Auch im WorldWideWeb kann man herumlaufen, frei und leicht, wohin einen die virtuellen Füße tragen. Doch mehr und mehr ist er hinter einem her, der dunkle unbekannte Schatten, bei dem man nachts allein im Park immer schneller gehen würde. Nur: Der Netz-Schatten gehört zu dem, der eigentlich für unsere Rechte, für unsere Freiheit stehen, diese schützen und garantieren sollte: Zu Vater Staat.
„virtual candle: Schützt unsere Freiheit!“ weiterlesen
Relativitätstheorie
Das dreijährige Töchterlein morgens beim Treppe herabsteigen mit Blick auf Mamas absatzbeschuhte Füße:
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Fortpflanzung
„Du, Mama, wenn ich groß bin, dann kommt bei mir auch ein Baby raus, ja?
– Und wann kommt Dein Baby raus, Mama?“ „Fortpflanzung“ weiterlesen
Phantasialand
Neulich morgens in einer Berliner Altbauwohnung: Ein verzweifelter Junge sucht seinen kleinen Matchbox-Abschleppwagen. „Ich hab den gestern Abend DA hingestellt. Ich weiß es GANZ genau!“ Mama sucht mit, ohne Spur. Anruf beim Papa, der schon unterwegs ist, es aber auch nicht weiß. Schließlich Befragung der kleinen Schwester. „Weißt DU, wo mein Abschlepper ist?“ „Phantasialand“ weiterlesen
digital paradise
Neulich bei einer Debatte zum Themenbereich Generationen und Demokratie: In einer Diskussionsrunde werden Familienkommunikationsprobleme als Folge des kompletten technischen Versagens der Eltern, die als „digital immigrants“ ihren Kindern, den „digital natives“, völlig unterlegen seien, dargestellt. Ich will das gar nicht bezweifeln, das Ganze war wirklich interessant. Vor allem aber auch durch die ganz persönliche Erkenntnis: Ein Glück – allzu alt können wir wohl doch noch nicht sein.* „digital paradise“ weiterlesen
Generation Porno
Ich glaube, ich bin alt. Oder spießig. Oder verklemmt. Oder weltfremd. Oder alles zusammen. Jedenfalls fühlte ich mich heute so, als ich einige Stationen mit der Straßenbahn fuhr. Voll war’s, das ist es ja meistens, und das war auch nicht das Thema. Zeitunglesen kann ich normalerweise auch in beengten Verhältnissen. Aber eine gewisse Konzentrationsfähigkeit braucht es dazu – und die wurde heute arg eingeschränkt: Es war nämlich Schulschlusszeit, und so fuhr ein Grüppchen eigentlich ganz normaler, etwa (höchstens..) 13-14jähriger Halbwüchsiger mit, ungefähr fünf Stück. Offensichtlich waren sie gut miteinander befreundet und ich glaube, sie versuchten, sich miteinander zu unterhalten. „Generation Porno“ weiterlesen
Der Ton macht die Musik
Donnerstag zwischen Job und einer Abendveranstaltung, eine kleine Frau läuft mit einem Stapel an Zeitschriften und Papieren durch die Berliner Friedrichstraße und spielt mit dem Gedanken an eine kleine Erholungspause zwischen ihren Programmpunkten, sprich: mit dem Gedanken an einen kurzen Shoppingabstecher. Nur: Was tun mit dem großen Unterlagenstapel? Damit shoppt es sich so schlecht. Wäre ja schön, wenn frau dafür eine Tüte zum Verstauen hätte. „Der Ton macht die Musik“ weiterlesen
Kindergeburtstag
Wie gerne wäre unsere Kleine neulich fünf geworden. Fünf ist nämlich richtig groß. Zwei zu sein, hat sie ungefähr das letzte halbe Jahr (seitdem sie sich mit dem Thema beschäftigt – also seit dem Geburtstag des großen Bruders) verweigert, denn „zwei ist KLEIN!“. Sie war seitdem also mindestens vier – welch ein Glück, dass sie etwa zwei Wochen vor ihrem Geburtstag entdeckte, dass drei „kleingroß“ ist, und kleingroß ist wohl ganz okay. So wurde die angeblich Vierjährige als nun endlich drei, war entsprechend auch mit einer großen Smarties-belegten „3“ auf dem Kuchen, den wir gemeinsam für den Kinderladen backten, einverstanden, und selbstverständlich auch mit (nur) drei Geburtstagskuchenkerzen. „Kindergeburtstag“ weiterlesen
Konsequenz
Da stand ich heute an der Supermarktkasse und hatte -dank mit auswählendem Pimpelchen (Mama, das brauchen wir aber WIIRK-LICH auch noch!)- den Korb viel zu voll gepackt. „Konsequenz“ weiterlesen
Dialekt
Heute beim Abendbrot: Der kleine große m reimt. „Hör mal Mama: Was reimt sich auf Fleisch? – Teisch! Gleisch! Reisch! Aber Mülsch nich!“