Post vom Anwalt

So, nach einem angeheiterten Abend, einer irgendwie wohl ernstzunehmenden Nachricht, einer ausgeschlafenen Nacht – sind die Mäuse aus dem Haus, tanzen die Katzen auf den Tischen oder so… – einem unglaublich aufbauenden Feedback auf meine schlichte Mitteilung gestern Abend, dass mir eine Klage angedroht wird, wenn ich einen Artikel nicht lösche, und einer ersten Beratung durch juristisch etwas versiertere Menschen als ich selbst es bin, stelle ich nun im Sinne der Transparenz den mir gestern per Einschreiben überstellten Brief zur allseitigen Einsichtnahme online. Könnt Ihr ansehen, indem Ihr hier auf diesen Link (pdf-Abruf) klickt.

Ravensburger zu Carpe Diem zu manubloggt

Wie einige vielleicht bei Twitter mitbekommen haben, erreichte mich heute ein anwaltlicher Brief (Text folgt in separatem Post‘), aus welchem hervorgeht, ich möge doch bis 27.10. einen meiner Artikel löschen, sonst drohten mir eine Klage wegen angeblicher Verleumdung und Schadenersatzforderungen. Das zu klären, werde ich mich natürlich anstrengen, daher hier nun einiges in Sachen Transparenz.

Nachstehende Mail eines Verantwortlichen für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Ravensburger ging mir am 02.07.2010 zu – ich hatte den Kommentar nie meinerseits an den Artikel Datenklau im Klassenzimmer angefügt, da ich dem Herrn gemailt hatte, er möge das doch selbst einfügen, dann war er aber im Urlaub und wie das immer so ist… Aber in Anbetracht der Tatsache, dass die Carpe Diem AG nun droht, mich zu verklagen, wenn ich den Artikel nicht von der Seite nehme, hier doch der Text des Mitarbeiters von Ravensburger. „Ravensburger zu Carpe Diem zu manubloggt“ weiterlesen

LSD

Mit Kindern erlebt man schon was… Zu den Ereignissen der besonderen Art gehört es da wohl, beispielsweise beim ersten LSD-Trip des eigenen Sprösslings, knapp 7, dabeizusein. Das hätte es in meiner Kindheit nicht gegeben! „LSD“ weiterlesen

Netzspaziergang

Neulich morgens, mit der Kleinen auf dem Weg zum Kinderladen, treffe ich eine liebe Bekannte: die Mutter eines Schulfreunds des kleinen Großen, ziemlich ökig, waldorffreundlich, biologisch stets korrekt, die mit wildem Lockenkopf und noch recht müde-verträumten Schrittes in pantoffelartigen Lederschühchen und wunderhübschem Wollfilzmantel durch ein Pankower Gässlein bummelte.

Wohin sie wolle, fragte ich sie. Die Antwort ließ mich fast hintenüber kippen: Ach, sie gehe nur mal kurz… ins Internet!

(In diesem ursprünglichen Wortsinn ist mir, die ich dies gerade aus der S-Bahn blogge, diese Redewendung wohl noch nie vorgekommen…) 😉

Karneval

Oh-oh: Als ich heute morgen aus dem Bad kam, schaute mich das liebe Kind streng an, legte den Kopf schief, runzelte die Augenbrauen und fragte schließlich: „Du, sag mal, Mama,…“, (kunstvolle Sprechpause), „Warum hast du dich maskiert?!“

– Im Sinne von Kindermund tut Wahrheit kund bin ich nun doch etwas skeptisch bezüglich meines heutigen Stylings. Ich fand es eigentlich insgesamt so ganz hübsch..

Sommerpause? Och, nö.

Weil Klagen kommen: Nein, das Blog hier soll nicht verhungern. Nein, ich bin nicht ausgewandert (schon gar nicht aus dem Netz..). Und nein, ich hab die werte Leserschaft auch nicht vergessen.

