Terminplanung: Man müsste mal.

Morgen noch nichts vor in Berlin? Dann tut doch mal was gegen Überwachung, denn Nichtstun ist ja auch keine Lösung, oder wie annalist es ausdrückt, Sicher ist: Nichts hilf nicht.

Daher hier noch kurz vor knapp eine Kurzfrist-Empfehlung: Auf zu Ausser Reichweite | Outside the Range – UnKonferenz morgen, am 5. April 2014 in Berlin.

Statt Blumen: Speakerinnenliste goes Frauentag

Heute ist Internationaler Frauentag. Bitte, Leute: Keine Blumen! Wir brauchen schließlich keinen weiteren konsumfreudigen Valentins-Mutter-Gedönstag, sondern, ja, auch heute und nach wie vor: Es gilt, zu kämpfen.

Zu kämpfen gegen Ungleichbehandlung. Gegen Lohnungerechtigkeit. Gegen unterschiedliche Behandlung aufgrund des „Risikos“ einer Eltern- oder im konkreten Falle besser gesagt: einer Mutterschaft. Gegen unterschiedliche öffentliche Sichtbarmachung. Zu kämpfen gilt es zum Beispiel gegen #1frautv, also TV-Sendungen im ganz aktuellen, häufig sogar öffentlich-rechtlichen Fernsehen, bei denen zu den geladenen Gästen zu welchem Thema auch immer gerade mal eine oder (außer der ab und an weiblichen Moderatorin) keine Frau gehört. Zu kämpfen gilt es für gleichberechtigte #50Prozent. Zu kämpfen gilt es gegen Panels, auf denen keine oder zu wenig Frauen sitzen. Ha, und zumindest hier gibts jetzt was Neues: Die Speakerinnenliste. Lanciert heute, am Internationalen Frauentag. Digitaler Kampfgeist.

Danke an Railsgirlsberlin, die Entwicklerinnen, die dies stillschweigend und konzentriert umgesetzt haben.
Danke an alle, die das Projekt sonstwie durch immer wieder Drübersprechen am Laufen gehalten haben.
Danke an alle, die es nun weiter füllen, und an all die, die es im Sinne einer besseren Sichtbarmachung von Frauen zukünftig nutzen.

Hoch die Fäuste, Frauen, heraus zum Internationalen Frauentag!

Plateauschuhe verbieten. Bärte verbieten. Für die liebe Sicherheit.

Da ist sie wieder mal, die Forderung nach NOCH mehr Kontrolle: Wegen potenzieller Schuhbombenattentate in Flugzeugen. Hats ja alles schon gegeben, die Bedrohung ist aktuell seit einem verhinderten Schuhbomben-Flugzeug-Attentat 2001. Deshalb sollen nun wohl die Sicherheitskontrollen an Flughäfen noch weiter verstärkt werden, noch mehr Schuhausziehen, Gürtelablegen, Mantelausforschen. Zahnpastascannen. Spiegel online schreibt: „Eine konkrete Bedrohung gebe es zwar nicht, die Kontrollen sollen trotzdem schärfer werden.“

Alles für das liebe Sicherheitsgefühl. „Plateauschuhe verbieten. Bärte verbieten. Für die liebe Sicherheit.“ weiterlesen

Minecraftdenke meets real Berlin City Life

Neulich hat sich Tochter auf dem Weg zur Musikschule verfahren. Ist ne Station zu früh ausgestiegen in der großen breiten Straße mit dem U-Bahn-Viadukt. Da sieht es zugegebenermaßen, zumindest in dem Wollen, dass man doch richtig ist, richtig sein muss, schon so ähnlich aus wie eine Station weiter – aber eben nur _ähnlich_. Nicht gleich. Und vor allem nicht richtig. Sie suchte trotzdem und gerade deshalb bei den aus ihrer Sicht infrage kommenden Häusern nach dem richtigen Eingang, fand ihn natürlich trotz aller guten Bemühungen nicht – aber fand schließlich mit Hilfe eines netten Prenzlbergvaters nebst Kind, die beim Heimweg halfen, zumindest unbeschadet wieder nach Hause. Die Pointe folgt aber noch: Auf meine Frage, ob sie denn nicht gemerkt habe, dass das die falsche Station sein muss, meinte sie mit großen Augen:

„Na ja, ich hab eben gedacht, die haben die Kreuzung UMGEBAUT!“

(- Nichts ist für die Ewigkeit. Angesichts der uns umgebenden Berliner Wanderbaustellen und der Geschwindigkeit, mit der man auch sie schon zumindest in Minecraft ganze neue Welten schaffen kann, ist diese Vermutung in ihrer Welt vermutlich sogar recht… realistisch.)

