Seit Tagen wische, reibe, schmiere ich in jeder freien Minute, hantiere mit Spiritus und Petroleum. Lerne, dass sich in einem Elektromotor Kohle befindet (lacht nicht: Ich wusste das nicht bisher), ermittle Keilriemengrößen und versuche herauszufinden, wie das mit 220V- versus 230V-Anschlüssen ist. Meine Hände sehen aus wie die von meinem Papa, wenn er zu lange in der Werkstatt geschraubt hat. Und warum? Damit mein Geburtstagsgeschenk an mich bis zu meinem nahenden Geburtstag auch läuft. Es steht nämlich schon in meinem Büro, neben meinem Schreibtisch, der kurzfristig für dieses kleine neue Spielzeug auch komplett ausgetauscht werden musste, und lenkt mich mächtig ab…
Das neue alte Spielzeug: Eine eiserne Lady aus den 1950er Jahren. Eine Industrienähmaschine. Eine Pfaff 138-115.
Was ich damit, wenn sie erst mal läuft, nicht nähen kann, liegt dann wohl an mir und lässt sich nicht mehr aufs Maschinchen abwälzen. Aber bis sie wirklich läuft, ist es noch ein respektabler Weg.
Wollt ihr schon mal schauen?