virtual candle: Schützt unsere Freiheit!

Auch im WorldWideWeb kann man herumlaufen, frei und leicht, wohin einen die virtuellen Füße tragen. Doch mehr und mehr ist er hinter einem her, der dunkle unbekannte Schatten, bei dem man nachts allein im Park immer schneller gehen würde. Nur: Der Netz-Schatten gehört zu dem, der eigentlich für unsere Rechte, für unsere Freiheit stehen, diese schützen und garantieren sollte: Zu Vater Staat.
Heute hat Papa der Freiheit einen weiteren Dolchstoß versetzt: Im Rahmen einer Initiative des Familienministeriums, angeblich zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornografischen Web-Inhalten,wurden da mit verschiedenen Internet-Providern feine Verträge zur Internet-Filterung unterschrieben und die allmächtige Kompetenz des BKA mal wieder gestärkt.

Wieso, fragt sich der werte Leser, wettert Manu denn so gegen Schutz beim Thema Kinderpornografie? Nun denn – ich habe da so meine Zweifel, worum es da wirklich geht. Wenn man zum Beispiel dieses Zeit-online-Interview liest, in dem sich ein Kinderpornografie-Opfer ganz deutlich und begründet gegen diese neuen Zensur-Maßnahmen ausspricht, dann macht das doch zumindest skeptisch. Viel sinnvoller als Zugänge zu blockieren wäre im konkreten Falle das Abschalten der Porno-Server – aber das scheint politisch nicht gewollt zu sein. Stattdessen: Zensur.

Wenn man dann aus Versehen mal darüber nachdenkt, wie leicht eine solche einmal geschaffene Zensur-Infrastruktur für weitere Eingriffe ausnutzbar ist, dann wird das unschöne Gefühl im Hinterkopf auf einmal richtig gruselig… Und nichts kann man dagegen tun? Oh doch. Reden, schreiben, mahnen und protestieren, das sollten jedenfalls die ersten Schritte sein. Und wenn ich heute auch äußerst bedauerlicherweise aus Job-Gründen schon nicht aktiv bei der Mahnwache gegen die Internetzensur anwesend sein konnte, so doch zumindest virtuell. Hier, jetzt, mahnen und schweigen. Oder besser: Laut schreien.

Nnnneeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiinnnnnnnnnnnn!

1 Gedanke zu „virtual candle: Schützt unsere Freiheit!“

  1. Wer mein Blog liest, findet es vielleicht, weil er eine Bauanleitung für ein Kasperletheater oder so was sucht. Oder, weil er meine Real-Life-Homestories witzig findet. Nicht unbedingt jedenfalls aus schwerpunkt-IT-politischem oder gar rein technischem In

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