Wer das beim Lesen dieses SpOn-Artikels hier nicht bekommt, sollte wirklich unbedingt bleiben, wo ersiees ist. Alle anderen: Träumt euch weg, segelt auf den Gedankenwellen und malt euch eure Welt. Übrigens, Menschen mit offenen Augen und Ohren für alternative Lernformen, Homeschooling, Unschooling etc. dürfte der Artikel auch interessieren.
Provinzstadtplakate vom Ordnungsamt
Eben auf Twitter entdeckte ich folgenden Tweet von @rhotep:
So stellt sich das Ordnungsamt „saubere“ Berliner Parks vor: bit.ly/Nj6alm Glückliche weiße Heteropärchen. Mehr: http://bit.ly/OHmqAL
Die Links führen zu einer Plakatkampagne des Berliner Ordnungsamtes. Und so sehr ich der von @rhotep geäußerten Kritik zustimme, und zwar sowohl vom Ansatz her, dass entsprechende Darstellungen im Sinne von Diversität keinesfalls zu unterstützen sind, als auch vom Ansatz her, dass das der Situation in Berlin keinesfalls entspricht, so sehr fragte ich mich beim Betrachten der diversen Plakate aus der Serie auch: Was an dieser Kampagne ist denn ÜBERHAUPT Berlin?! „Provinzstadtplakate vom Ordnungsamt“ weiterlesen
Skurriles Theater im Abendrot
Da war ich nun also bei dieser Theaterpremiere. Hatte mich vorher belesen, drüber gebloggt – und wusste doch nicht wirklich, was mich erwarten würde. Ein multilinguales Interaktionstheater? Bewegung im Park? Verschiedene jahrhundertealte Texte, miteinander verkreuzt? Zunächst einmal erwartete mich, einen kleinen, schwarz gekleideten Kamerapunkt im bewegten Görlitzer Park, nichts und niemand. Massen von Menschen ließen mich untergehen in einer Welle von Skurrilitäten: Den Theaterausgangspunkt suchend, sah ich mich zunächst zusammenhanglos konfrontiert mit dem eigenartigen Tanz eines zwei Meter großen, flauschigen gelben Bummi-Plüschbärs und einer menschenhohen Aufziehpuppe, die fortwährend gegen einen Mülleimer lief, umgeben von Fahrräder schiebenden Menschen und Kindern mit Bällen, die sie wieder und wieder in zum Glück noch nicht angezündete Grille schossen. Irritiert-überfordert bewegte ich mich vorsichtig durch diese offenbar ortsüblichen Installationen von A nach B und wieder zurück und traf endlich, mit etwa fünfzehnminütiger Verspätung und einem Tross ebenfalls die Shakespeare-Aufführung suchender Menschen – man hatte mir mein Ziel offenbar angesehen, sodass ich kleiner, ahnungsloser Punkt zu einem Magnet für Mitsuchende wurde – am rückseitigen Parkende ein. Mich erwarteten eine Wiese, eine breite Metallrutsche, in Tischdecken und Webpelzreste gewandete Menschen und eine Mauer aus Publikum, die ich recht problemlos durchdringen konnte für einen Platz in der ersten Rasenreihe.
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Formen löten mit Kindern
Ein guter Einstieg ins Löten sind ganz einfache Formen:
Dreiecke, Vierecke, Sterne (als Verzierung für Weihnachtsgeschenke?). Letztes Jahr im Camp haben die ganz Lütten einfach ne Leuchtdiode auf ne Knopfzellenbatterie gelötet, schneller Erfolg garantiert 😉
Update: Hat auf dem Camp zwar bei meiner Kleinen geklappt, aber sollte man dennoch nicht nachmachen, siehe Kommentare.
Auch cool (na ja.. besser: hot ;)) am Anfang sind kleine Würfel oder Namenszüge (verlötbaren Draht zurechtschneiden, Buchstaben löten, diese an Ober- und Unterkante sowie an den Seiten mit einem parallelen Draht zu einer Schildform verlöten).
Und wer es lieber bunt mag, für den sind vielleicht die Blinkenarea-Bausätze was, da gibts auch super Sachen für Einsteigende (Sohn und ich haben mit einer Vorversion dieses Bausatzes hier letztes Jahr begonnen).
Die Sewing Machine. So ähnlich wie ein 3D-Drucker, nur für Stoff.
Mit einem 3D-Drucker, den so gut wie niemand hat, weil man die sich selber bauen muss (außer man hat so an die 12.500€ übrig) und das doch ein bisschen aufwändiger ist und doch auch mit an die 1000 Euronen ne Menge Schotter kostet (hier noch ne Anleitung basierend auf FISCHER-Technik, oder ihr googelt halt einfach mal selbst..), kann man aus Kunststoffen, Kunstharzen oder Metall eine ganze Menge Zeug herstellen. Ich vermute, das ist ziemlich cool, aber dennoch: Ich hab keinen. Aber eine Nähmaschine hab ich – nicht selbst gebaut, sondern irgendwann mal bei Lidlpennyaldi gekauft (und ich hab im Internet erstaunlicherweise auch KEINE Bauanleitung gefunden, wie man sich eine selber bauen kann!..)