Obstkisten-Ichhabsgleich: Baut mal wieder!! (oder kauft!)

Inspiriert von einem Freund, der für einen guten Zweck – Geld sammeln für ein soziales Kinder-Lego-Projekt im Kinderkeller in Marzahn – aus alten Europoolpaletten coooole Regale baut (KAUFT, Leute, KAUFT!, SO geht ökologischer Recycling-Sozialverträglichsei-Kapitalismus!! #werb #werb), ließ ich mir von meinem besten Paps selbst zwei Paletten hier „anliefern“. Wollte ich umbauen zu einem Küchen-Kräuter-Regal.

Nun ergab es sich jedoch, dass ich just am Tag vor der Palettenlieferung in einem Supermarkt einkaufen ging, in welchem, sieh an sieh an, Radieschen-Obstkisten weggeworfen werden sollten.

AUF DEN MÜLL! FREVEL WEGWERFGESELLSCHAFT!

Spontan nahm ich mich ihrer an, nun ja, nicht aller, aber drei Obstkisten durften mich begleiten. Schnell jeweils zwei kleine Löcher in die eh fürs Upcycling-Regal gedachte Wand gebohrt, Dübel ‚rein, da hinein jeweils ’nen geraden Schraubhaken. Obstkisten eingehängt, FEDDISCH! An den Seiten noch gebogene Haken nach Bedarf per Hand eingeschraubt, und schon hatte das seit Monaten immer ‚rumschwirrende Teesieb auch endlich einen schönen Platz gefunden. Das ging fix!! Das dritte Kistchen hängte ich an eine andere Wand – Altbau hin oder her, höher als so komm ich auch mit auf den Stuhl klettern nämlich sonst nicht mehr an meine Kräuter (und an die Berglinsen, die ich gaaaaanz oben auf die Kante gestellt habe, kihihi).

Also ick find dett echt supa so. Und aus den zwei schicken rohen Paletten bau ich dann eben.. na ja, halt was anderes. 🙂

Hackts bei euch, Sanetta?!

Soeben erhielt ich eine E-Mail von einem Kinderkleidungsanbieter namens Sanetta, bei welchem ich vor Jahren mal etwas bestellt hatte. In der Mail stand mit Nennung meiner korrekten Kundennummer ein angeblicher Zahlungsausstand, den ich bitte bis zum.. auf eine angegebene Kontoverbindung überweisen solle. Keine vernünftige Signatur, die Absendemailadresse nicht überzeugend – offensichtlich gab es hier ein Problem. Meine Vermutung: Die Kundendatenbank wurde gehackt und irgendjemand versuchte hier möglicherweise eine Abzocke oder so.

Nun hätte ich diese E-Mail einfach ignorieren können, aber weil ich a) ein netter Mensch bin, welcher andere durchaus vor Schaden schützen möchte,
und weil ich b) auch meine Daten nicht in unbefugten Händen wissen möchte,

rief ich bei Sanetta an. Wies die nette Callcenter-Mitarbeiterin, mit der ich sprach, auf diese ominöse Mail hin, bat um Durchstellung an eine verantwortliche Person und/oder um direkte Auskunft. Was ich bekam war ein:

„Oh, Sanetta hatte vor zwei Monaten einen Dienstleisterwechsel. Wenn Sie in den vergangenen Monaten nicht bei Sanetta bestellt haben, können Sie die Mail einfach löschen. Das ist der alte Dienstleister, die hatten ein technisches Problem. Wir hatten heute schon mehrere solcher Anrufe.“

