Nicht die ganze Welt ist schlecht. Ein mich echt berührender Netzfund:
„Computerdiebe realisieren, dass sie ein Zentrum für Opfer sexueller Gewalt ausgeraubt haben. Und bringen alles zurück.
http://bit.ly/19eVfdt“(Quelle: Twitter/smsteinitz)
Autor: manu
Aufreger: „Verschlüsselte Mails“ im Radio
Der Liebste fuhr gestern zwischen diversen Terminen durch die Stadt. Radiohörend. Irgendwann rief er mich an, sozusagen schon durchs Telefon puterrot bellend, ob ich auch diesen PR-Scheiß gehört hätte auf radioeins, und dass er es ja nun wirklich nicht fassen könne. „Die sind doch sonst nicht so doof!“ Hilfe!, so aufgebracht hab ich ihn selten erlebt, und das heißt wirklich was – ihr müsst wissen, schon als Kind im Ferienlager beim Neptunfest bekam er, wie mir zugetragen wurde, mal den Titel „ruhigstes Eichhörnchen des Jahres“ oder so ähnlich… Jedenfalls hat er dem Lieblingsradiosender abends ’ne gepfefferte Mail geschrieben. Und mir eine Kopie davon mit der Erlaubnis des Verbloggens soeben freundlich zur Verfügung gestellt.
Hallo,
könnt Ihr bitte aufhören, den PR-Blödsinn, dass die Telekom, GMX usw. in Deutschland jetzt verschlüsselt und damit sicher anbieten, über die Nachrichten zu verbreiten. Das ist ja wohl nicht Euer Ernst, dass Ihr
dass in die Welt posaunt, ohne es zu hinterfragen. Durch die angekündigten Maßnahmen wird technisch nichts sicherer, außer der Kommunikation zwischen den beteiligten Unternehmen, die E-Mails selbst werden aber nicht verschlüsselt, nur die Kommunikation der Mailserver. Die Mails liegen dann immer noch unverschlüsselt auf den Servern von Telekom & Co. Das ist pure PR, die sich in Zeiten der zunehmenden Überwachung prima unter die Leute bringen läßt.
Vergleiche auch hier: http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-08/email-telekom-gmx-verschluesseltDiese Kritik hätte ich mir auch von Radio1 gewünscht!
Vielen Dank
Einschulungstipp
Falls jemand von euch in die Verlegenheit kommt, aktuell einem Schultütenkind ein Buch schenken zu wollen, hätte ich da ’nen Tipp. Groß-ar-tig!! Klick aufs Bild führt zu meiner Buchbesprechung auf buuu.ch.
Fell
„Warum rasierst du dir eigentlich die Beinhaare ab?“ Liebe Tochter, das ist eine der schwereren Fragen an eine Mutter, die sonst vieles nicht so macht wie „die anderen“. Die euch Kindern vorzuleben versucht, dass ihr euch nicht nach dem richten sollt, was andere euch vorgeben, sondern nach dem, was euch euer Herz sagt. Ich könnte antworten mit „weil ich das so schöner finde“, aber ich bin mir nicht sicher, ob das stimmt. Genau genommen weiß ich nämlich gar nicht mehr, wie meine Beine mit ausgewachsenen Haaren aussehen würden. Obwohl, ich erinnere mich durchaus, als ich ungefähr so alt war wie du, liebe Tochter, so mit sieben oder acht, da fand ich bereits in dem DDR-Ferienlager, in das ich immer fuhr, und in dem sich vermutlich weder Erzieherinnen noch Erzieher die Beine oder die Achseln oder sonstewas rasierten, also da fand ich bereits: Ich hab ganz schön viele Haare an den Beinen. Es war damals wohl nur so eine Feststellung, genau wie deine diesen Sommer, nachdem du anscheinend von anderen Kindern darauf gebracht wurdest: „Mama, im Zeltlager haben welche gesagt, ich hätte ganz schön viele Haare an den Beinen.“ Noch scheint es dir nichts weiter zu bedeuten, aber ich ahne, dass die Haare schon in zwei, drei Jahren ein umfassenderes Thema sein werden. So wie bei der Tochter einer Freundin, elf oder zwölf gerade, die sich jetzt auf jeden Fall auch die Beine rasieren will. „Das machen eben alle.“ Alle Mädchen. Aber warum? Und was macht das mit dir? Mit euch? Mit uns?
