— Update 21.08.12: —
Die Aktivistinnen sind verurteilt worden, in einer nervenzehrenden, zeitraubenden, weltweit übertragenen und mit Unverständnis und Kritik aufgenommenen Urteilsverkündungsarie. 2 Jahre Straflager sind es geworden, was eine Berufung eventuell an Verkürzung ergibt, wird sich zeigen. Ein hartes Urteil bleibt es wohl in jedem Falle, allein schon die 5 1/2 Monate in Untersuchungshaft. Ich mag es mir selbst nicht vorstellen.
Den Text des Punkgebets in deutscher Übersetzung sowie eine lesenswerte Einschätzung, was das eigentlich Besondere an dem Prozess um Pussy Riot ist, und warum dieses Besondere letztlich alle angeht, könnt ihr hier aufrufen (gefunden via Twitter/annalist).
Während der Demonstration anlässlich der Urteilsverkündung vor der Russischen Botschaft in Berlin solidarisierten sich viele Menschen mit Pussy Riot – teilweise jedoch, wie die Mädchenmannschaft berichtet, mit kruden Vorstellungen, wie und womit den feministischen Aktivistinnen inhaltlich sinnvolle Unterstützung gezeigt werden könne.
Im Kölner Dom gab es eine Aktion dreier Menschen, die sich solidarisch mit Pussy Riot zeigen wollten – sie stürmten wohl einen Gottesdienst. Der Pfarrer schloss sie und ihr Anliegen mit ins Gebet, eine Strafanzeige wurde dennoch gestellt.
Auf dem Blog der Piratenpartei Hamburg hat jemand einen guten Artikel mit der Überschrift „Putin kündigt demokratischen Wertekanon auf“ geschrieben, in dem unten auch die Daten zum internationalen Spendenauruf, um die Aktivistinnen juristisch sowie hinsichtlich der Versorgung ihrer Kinder zu unterstützen.
Wie diverse Blätter melden, sind inzwischen weitere Mitglieder von Pussy Riot zur Fahndung ausgeschrieben.
Derstandard.at veröffentlichte bereits am Samstag eine gute Shortview einiger Kommentare von Zeitungen aus Russland und Europa.
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