Auf erneute und erneute Nachfrage wurde mir nur noch mitgeteilt, dass der alte Dienstleister wohl „fortuna global“ hieße. Was die nun genau vertraglich mit Sanetta zu tun haben, mit wem ich nun sprach, warum mir dieser alte Dienstleister über eine ominöse help@sanetta-shop.de Mails schickt mit Zahlungsaufforderungen, denen ich aber nach Callcenteraussage nicht nachkommen muss, was das Unternehmen Sanetta hierzu selbst erklärt und ob meine Kundendaten nicht doch in falsche Hände geraten sind und das alles nur ein schlechter Versuch der Ruhigstellung ist, konnte ich leider nicht erfahren. Ich könne, wenn ich wolle, aber an die Absendeadresse der Mail schreiben, dass ich keine offene Rechnung habe. Dann bekäme ich vermutlich auch eine Bestätigung.

Whoot?

Ich mach das jetzt anders und erlaube mir hiermit vielmehr – auch im eventuellen Interesse all derer, die noch solche Mails bekommen haben (und vielleicht doch zahlen. Oder mindestens irritiert sind. Oder so.) – das Unternehmen Sanetta mit diesem Blogpost öffentlich um eine Stellungnahme zu bitten.

Sehr geehrte Damen und Herren, könnten Sie sich bitte erklären? Mit diesem – wenn auch wirklich sehr freundlich und höflich vom Callcenter mitgeteilten – „Löschen Sie einfach“ ist es nämlich in so einer Angelegenheit nicht getan.

Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen
manubloggt aka Manuela Schauerhammer

Vernunft

Neues Elternvergnügen: Die nicht mehr ganz so kleinen Kinder abends mal allein zu Hause lassen, auch ohne Not. Neulich mit den zu Weihnachten geschenkt bekommenen Theaterkarten getestet. Natürlich mit allen komfortablen Schikanen für die liebe Brut – lecker Essen inkl. Süßkram, ne für einen Abend mehr als ausreichende Filmauswahl zu ihrer Verfügung, alles schick.

Als wir kurz vor Mitternacht zurückkamen, fanden wir sie (wie zu erwarten) schlafend auf der Couch.

So weit, so gut. Sie schafften es aber doch noch, uns zu schocken: Als sie nämlich am nächsten Tag auf unsere Frage hin, wie viele Filme sie denn geguckt hätten, meinten: „Ach, nur einen. Dann waren wir doch recht müde. Haben noch Zähne geputzt und dann einfach geschlafen.“ Ich wette, das Erste, was die mit 18 machen, ist, einen Bausparvertrag abzuschließen…

P.S.: Immerhin hat eines der Kinder einigermaßen unangepasst mit aktuell nicht wegzudenkender, quasi am Kopf angewachsener Neonmütze geschlafen. Das ist doch sowas wie… ein zarter Keim von Revoluzzerhaltung. Oder? ;-))

Witz 2.0

„Mama guck mal, mein neues Smartphone!“

(Hä? Ach so, ein Gadget aus so ’ner doofen Kinder-Taschengeld-Zeitschrift.)

„Da ist ’ne total coole App drauf!“

„Aha?“

„Ja! KANN RADIEREN!“

Zeit.

Ich habe keine. Oder doch, denn ich nehme sie mir. Für alles Mögliche, dieses Blog gehörte in den letzten Wochen nicht dazu. Nein, trotz eurer lieben Anfragen, ich kann hier jetzt nichts mehr umstellen auf bessere Lesebarkeiten, bessere Feeds,… – auf meiner 2014-ToDo-Liste steht (von ’13 verschoben #räusper) schließlich ein kompletter Relaunch. Wenn ich jetzt was tun würde, würde ich das dann nicht tun. Oder so. Wo ich doch die letzten Wochen schon fast nicht mehr zum Bloggen gekommen bin…

In den nächsten Tagen wird sich jedenfalls letzterer Eindruck hoffentlich ändern: Ich plane nachzubloggen. Heißt: Die Zeit zwischen 5. Dezember und heute wird sich zumindest mit einigen neuen alten Einträgen füllen. Zeitsprünge. Kleine Reisen zurück. Weil ich es kann, nämlich. Viel Spaß.