Liebe Tochter, deine Kopfhaare sind schon heute nicht strohblond. Deine Körperhaare werden es wohl also auch nicht sein, meine jedenfalls sind recht dunkel. Wie unfair, wirst du vielleicht eines Tages einmal denken, und vielleicht wirst du dann auch mal, wie ich, probieren, sie zu blondieren. Bei mir hat das nicht funktioniert, meine Haut hat es nicht gut weggesteckt. Genauso wenig wie all diese Enthaarungscremes, die Elektroepilierversuche, die Klebewachsstreifen. Rasieren bleibt mein Mittel der Qualwahl. Oder die Pinzette – so manchen freien Nachmittag habe ich schon damit zugebracht, sie einzeln mit einer Pinzette in Wuchsrichtung aus der Haut zu ziehen, das tut dann nämlich fast nicht weh. „Aber das dauert ewig, was du in der Zeit sonst noch alles hättest machen können,..“, würdest du vielleicht antworten, wenn ich dir all dies erzählte, und dann würdest du vielleicht noch ein weiteres Mal nach dem ‚Warum‘ fragen, und ich hätte weiter keine bessere Antwort als „Das machen eben alle“. Entschuldige meine Unzulänglichkeit.
Ich frage mich ja auch Dinge, zum Beispiel, wie es wohl sein wird, wenn das in deinem Umfeld auch alle machen, all deine Freundinnen, Bekannten, du. Werden wir dann Rasieraufklärungsgespräche führen, in denen ich dir am lebenden Beispiel nicht nur die Narben vom Draußentoben als Kind, sondern auch die vielen kleinen Schatten von ehemaligen Schnittwunden zeige und eine sinnvolle Rasiertechnik, damit du dich vielleicht von Anfang an nicht so oft schneidest? Vielleicht wäre es dann gut, dir auch zu erklären, dass enthaarte Beine nicht immer schön und glatt aussehen, sondern von all den guten oder schlechten Behandlungen auch pickelig und wund werden können. Viel lieber aber würde ich dir sagen: Tu’s nicht. Sei, wie du bist. Es wäre nur bei dem unzulänglichen Beispiel, das ich dir biete, allzu unglaubwürdig. Du weißt schließlich schon heute, dass ich nicht ins Schwimmbad gehe ohne kritischen Blick auf meine Körperbehaarung und gegebenenfalls einen dir vermutlich völlig bescheuert erscheinenden Rasierduschgang in der heimischen Badewanne genau vor dem Losgehen. Dir ist schon seit deiner Kleinkindzeit bekannt, dass Frauenbeine pieken, jedenfalls meine, wenn ich die Stoppeln nicht ordnungsgemäß im Griff behalte, und schon als kleines Kind wolltest du sommers deshalb manchmal nicht auf meinen nackten Schenkeln sitzen. Es machte mich traurig, aber dennoch blieb da der Anspruch an die Norm, und es überwog am Ende unfassbarerweise „Das machen eben alle.“ Unbegreiflich, findest du? Entschuldige meine Unzulänglichkeit.
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Video: Überwachungsstaat – was ist das?
(von @manniac via @peterpiksa)
Im Kapitalismus gibt es keine Geschenke.
Da gehst du mit besten Vorsätzen auf eine Demo: Bringst Wasser mit, in kleinen Verschenkflaschen mit nem kreativen Protestspruch, weil es heiß ist und du das ’ne witzige Aktion findest, und schreibst das an dein Fahrrad. Und was passiert? Du triffst eine Menge schockierter Menschen. Menschen, die dich für einen kommerziellen Democaterer halten und wohl vermuten, dass du sowas öfter machst, als kleinen Nebenverdienst, mit finanziellen Ambitionen; Menschen, die erst mal irritiert wieder weglaufen, wenn du auf ihre Frage „Was bekommstn du dafür?“ mit „Ein Dankeschön“ antwortest, um dann nach ein, zwei Minuten wiederzukommen und „Echt jetzt?“ zu fragen. Menschen, die dir von einem Buch erzählen, in dem ein Banker sagt, dass es im Kapitalismus auf der Straße nie Wasser geschenkt gibt, auch nicht, wenn da jemand in Not ist, und die deshalb schmunzelnd meinen, mit dieser kleinen Aktion hätte sich die Welt ein bisschen verändert.
Ich weiß nicht, wer den Kopf mehr schüttelte, so manche Demobesuchenden oder ich. Vermutlich hätte ich ein großes „ZU VERSCHENKEN!“ mit aufs Schild malen sollen, um die Annäherung der Massen zu vereinfachen. Irgendwann ging es auch so. Nun würde ich aber doch gerne wissen, wie viele der Beschenkten, die eigentlich unbedingt etwas spenden wollten, meiner dann geäußerten Bitte nachgekommen sind, doch einfach jemand Bedürftigem heute einen auszugeben, etwas in einen Spendenbecher zu legen oder Was-Auch-Immer…
Wasser trinken gegen Überwachung!
