Mein blondes Mädchen II

Hach, da lässt sich ein Kind die Haare etwas länger wachsen, und schon ist die Erwachsenenwelt fest überzeugt davon, es MÜSSE sich um ein Mädchen handeln. Neulich schon mal, ein paar Tage später im Ostseeurlaub erneut:

Auf dem kleinen, holzpfostenbelegten Weg vom Strand hinauf zur Strandpromenade sind einige Bretter lose, eines ist verschoben. Das Kind sieht es und räumt auf. Eine ältere Dame, sehr freundlich: „Hach, das ist aber aufmerksam von dir. So ordentlich bist du!“, und dann zu mir: „Da weiß ich aber nicht, ob mein Enkel das gemacht hätte. Der ist so ein Wilder. Jaja, wir Frauen und unser Sinn für Ordnung, den haben wir eben.“

Es tat mir irgendwie richtig leid, ihr so liebevoll-freundlich hervorgebrachtes Weltbild durcheinanderzubringen, und so traute ich mich dann fast (aber nur fast) nicht, ihr nach freundlichem Dank für das Lob vorsichtig mitzuteilen „Ist aber.. ein Junge..“. Sie war – irritiert 😉 (und das Kind nach Bericht über diese Anekdote höchst amüsiert)

Abgründe des Pfandwesens

Nachdem der Supermarkt „Kaufland“ damit wirbt, jegliche Arten von Pfandflaschen und -kästen problemlos zurückzunehmen, bin ich neulich mit einem Großsammelsurium an Wasser-, Saft-, Mate-, Milch- und ähnlichen Flaschen sowie einem Matekasten und einem flaschenlosen Biosaft-Kasten dort eingetroffen. Ein stattliches Sümmlein kam auf dem Rücknahmebon zusammen. Die netten jungen Herren am Rücknahmeschalter sortierten die Flaschen und Fläschchen fleißig in die vor Ort bereitstehenden Kisten ein – nur den Kasten Mate stellten sie separat, wie auch die Biomilchflaschen und einiges andere. Ich dachte mir noch, dass sie dies wohl tun würden, weil es sich um sortimentsfremde Rückgaben handelte. Dann jedoch warfen die beiden den leeren Saftflaschenkasten schwungvoll in einen direkt neben dem „Sonderstapel“ stehenden Plastikmüll-Container. Auf meine irritierte Nachfrage, warum der Kasten denn weggeworfen würde, bekam ich nur ein „Aber wir zahlen ja den Pfand zurück!“. Ich fragte noch einmal. Dieselbe Antwort.

Ich bat dann darum, mir alle von Kaufland nur bezahlten, aber nicht wieder rückgeführten Kästen und Flaschen zurückzugeben, da das zwar zweifelsohne finanziell sehr nett von dem Supermarkt, aber nicht mein Anliegen sei. Und durfte mit dem leeren Mate-Kasten, den Bio-Milchflaschen und dem leeren Saftkasten wieder abziehen. Irritiert wurde extra für mich der Pfandbon noch mal geändert – und ein drittes Mal gesagt: „Aber wir hätten doch den Pfand ausbezahlt!“ Ja, Jungs, sehr nett von euch. Echt.

Mein blondes Mädchen

In der Adventszeit, auf einem Berliner Kinderkarussell, rodeote mein gut kinnlang-blondbehaarter Achtjähriger wohl etwas zu wagemutig auf dem von ihm besetzten Karussellpferd. Daraufhin gab es einen Anraufler vom zuständigen Karussellwart, welcher ihn allerdings eher zu belustigen schien. Nach vollendeter Fahrt fragte ich ihn, was denn gewesen sei. Sein Bericht:

„Ach, der hat zu mir gesagt: ‚Junges Fräulein, aber mal nicht so wild!‘ – Tja, so dumm ist die Welt..“

Kinder und Technik? Ja. Ausdrücklich!

In einer der letzten hartaberfair-Sendungen versammelte Frank Plasberg eine Runde illustrer Experten für Kinder- und Jugendgedöns in seinem Studio. Diese redeten ununterbrochen von den Gefahren des Netzes und der wilden Technik für Kinder, plädierten (namentlich der mir eh in vielem sehr ferne Michael Winterhoff) dafür, Kinder möglichst lange von Internet, Social Media etc. fernzuhalten, und zeigten sich unendlich lebensfern. Einzig Oliver Pocher (eingeladen in seiner Qualifikation als – zumindest in dieser Runde – Fast-Noch-Jugendlicher? Oder als junger Vater mit I-Phone?), der zaghaft lächelnd versuchte, gegen die anderen mit dem Argument „Weltfremdheit“ anzugehen, konnte kurzzeitig bei mir punkten (ein zweites Mal dann, als er etwas trotzig auf die Abschlussrunden-Personenfrage mit „Ich hab ADHS und muss hier raus“ antwortete). Aber ein Gedanke lässt mich seit dieser Sendung eigentlich nicht mehr los:

Wo seid ihr denn, ihr Eltern der sagenumwobenen „Generation Internet“??!! Warum sagt denn keiner mal was gegen diese ständigen Aufrufe zu Kinder-Technik-Verboten?!

Dann eben ich. „Kinder und Technik? Ja. Ausdrücklich!“ weiterlesen

Vorübungen für den 28C3

Eltern-Tipp in Vorbereitung des 28C3: Nehmt Werkzeug und einiges an Elektroschrott mit, setzt die Kids in eine Ecke – und lasst sie einfach mal machen. Findet sich bestimmt auch derdie eine oder andere Nerdmensch, um den lieben Kleinen bei Bedarf zu erklären, was da beim Aufschrauben so zum Vorschein kommt. Unsere Kids haben jetzt schon mehrere Wochenenden schraubend verbracht – ist und bleibt eben spannend zu sehen, was in so ner Festplatte, nem alten DVD-Player, ner VHS-Kassette,.. innen so drin ist. Und was man da alles draus Neues basteln und schraubseln kann! …Nach unseren privaten Erfahrungen damit vermutlich länger fesselnd als die Lego-Baustelle beim Congress (womit ich diese keinesfalls diskreditieren möchte, ist wirklich super, dass es die Jahr für Jahr gibt!).

So ein „Mal reinschauen – Technik-Gefrickle für MiniNerds“ wäre doch vielleicht wirklich.. (Gäben die Workshop-Raumkapazitäten das denn her vor Ort? Und – hätten manche von euch da auch Interesse dran? Und – ist es für solche Ideen jetzt nicht eigentlich leider schon zu spät?)

Gebrannte Mandeln

Ist ja mein Blog, und da kann ich bloggen, was ich will. Und wenns ein Rezept ist. Auf vielfachen privaten Wunsch daher: Supereasy blitzschnell gebrannte Mandeln herstellen. Dauert nur ca. 10 Minuten, macht garantiert Eindruck (WAAAAAS, DAS MACHST DU SELBER??!!) und klappt auch in Nerdküchen. Ihr braucht nur ne große Pfanne, zwei Löffel, Zucker, bisschen Wasser und Mandeln. „Gebrannte Mandeln“ weiterlesen