Wenn man so ungefähr weiß, wie ein solches Nähmaschinchen funktioniert, kann man damit auch wirklich eine ganze Menge Zeug herstellen, auch ganz plastisch in 3D und so ;-). Wie bitte,ihr wisst das nicht, so ganz grundlegend? Kein Problem. Der Armin von der Sendung mit der Maus hat das mal erklärt, sehr prima:
Nun wollte ich ja, siehe letzter Post, sowieso einiges mit meiner 3D-Maschine herstellen ;-), und da das kleine Kind ist nämlich inzwischen schon ganz schön groß ist und kommt in die Schule kommt, hatte ich auch zumindest ein konkretes Projekt vor Augen:
„Die Sewing Machine. So ähnlich wie ein 3D-Drucker, nur für Stoff.“ weiterlesen
Shoppiiiiiiing. Au weia.
Die Schaufensterpuppen hab ich heute nicht ganz zufällig entdeckt, vielmehr war ich freizeithobbynähtechnisch auf der Suche nach einem türkisfarbenen (nicht hellblauen!) Stoff mit kleinen (nicht großen!) weißen Pünktchen für NICHT 20€/lfm. „Shoppiiiiiiing. Au weia.“ weiterlesen
Freundlich winken. (Lächeln fällt aus.)
Arbeitspause
Luxus in kleinen Gläsern, zwischen zwei Artikeln, liegengebliebenem Buchhaltungsgedöns, Webseitenkundentexten und eigenem Blogkram zu trinken. Hach, das Leben ist schön 🙂

Faschismus auf Hochglanzpapier: Frauenmagazine entmündigen.
Huh, Margarete Stokowski hat da ordentlich den Finger in die Wunde gelegt mit ihrer spitzen Analyse zu den Inhalten von Frauenzeitschriften in der taz. Sie leitet ein: „Jemand, der eine Frau anspricht, weil ihre Fußnägel nicht lackiert sind, der ihr sagt, ihr Körper sei eine Sünde, der ist vielleicht krank oder paranoid. Diese Krankheit, auf Hochglanzpapier gedruckt und mit vielen bunten Bildern versehen – das ist der Inhalt von deutschen Frauenzeitschriften im Jahr 2012.“ Sie fragt sich, warum diese Magazine trotz vieler bekannter Kritikpunkte so erfolgreich sind („Der einfache Trick ist, die Leserin auf ein Problem hinzuweisen, das sie womöglich hat, und zu erklären, wie sie es – in 5, 8 oder 33 Schritten – lösen kann. Die billigste Variante kapitalistischer Produktanpreisung. Allerdings mit einem speziellen Dreh: Hier fehlt nicht einfach etwas im Regal oder Kleiderschrank, hier wird die Leserin selbst für unzulänglich erklärt.“) und belegt in ihrem Artikel zuletzt sogar Elemente faschistoider Ideologie in den Kommunikationsformen solcher Zeitschriften. Fußnägelhochkräuselnd, pointiert und lesenswert. Hier der Artikel.
UtopiaTM – Shakespeare im Görlitzer Park
Noch eine Woche, dann ist es soweit: Dann macht im Görlitzer Park wieder die Gruppe SHAKESPEARE IM PARK BERLIN Theater, diesmal mit einer Inszenierung namens UtopiaTM – Where All Is True.
Alles keinesfalls kostenlos, aber fürs Publikum gratis: Einfach hinkommen und teilhaben, wenn mitten in Kreuzberg in einem gemeinsamen, interaktiven Streifzug von Schauspielern und Publikum durch den Görlitzer Park „eine neue, bessere Welt entsteht (nach Shakespeare & Thomas More): Es herrscht Religionsfreiheit, Privatbesitz ist abgeschafft, niemand muss hungern, Arbeit für alle, Bildung für alle!(…)“ (aus der Einladung) – oder vielleicht auch nicht: Denn, so heißt es hier erläuternd weiter, und um diese Fragen kreist das Stück eigentlich, wie schon die mächtigen, 500 Jahre alten drei Ursprungstexte zur aktuellen Inszenierung: „Was würde es bedeuten, sich ein leeres Blatt Papier zu nehmen und eine neue, eine bessere Welt zu entwerfen? Und diese Idee dann zu vermarkten, zu verkaufen und durch den Fleischwolf der Realpolitik zu drehen? Was würde der Papst dazu sagen? Was der König tun? Und wie das Volk reagieren?“