Dackeltraurige Blicke heute morgen am Frühstückstisch, dann zwischen zwei Tassen Kaffee der schneidende Satz:
„Schatz, Monster ist tot.“
Verständnisloses Augenbrauenzucken und ansonsten anscheinend keine besonders tiefgehende Rührung meinerseits.
Ob dieser Reaktion empörte Blicke von der anderen Tischseite: „Der kleine Monster ist tot!“
Kleiner Monster? Bei mir klingelt noch immer nichts.
„Na der kleine SERVER hinten im ARBEITSZIMMER!“
Oh.
„Oh… Äähm, das tut mir jetzt wirklich.. leid? Woran ist er denn… gestorben?“
„Die Samsung Laptopfestplatte hat die Grätsche gemacht.“ (hörbares Seufzen)
„Ääähm.. ja, also.. und nun? Hirntot oder nur Herzversagen?“
„Nur das Herz. Die Daten liegen doch auf den anderen beiden Platten!“ (dazu so ein Blick, à la „Was fragst du denn _SO_was? Das ist doch evident, ich hab doch eindeutig ausgeführt, welche der Platten über den Jordan ist!!)
„Ah. Ja, natürlich. Und – was tun wir da jetzt? Wird es ne Auferstehungsfeier geben?“
Strahlendes Lächeln gegenüber:
„Ja, ich hab mir da was überlegt: Also, Monster bekommt einen neuen Körper, ein optimiertes Kunstherz und ein getuntes Hirn.
Wir setzen ihm statt der mechanischen Platten ne SSD-Platte ein, dazu…“
Etwa zehn Minuten später war der gesamte chirurgische Eingriff kurz erläutert worden, inklusive einer Auflistung der Gesamtheit der hierfür erforderlichen Operationsmaterialien und Tech-Prothesen.
Fragt sich nur, ob wir die Rechnung für den Eingriff dann auch über die Krankenkasse abrechnen können.. 😉
Hmm? Also, *meine* Frau weiß, welcher meiner Rechner «Silverscreen», «TeXblech» oder «machine» heißt. Ansonsten isses bei uns aber genauso, nur, dass sie mir bei derartigen Erläuterungen nicht mehr zuhört.
Ich habe eben eine kluge Frau.