Werbeberatung

Gestern beim Einkaufen: Die Kinder erbetteln sich Müller-Joghurt, wo auf dem Deckel Piraten bzw. Prinzessinnen aufgedruckt sind. Etwas angenervt versuche ich, dem kleinen großen m zu erklären, was mich daran stört: Dass er der Werbung auf den Leim geht, wenn er nur auf die Verpackung guckt und nicht mal wissen will, was für eine Sorte Joghurt da drin ist. Er sei da in die Werbefalle gegangen. „Aber das ist mir EGAL! Diese Joghurts sind doch IMMER lecker!“ Und dann:
„DU bist doch in die Falle gegangen. Weil die das Bild doch draufmachen, damit die Kinder das wollen, und das dann ihren Eltern ganz oft sagen. Und DIE kaufen das dann.“

A-ha. Jetzt verstehe ich das mit der Quengelware ein bisschen besser. mein Kind, danke für die Aufklärung 😉

Übrigens hat der Joghurt dann wohl wirklich geschmeckt – er hat sogar auch noch den der kleinen Schwester gegessen, die nur die kleine Ecke mit den „Cornflakes-Bonbons“ ausknabberte und ihren rosa Himbeerjoghurt eigentlich nicht gebraucht hätte…

1 Gedanke zu „Werbeberatung“

  1. Hach ja. Unsere Kinder gehen mit der Werbung einfach ganz souverän um.
    S.: „Mama, warum gab es als du Kind warst noch keine Power Miners?“ Ich: Erklärung, dass es immer neue Legosachen gibt, weil die Kinder sonst ja zufrieden mit ihren ausreichend vorhandenen Spielsachen spielen wollen. Weil die Leute von Lego aber Geld verdienen wollen, erfinden die immer neue Sachen und Geschichten dazu, damit die Kinder ihre Eltern anquengeln, weil sie die neuen Sachen haben wollen.
    S., mit dem befriedigten Gesichtsausdruck eines 5jährigen, der alles, alles weiß: „Ja. Und deshalb will ich ALLE Power Miners haben!“

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