Kinderfernsehen

Zufällig mitbekommen: Sonntag, 19:25 im Kika eine Kinder-Info-Sendung zum Thema Mücken. „Warum juckt ein Mückenstich?“ und so. Hörte sich gut an – zumal wir dieses Jahr nach Schweden fahren, mitten in den Wald & ans Wasser. Mückenstiche gibt’s da sozusagen als Gratis-Reisezubehör gleich mitgeliefert. Da insbesondere unser großer Herr Kleingroß bisher eher empfindlich bis panisch auf kleinere Hautverletzungen, Stiche und Co reagiert, dachte ich in mütterlich-gutmütiger Naivität, diese aufklärerische Sendung könnte hier vielleicht ein bisschen relativierende Abhilfe schaffen.
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Stadtgespräch

via Netzpolitik.org

Vorgestern am späten Nachmittag: Söhnchen entdeckt auf dem Heimweg in Kinderaugenhöhe nebenstehendes Plakat, will wissen, was da steht, „und warum ist da so ein Kreuz drauf und ein schwarzer Rahmen drum?“

Unweit von uns an der Straßenecke ein freundlich beobachtender, offenbar zuhörender alter Mann. Ich entscheide mich mal dafür, Deutsch zu reden (sonst Frz.) – vielleicht kläre ich den Herrn ja gleich mit auf dabei. Nette Möglichkeit für mini-bürgerschaftliches Engagement am Abend, sozusagen.
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Gute Gründe

(gefunden bei wirres.net)

es gibt immer vermeintlich gute gründe böses zu tun:
rock and roll musik verbieten, um die jugend zu schützen.
nutella mit dem finger essen, um hungerattacken zu bekämpfen.
musikfans in grund und boden klagen, um „die kreativen“ zu schützen.
anti-personen-minen bauen, um deutsche arbeitsplätze zu schaffen.
atombomben über zwei japanischen städten abwerfen um einen krieg zu beenden.
belgrad bombardieren, um die serben davon abzubringen, albaner zu vertreiben und das Kosovo „ethnisch zu säubern“.
einen korrupten und folternden monarchen zu unterstützen und eine demokratisch gewählte regierung zu stürzen, um für stabilität im nahen osten zu sorgen.
terror-verdächtige foltern, um menschen zu retten.
zur denunziation aufrufen, um die nation zu retten.

(ganzen Artikel lesen: hier entlang)

Kindermund: Netzsperren

Abends im Netz, neben surfendem Mann und vergnügt tobenden Kindern. Irgendwann melden diese ganz unvirtuell Elternbedarf an. „Oder müsst ihr noch was gegen die machen, die das Internet verstecken wollen?“

Jepp.

Wir haben dann natürlich -politisches Engagement und Lesedrang hin oder her- doch auch ganz praktisch mit unseren Kindern gespielt. Aber das war eh klar, oder?

Keine Zensur! – Mahnwache am Brandenburger Tor

Heute morgen um neun pilgerten wir durchs Brandenburger Tor, um uns hinter ebendiesem der „Spitze des Eisbergs“ (wie der Sprengel von einem Redner genannt wurde) der Internet-Zensursperren-Gegner anzuschließen. Wenigstens ein Zeichen setzen.

Das Ganze war meiner Meinung nach eine echt gute Aktion – wenn auch die Einflussnahme auf die Abgeordneten dadurch nur gering bleiben wird. Andererseits, und das schreibe ich jetzt hier mit viel persönlichem Utopismus: Ich verfolge ja seit Jahren die Strategie des weichen Wassers, was den Stein bricht* – warum jetzt auf einmal pessimistisch werden? 😉

Was mich persönlich gefreut hat, ist, dass meine Spontaneingebung, mit einem Trauerblumenstrauß (also zweien – meinereinem und dem von save-privacy ;- ) auf der manif zu erscheinen, so gut aufgenommen wurde. Es kam sogar noch zu einer gemeinschaftlichen Kranz-bzw. Straußniederlegung vor dem Reichstag. Danke denen, die sich uns spontan angeschlossen und diese kleine Randaktion mitgetragen haben. Fotos lädt M gleich hier hoch übrigens.

*Es reißt die schwersten Mauern ein, und sind wir schwach, und sind wir klein, wir wollen wie das Wasser sein, das weiche Wasser bricht den Stein.

Erklärung des Online-Beirats der SPD

Wir fordern die SPD-Fraktion auf, gegen das geplante Gesetz zu den Netzsperren („Kinderpornographiebekämpfungsgesetz“) zu stimmen. Der mit der Union ausgehandelte Kompromiss ist absolut inakzeptabel, was man bereits an der Begeisterung erkennt, mit dem der Koalitionspartner zugestimmt hat.

Unter den vielen Gründen, die für die Ablehnung sprechen, möchten wir drei besonders herausheben. „Erklärung des Online-Beirats der SPD“ weiterlesen

Zeichen und Wunder – oder auch nicht (Update)

Hach ja, was nützt die schönste Euphorie: Schon vor dem morgigen Parteitag wurde vom SPD-Parteivorstand der Antrag gegen das Internetsperren-Gesetz abgelehnt und ein Parteivorstands-Beschluss zum Thema erstellt. Hier gibt es den Beschluss als pdf zum Download.

Die Begründungspunkte erscheinen einem Laien (Leyen?!) sicherlich beim ersten Lesen plausibel. Aber
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Zeichen und Wunder

Es gibt da was, das gibt’s gar nicht, würde man meinen, wenn man dem einen oder anderen Herren der alten Garde der SPD in den letzten Tagen und Wochen lauschen musste durfte. Und was gibt’s? Einen Antrag. Einen Initiativantrag gegen Internetsperren, der am Wochenende beim SPD-Sonderparteitag in Berlin zur Abstimmung gestellt werden soll. Halleluja!

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