Verkehrsstatistik

Im Zusammenhang mit den heutigen Blog-Einträgen vielleicht ganz interessant: Die Zeitreihe von ca.1950er/1960er Jahre (je nach Datenlage) bis 2008 zu Verkehrsunfällen vom Statistischen Bundesamt. Kann man sich hier kostenlos runterladen. Für Unfälle von Kindern im Straßenverkehr 1953 – 2008 besonders ab Seite 90 / Kap.5.4.Unter dem Stichwort ‚Verkehrsunfall‘ / Unterpunkt ‚Unfallstatistik Deutschland‘ schreibt Wikipedia hier (Abruf-Stand heute, 17.08.2009), ebenfalls unter Berufung auf Statistische Bundesamt:

(…) Im Jahr 2008 ereigneten sich in Deutschland fast 2.294.000 polizeilich erfasste Unfälle, und damit 1,8% weniger als 2007, aber rund 2% mehr als 2005. Darunter waren 1.973.000 Unfälle mit Sachschäden (1,1% zu 2007) und über 320.000 Unfälle mit Personenschäden (4,5% zu 2007; rund 5% zu 2005). Dabei verunglückten rund 414.000 Personen (5,2% zu 2007; 6,1% zu 2005), 4.477 (9,5% zu 2007) von ihnen starben. 2006 waren es mit 5.091 Todesopfern im Straßenverkehr bereits rund 5% weniger als 2005. 2007 war die Zahl der Verkehrstoten um 2,8% auf 4949 gesunken und hatte damit die erstmals 5.000er-Marke unterschritten.[2]

Die Statistik für 2008 weist nicht nur die niedrigste Zahl von Verkehrstoten seit 1950 aus, sondern mit 0,9 auch die niedrigste Quote von Verkehrstoten pro 10.000 motorisierte Fahrzeuge. Damit wurde erstmals das Verhältnis von 1 Unfalltoten pro 10.000 Fahrzeuge unterschritten. Als 1970 der Höchststand von 21.332 Toten im Straßenverkehr verzeichnet wurde, waren noch 10 Personen je 10.000 Fahrzeuge ums Leben gekommen. Abgesehen von den zwei Jahren nach dem Mauerfall sank die Zahl der Todesopfer seit 1970 kontinuierlich. Als Gründe für diesen Rückgang werden angeführt:[2]

„Verkehrsrechtliche Regelungen, wie beispielsweise die Einführung der Helmtrage- und Gurtanlegepflicht, die Senkungen der Höchstgrenze für den Blutalkoholkonzentrationswert haben ebenso wie eine ständige Verbesserung der Sicherheit und der technischen Ausstattung der Fahrzeuge dazu beigetragen. Auch straßenbauliche Maßnahmen, eine verstärkte Verkehrssteuerung, mehr Verkehrskontrollen sowie die Einrichtung von Fußgängerzonen und Radwegen, die geschützte von ungeschützten Verkehrsteilnehmern trennen, haben Anteil an dieser positiven Entwicklung. Nicht zuletzt haben mehr Verkehrserziehung und -aufklärung sowie eine verbesserte medizinische Erstversorgung viele Todesopfer im Straßenverkehr verhindert.“ – Statistisches Bundesamt (S. 10).[2]

[2] Absatz nach: Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Unfallentwicklung auf deutschen Strassen 2008. Wiesbaden 2009 (online, PDF, 794 KB, abgerufen am 9. Juli 2009), besonders S. 7 und S. 9f.

1 Gedanke zu „Verkehrsstatistik“

  1. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: seit es weniger Kinder gibt und man die wenigen, die es gibt, nicht mehr aus dem Haus lässt, verunglücken weniger Kinder als Fußgänger im Straßenverkehr. Deutlich geht aus der Statistik hervor: die Senioren müsste man einsperren!

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