Aber: Ich hab da noch so ein kleines bisschen was zu tun…

Da gibts aktuell neben Job, Kindern und allgemeinem Politikgewusel insbesondere so eine Veranstaltung, zu der wir uns dann hoffentlich alle treffen:

Wir sehen uns doch am Sonnabend in zwei Wochen, am 11. September, im Namen von Freiheit statt Angst?!

Falls ihr bis dahin noch die eine oder andere Idee habt, wie und wo ihr mit Plakaten, Flyern, Bannern, Mails oder ähnlichem für diese Veranstaltung Aufmerksamkeit erzeugen könnt: Nur zu nur zu nur zu!!!

Materialien gibts hier oder in Berlin im Bündnis-Aktionsbüro in der Hessischen Straße.

So, und wer jetzt dennoch noch nicht weiß, womit er sie es sich in den nächsten Tagen die Zeit vertreiben soll, darf gerne bei uns Kinder bespaßen, aufräumen kommen oder für uns Essen kaufen. Wir haben nämlich echt zu tun!

Zementierte Geschlechterrollen

Ja, mein Mädchen trägt gerne rosa Kleider. Ja, mein Junge mag keine Schleifchen im Haar. Ja, Kinder leben und erleben die sie umgebende Welt und suchen sich ihre ganz persönliche Rolle in dieser, durchaus auch geprägt von Geschlechterstereotypen.

Gerade daher aber ist es mir wichtig, mich dafür einzusetzen, starr vorgegebene Rollen infragezustellen: Es gibt zwar bestimmte Vorstellungen über angeblich geschlechtsbezogene Eigenschaften und Rollenbilder, die unsere Gesellschaft prägen, aber damit sind diese längst noch nicht komplett naturgegeben (vielleicht in Teilen, vielleicht auch überhaupt nicht, hieran scheiden sich ja die wissenschaftlichen Geister) und in der Folge auch nicht unveränderbar.

Auf der Internetseite der Zeitschrift Eltern stieß ich auf diesen Artikel, in welchem sich der Autor Wolfgang Bergmann, Erziehungswissenschaftler und Leiter des Instituts für Kinderpsychologie und Lerntherapie in Hannover, für ein wichtiges Thema einsetzt; jedoch unter der (nicht einmal offen erklärten!) Annahme, dass bestimmte charakterliche Eigenschaften geschlechtsverknüpft seien. Dies ärgerte mich so sehr, dass ich einen Kommentar veröffentlichen wollte. Der sprengte aber den Rahmen von eltern.de – und darum steht mein Kommentar jetzt hier.

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Bonjour Tristesse

Es scheint ihn echt getroffen zu haben: Nicht nur gestern, direkt nach DEM Spiel, waren Betroffenheit, Unverständnis und wohl auch ein bisschen Wut groß bei unserem kleinen WM-Fan. Auch heute morgen wäre er am liebsten gar nicht aufgestanden (sicher ein Stück weit auch in dem Wissen, dass Sommerferien sind). Um dann den Schmerz auch weiter richtig zu pflegen, hörte er die guten Sportfreunde Stiller, die ihn die letzten Wochen begleiteten. Ach, wären wir doch bloß ein bisschen mehr „Pelikan“* gewesen!…

54, 74, 90, 2010 ja so stimmen wir alle ein, mit dem Herz in der Hand und der Leidenschaft im Bein wolln wir wenigstens Dritte sein! „Bonjour Tristesse“ weiterlesen

Vom Brüderle, der kein großer Bruder sein wollte. Oder doch?

Die erfreulichste Meldung, die mich seit Sonntag Abend beschäftigt, ist die der Verkündung, dass Elena, der Elektronische Entgeltnachweis, nun wohl doch – jedenfalls vorerst – vielleicht nicht kommen wird: Der Bundeswirtschaftsminister Brüderle hat sich am Sonntagabend gegen das Verfahren geäußert und wird sich wohl für eine Aussetzung desselben starkmachen. Doch der Teufel steckt im Detail: „Vom Brüderle, der kein großer Bruder sein wollte. Oder doch?“ weiterlesen