FILMTIPP: Heute 22 Uhr auf arte WATER MAKES MONEY

Übermorgen Mittag (14.02.) beginnt in Paris der Prozess des Veolia-Konzerns gegen den Film Water Makes Money; der französische Veolia-Konzern fühlt sich durch den Sprachvorwurf der Korruption seitens der Filmschaffenden verleumdet (die gezeigten Inhalte, aus denen sich diese Schlussfolgerung ergab, werden anscheinend wohl nicht moniert; interessant..).

Der Film, in welchem es Wasserprivatisierung weltweit geht, ist auch ohne den aktuellen Klageanlass absolut sehenswert – das Thema geht uns ja, ganz aktuell auch hinsichtlich der Debatte um eine mögliche Wasserprivatisierung in der EU, alle an. Die Chance, diesen Film heute ganz offiziell und unproblematisch zu sehen, bevor dies zukünftig möglicherweise mindestens offiziell erschwert wird, solltet ihr euch keinesfalls entgehen lassen. Arte, 22 Uhr.

Am Donnerstag (14.02.) gibt es in Berlin übrigens im Regenbogenkino anlässlich der Prozesseröffnung gegen Film, Vertrieb und Protagonisten um 19:30 Uhr eine Live-Filmvorführung, mit der sich u.a. der Berliner Wassertisch solidarisiert hat.

Von der Webseite des Films:

„WATER MAKES MONEY: Ein Film von Leslie Franke und Herdolor Lorenz
Eine Koproduktion der Kernfilm mit La Mare aux Canards und Achille du Genestoux, in Zusammenarbeit mit AQUATTAC und ZDF/ARTE, gefördert von der Filmförderung Hamburg-Schleswig-Holstein, nominiert für den deutsch-französischen Journalistenpreis 2012

Der Film „Water Makes Money“ hat Geschichte geschrieben. Eineinhalb Jahre nach der überwältigenden Premiere in 150 Städten Europas äußerte sich der Pressechef von Veolia Wasser Deutschland, Matthias Kolbeck wie folgt:

Leider richte sich Veolias Klage gegen den Film nicht auch gegen die deutschen Macher. Nachdem ein französisches Rechtshilfeersuchen von den deutschen Behörden abgelehnt wurde, habe der französische Mutterkonzern die deutsche Veolia-Tochter aufgefordert, Leslie Franke und Herdolor Lorenz nach deutschem Recht zu verklagen. Veolia Deutschland habe dies Ansinnen aber nach reiflicher Überlegung abgelehnt mit der Begründung: Water Makes Money und die französische Klage gegen den Film habe dem Konzern bereits derart geschadet, sodass eine deutsche Klage diesen Schaden nur noch erhöhen könne.

Ist das nicht ein wunderbares Kompliment?! Nicht freiwillig hat der mächtige Konzern auf eine Klage in Deutschland verzichtet. Es scheint, die Angst vor der großen Öffentlichkeit hat Veolia eines besseren belehrt!
Bis heute haben fast 1,5 Millionen Menschen den Film gesehen. Diese Macht der Öffentlichkeit ist auch ein großes Kompliment an die vielen hundert engagierten Menschen, aktiven Gruppen und Bürgerinitiativen, die gegen die privaten Interessen der Wasserkonzerne kämpfen und Water Makes Money zu ihrem Werkzeug gemacht haben. Ein kleiner Sieg der Zivilgesellschaft.

Diesen versucht Veolia nun aber umzukehren. Am 14.02.2013 beginnt um 13h30 im Pariser Justizpalast der Prozess des Veolia-Konzerns gegen den Film „Water Makes Money“ „