Nachdem für den heutigen Tag extreme Wetterverhältnisse in der Stadt prognostiziert waren -von 35 Grad über Gewitter zu 18-20 Grad nach Starkregen und Sturm-, war ich hinsichtlich der Nachmittags-Kinderbeschäftigungspläne doch etwas unsicher. Dienstags ist bei uns nämlich Kindersport, den die beiden m’s heiß und innig lieben, der aber ob einer ungünstigen Verkehrsanbindung vom Kinderladen aus nur nach halbstündigem Fußmarsch erreichbar ist. Und das bei der Wetterprognose?Nachdem es am frühen Nachmittag wolkentechnisch schon dramatisch aussah, entspannte sich die Situation nach einem ersten Gewitter wieder; es klarte sogar ein bisschen auf, sodass ich mich entschied, den Kindern den Spaß nicht zu verderben. Solange wir wenigstens auf dem Hinweg trocken blieben.. Auf zum Sport also. Ging auch alles gut, die Himpelchen waren glücklich, allet schick. Dann jedoch der Rückweg.
Sporttür öffnen – erdrückende Schwüle. Ein Blick an den Himmel: Aufbäumende Massen von grau. Wolkentürme, hinter denen der stadtunbekannte, geografisch nicht bewanderte Fremde ein Bergmassiv hätte vermuten können. Mit jedem Meter Fußweg mehr und mehr böiger Wind.
Glücklicherweise erwischten wir genau im richtigen Moment einen Bus: Mit dem Türenschließen blitzte und donnerte es, und quasi zeitgleich setzte der Regen ein. Obwohl die Bezeichnung Regen es nicht wirklich beschreibt: Wahre Sturzbäche ergossen sich da in wenigen Sekunden, erstaunlich, dass der Busfahrer das Vehikel in den Fluten überhaupt noch bewegen konnte. Leider mussten wir schon nach zwei Stationen aussteigen.
Und so kam, was kommen musste – wir wurden geduscht. Innerhalb von zwei Minuten klitschplitschplatschnass, mit wasserquietschenden Schuhen und triefenden Klamotten bis durch auf die Haut. „Egal, ist doch (fast) schon Sommer!“, schrie der im Prasselsturzbachregen pfützenspringend vor mir nach Hause rennende, vor Aufregung überquietschige kleine große m, während die kleine kleine m im Buggy unterm bis auf den Bügel heruntergeklappten Verdeck zwitschen Entzücken und Panik lachend kreischte und sich zumindest die Füße aufweichen ließ.
In etwa so wie auf diesem Foto, welches eine liebe Freundin heute in Schöneberg aufnahm und mir freundlicherweise zur Verfügung stellte, sah das auch bei uns am späten Nachmittag aus. Übrigens setzte der Regen natürlich selbstverständlich genau nach den paar Minuten, die wir rennend von der Bushaltestelle bis zur Haustür brauchten, wieder aus, aber das war ja eh klar 😉
Jetzt, kurz nach neun abends, ist hier trotz der diese Nacht angeblich weiter bevorstehenden Unwetterschübe noch herrlich hellblauer Frühlingsabendhimmel… Ich bin gespannt, was da noch (runter)kommt heute.
War bei uns ähnlich. Cooles Foto.