Die wichtigen Dinge des Lebens

Heute auf dem morgendlichen Kinder-Wegbring-Weg fällt dem großen m ein, dass er seine Trinkflasche vielleicht nicht eingepackt hat. Ich sage ihm, dass er sich dann halt ’nen Becher holen solle, Hauptsache er würde trinken, das sei wichtig. Kam wohl etwas belehrend ‚rüber – seine Antwort war nämlich:

„Jaaaaaaa Mama, und atmen. Das ist nämlich das Wichtigste.“

*gnihihi*

Klare Ansagen

„Maman, kann ich kurz da vorne auf dem square alles einmal machen? Nur une fois?“, fragt die kleine m (3 1/2), während wir auf dem Fahr- respektive Laufrad nebeneinander nach Hause radeln. „Du kannst auch draußen warten, ich komme gleich wieder. Lies doch mal ein Buch!“

Sprichts, pest vor, lehnt das Laufrad an den Spielplatzzaun, geht rein und macht alles ein-mal.

Am lustigsten war zu beobachten, wie sie den beiden Kindern auf der Schaukel erklärte, dass sie jetzt DRINGEND EIN-mal schaukeln müsse, auch nur ganz kurz, sie hätte nicht so viel Zeit und müsse ja auch noch rutschen. Die sind dann tatsächlich abgestiegen.. Und ich saß, wie angewiesen, auf den Fahrradständern vorm Spielplatz, bewachte die Räder und las -ein Buch.

Danke Kind. Ich glaube, es wird erwachsen…

Geekinchen übt

Nach einigem Hin- und Hergegrübele habe ich mir schlussendlich das Asus Eee1000H bestellt. Und dieses möchte nun auch gerne eingerichtet werden. Nachdem ich mich, was solche Späßchen angeht, bisher doch in weiten Teilen auf meinen persönlichen Sysadmin berufen oder diesem jedenfalls bei Problemchen wutentbrannt meine Gerätschaften in die technik-begabten Hände gedrückt habe, hab ich mir diesmal ganz fest vorgenommen: ICH MACH DAS SELBST. Das wäre doch gelacht!

Also, liebe Mitlesende: Richtet Euch schon mal auf ein Arsenal an Fragen und Problemchen ein, bei denen ich Euch mit ratsuchendem Dackelblick um Unterstützung bitten werde. Hier oder per Twitter, Telefon oder sonstewie. Bereit? Na dann los. „Geekinchen übt“ weiterlesen

Karnickel

Kann mir bitte mal jemand sagen, warum auf der Chausseestraße in Berlin-Mitte, so auf der Höhe zwischen Liesen- und Wöhlertstraße, jede Menge Messingkaninchen in den Fahrbahnasphalt eingegossen sind?

Soll das vielleicht Scharfsinnig-Satirisches bedeuten, à la „Achtung, da vorne ist bald der neue schicke Hauptsitz des BND, das sind die mit den großen Lauschern!“?
– Ich vermute ja, dafür gibt es doch eine andere, längst nicht so frappierend logische Erklärung. Wer weiht mich ein?
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Freiheit, Gleichheit, Sicherheit

Die Würfel sind gefallen. Hinterm Komma wird noch gezählt, aber der Ausblick auf Schwarz-Gelb ist eindeutig. Daraus ergeben sich beeindruckende politische Möglichkeiten für die nächsten Jahre.

Besonders in Kenntnis der sicherheitspolitischen Entwicklungen in meiner douce France, die der BRD überwachungstechnisch wie militärisch „um einige Längen voraus“ ist, finde ich den Gratulationsbrief von Nicolas Sarkozy an Mme la Chancelière Merkel ernstlich verstörend:
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Technisches, ach so Technisches

Also ich finde, ich brauche ganz dringend ein Handtaschen-Notebook. Es soll leicht sein, schön klein, ich will damit auch unterwegs flexibel ins Netz können, es braucht also UMTS. Da mich bei meinem Home-Notebook die spiegelnde Oberfläche doch etwas nervt, wär‘ mir ein nicht spiegelndes Display lieber. Allzu heiß werden soll’s nicht, und die Tasten sollen nicht so laut klappern. Ach, und kosten soll es übrigens möglichst auch – nichts. „Technisches, ach so Technisches“ weiterlesen

Oh là là!

Für die, die es noch nicht wissen: Seit einigen Wochen (gefühlt Monate Jahre) fährt in Berlin nicht nur die S-Bahn so gut wie gar nicht mehr, auch an der U-Bahn wird gebaut, die uns betreffende Tram ist anteilig stillgelegt und mit dem Auto steht man (demzufolge) durchgehend im Stau. Einzige Alternative für unter Strom stehende, eilige Fräuleins wie mich: der Drahtesel. Auf ebendiesem radle ich nun also seit inzwischen ungefähr vier Wochen sehr regelmäßig von A bis Z und quer durch die Stadt (natürlich mit Helm und Licht und Armraushalten und so, keine Sorge, Oma, Mama, Papa, Tanten, Onkels und Großcousinen..).

Nun hat das Ganze nur einen Haken: Ich trage wirklich gerne Röcke. „Oh là là!“ weiterlesen

Spätsommerviertel

Altweiberspinnweben wabern durch die benzinene Stadtluft, und ein Hauch von Spree. In der morgendlichen Spätsommersonne aalt sich in einer Sandkuhle im Kanzlerviertel, inmitten einer Taubenschar, ein herrenloser Hund. Behäbige Gelassenheit. Im Hintergrund die gläserne Reichtstagskuppel, in der sich eine Menschenschlange dem blauen Himmel entgegenwindet.

Nicht mehr lange, bald schon wird es Herbst sein, und der Himmel grau.

#fsa09 – Freiheit statt Angst

25.000 Menschen (wo wart ihr anderen, die ihr alle kommen wolltet?!).
Viele bunte Luftballons.
Viel Musik (für eine Demo meiner Meinung nach fast zu viel & zu laut, aber na ja).
Super Sommerwetter.
Motivierte Redner auf der Tribüne.
Unglaublich viel Parteigedöns, was zwar in Anbetracht der bevorstehenden Wahlen klar, aber irgendwie auch schade war (immerhin wurde die Demo eigentlich von über 160 Organisationen unterstützt!).
Verrückte, abgedrehte, lustige, durchgeknallte, junge, alte, normale Leute.
Sogar die weltbekannte Pippi Langstrumpf – klar eigentlich, schließlich ist sie doch bis heute das mutigste, freieste Mädchen der Welt, oder?