In der ersten Reihe, vorne rechts von der Bühne im Grips-Theater, sitzt ein kleiner Junge. Ungefähr sechs Jahre alt. Er ist dabei, vertieft und eingetaucht in die Geschichte von Pauline, Meena und Malik, fiebert mit, ist entsetzt, beeindruckt, erfreut und schockiert, so, wie die Situationen der Geschichte eben verlaufen. Und er ist mutig, bereit, traut sich zu antworten, als die Schauspieler nach einer guten Stunde eindringlichen, schnellen, interaktiven Spielens zum Thema Wasser, Globalisierung und Ausbeutung ins Publikum fragen: „Was können wir tun? Wir, hier?“ Ihm kommt die naheliegende Idee, dass wir, wir hier, Baumwolle, deren Anbau Menschen krank macht und arm lässt, nicht kaufen sollten, sondern solche, die so angebaut wird, dass sie andere nicht krank macht und arm lässt, und er sagt das laut, und viele der Erwachsenen im Raum, auch ich, halten uns beschämt bedeckt. Und dann singt dieser kleine Junge für sich und für seine kleine Welt und für alle am lautesten mit, als das Mitmachstück „Wasser ist kein blaues Gold“ angestimmt wird. „Durst“ weiterlesen