz noch möglichst lange im Takt schlägt… Huu.