Neulich in Berlin: Geplant ist eigentlich ein Stadtparkausflug. Doch, ach, auf dem Weg durch den fremden Stadtteil rufen die Kinder: „Da ist ja ein Loch im Zaun!“, „Ha, da klettern wir jetzt durch“, und schon laufen sie nach kurzem Bücken in den grünen Kreuzberger Friedhofspark hinein.
Ich, die Mutter, krieche hinterher, denke ‚was ist schon dabei, gehen wir halt auf ’nem Friedhof spazieren‘. Er ist aber viel größer als die, welche die Kinder bisher kennen, kein alter Bauerndorffriedhof aus dem Urlaub, auch nicht vergleichbar mit dem Uraltfriedhof mit den moosbewachsenen Grabsteinen in Pankower Daheimnähe. So laufe ich ihnen hinterher, zügiger, um sie noch einzuholen, spreche doch lieber kurz an, dass ein Friedhof – jedenfalls hierzulande – eher ein ruhiger, besinnlicher, für manche auch trauriger Ort sei, dass sie bitte respektvoll mit anderen sein sollen,… Es wäre nicht nötig gewesen. Welch beeindruckende Auseinandersetzung.

Ich mach das 