Gleich gehe ich los: Demonstrieren ist angesagt heute. Und da es so heiß ist und ich eigentlich nie ohne irgendein mir sinnvoll und angemessen erscheinendes Aktionsmaterial zu ’ner Demo gehe, habe ich mich entschieden, das Lasteneselchen mal auszureizen: Es wird heute ordentlich beladen anlässlich meiner Miniaktion „Wasser trinken gegen Überwachung!“ 66 kleine Mineralwasserflaschen, beklebt mit Aluspiegelfolie und folgendem Text:
„Für die, die da glauben, Frieden sei aus Bomben und Sicherheit aus Stacheldraht gemacht: Schreib an die Wände, dass Menschen hier wohnen, jetzt ausnahmslos unter Verdacht. Und gib dabei auf dich Acht, dass dich die Kameras nicht sehn, wenn du vorhast, durch die überwachte Welt da draußen zu gehn“ (aus: DOTA, Überwachte Welt)
Wasser trinken gegen Überwachung: eine Miniaktion von @manubloggt – Prost! 😉
Bittebitte: Teilt mit anderen, soll ja keine und keiner hier umkippen vor Hitze!
Hoffen wir, dass das Rad bis zum Demoauftakt nicht zusammengebrochen ist 😉
Demoauftakt 14 Uhr auf dem Heinrichplatz; Strecke: Oranienstraße, Rudi-Dutschke-Straße, Kochstraße, Wilhelmstraße, Behrenstraße, Ebertstraße, Brandenburger Tor (Abschlusskundgebung) – wer’s spontan noch liest (ihr benutzt doch alle RSS-Feader..), kommt doch auch!



Upcycling: Omablusen zu Kinderröcken!
Kinder, die in Bastelhaushalten aufwachsen, scheinen ziemlich bald auch selbst einen Blick dafür zu entwickeln, welche Dinge sich dafür eignen, zu etwas anderem umgewidmet zu werden. Sohn fand neulich irgendwo ein Knäuel alter Gummibänder und baute sich daraus mit einer Plastikschnalle einen ziemlich umwerfenden Gürtel.
Tochter entdeckte vor kurzem in einer Kleiderkiste eine alte Bluse aus einem schönen schwarzen Stoff mit Blümchen und Punkten. Brachte ihn mir, meinte: „Hab schon nachgeguckt. Der Stoff hat keine Löcher, und es gibt viel Fläche ohne Nähte. Daraus hätte ich gerne einen Rock!“
Erbeten, getan. Ein vielleicht zum Nachmachen animierender Blogpost‘.
Charmeur
Der Sohn neulich so: „Mama, die neue Haarfarbe passt aber wirklich gut zu dir.“ Kunstpause. Nachsatz: „Macht dich irgendwie jünger.“ Grins. Neue Kunstpause. Finale: „Und das, obwohl du doch sowieso noch so jung bist!“
Ja, Sohn, Recht haste, deine Mudda ins ne verdammt junge Ische! (und hat die Haare schön :-))
Ich glaub, es ha(c)kt! – Hilfe: Mädels für „Jugend hackt“ gesucht!
Wie hier bereits beschrieben, findet im September in Berlin zum ersten Mal die (nur im Namen) an bekannte sportliche Großereignisse angelegte Veranstaltung „Jugend hackt“ statt.
Programmierinteressierte Kinder & Jugendliche ab 12 treffen sich in Berlin (Anreise von außerhalb wird unter Umständen finanziell unterstützt!) und arbeiten mehrere Tage „wie die Großen“ an unterschiedlichen Programmierprojekten. „Wie die Großen“ hat auch diese echt tolle Kinder-Hack-Veranstaltung ein Problem: Wie mir zu Ohren kam, gibt es bisher wohl noch vergleichsweise wenige Mädchen, die zur Veranstaltung kommen wollen.. Das kann doch wohl nicht sein! Helft bitte mit, „Jugend hackt“ noch bekannter zu machen und Mädels zu ermutigen, sich anzumelden!
Klebt doch einfach DIESEN Veranstaltungsaufruf (pdf) an den Kinderclubeingang in eurem Kiez, sprecht mal mit den Mitarbeitenden im Stadtteilzentrum, schickt die Info an euch bekannte techinteressierte Mädels weiter, verteilt den Aufruf über die Mailingliste eurer Schule, hängts im Supermarkt aus oder im Bioladen oder im Techmarkt im nächsten Einkaufszentrum… Was auch immer.
Tiefgreifende Programmierkenntnisse sind NICHT ZWINGEND erforderlich, Interesse am Coden und erste Schritte in diese Richtung natürlich schon („Wir freuen uns über alle 12- bis 18-Jährigen, die schon einmal Programmiercode geschrieben haben – egal, ob ihr gerade erst HTML lernt oder schon komplizierte Python-Algorithmen baut.“)
Bitte teilt das – und schon mal danke fürs Helfen 🙂 „Ich glaub, es ha(c)kt! – Hilfe: Mädels für „Jugend hackt“ gesucht!“ weiterlesen

