Habe gerade eine interessante Studienarbeit, die im Rahmen eines Seminars zum Thema „Diversity Ansätze in der Produktentwicklung“ an der Fachhochschule Wolfenbüttel erstellt wurde, gefunden: Die Studienarbeit aus dem Jahr 2007 untersucht „Gender-Aspekte bei den Betriebssystemen Windows Vista und Linux-KDE“. In der Zusammenfassung der Arbeit heißt es:
Es lässt sich feststellen, dass es bis auf wenige Ausnahmen keine Ausgrenzung von weiblichen oder männlichen Nutzergruppen sowohl bei Windows Vista als auch bei Linux-KDE gibt. Windows Vista geht beim direkten Vergleich leicht in Führung. Besonders die
Unabhängigkeit von der Konsole und die geschlechtsneutralen Dokumentations- und Hilfetexte zeichnen Windows Vista gegenüber Linux-KDE aus. Die in Abschnitt 3.7.2 festgestellte Gefahr der zunehmenden Verschmelzung des Betriebssystems mit dem Internet ist im Bereich der Genderneutralität eine große Herausforderung für die Zukunft und wird in zunehmendem Maße auch für Windows Vista und alle folgenden Betriebssysteme ein wichtiges Thema sein.
Im Zusammenhang mit meinem Frauenzeitschriften-Und-Technik-Blogpost dürfte manche von euch hier Lesenden über die Frage nach dem geeigneteren Betriebssystem hinaus auch folgendes Zitat aus der Arbeit (S.6) interessieren:
Die Computernutzungsprofile von Frauen und Männer weisen schon oft im Schulalter Unterschiede auf. Während Mädchen eher Mal-, Zeichen-, Textverarbeitungs- oder Lernprogramme nutzten, sind Jungen verstärkt mit Computerspielen beschäftigt. „Die Differenzen zwischen den Geschlechtern sind allerdings im wesentlichen von der Bildung abhängig … . Am stärksten zeigen sich geschlechterspezifische Unterschiede in den in der Freizeit genutzten medialen Bereichen“. (Schinzel, 2006) Eine Umfrage (SINUS, 2000) zeigte große Differenzen der freizeitlichen Computernutztung. Des Weiteren gaben 35% der männlichen Befragten an, dass der Computer zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen zählt. Bei den Weiblichen waren es nur 7% (Collmer, 2001). Weitere Untersuchungen ergaben, dass Mädchen und Frauen seltener einen eigenen Computer im Besitz haben und daraus resultierend sich weniger mit dieser Technik beschäftigen.
Die ganze Arbeit könnt ihr hier als pdf abrufen.