Sverige

Laut war’s, so in nächster Umgebung von ungefähr 100 Kindern.
Überraschend war’s, manches hatte ich doch anders in Erinnerung, so zwölf Jahre seit dem letzten Mitfahren (und wenn es nur die vielen Mücken waren, die dieses Jahr gar nicht so wild stachen wie vermutet. Positivste Überraschung: Immer ausreichend warmes Duschwasser, zu jeder Tages-und Nachtzeit!).
Nass war’s, so direkt am großen Bolmen-See, von oben aber auch manchmal.
Aufregend war’s, besonders für den kleinen Großen, der als einer der Jüngsten in der Zwergen-Gruppe fast schon alleine Urlaub machte.
Anstrengend war’s, weil die kleine Kleine sich bei jedem Rückzugs-Bedarf Mama-schreiend an mir festklammerte (wie gut, dass ich eine Kindertrage mithatte & sie mir ausgiebig auf den Rücken schnallen konnte..).
Ungesund war’s, weil irgendwas mich allergietechnisch mächtig außer Gefecht setzte, sodass schließlich eine ordentliche Menge Kortison vom Krankenhausarzt und ein dann bis zum Ende durch genommenes Antiallergikum erforderlich waren, um mich auf den Beinen zu halten.
Fettig war’s, jedenfalls waschwassertechnisch – die Teller freuten sich sehr über einen ausführlichen Geschirrspülmaschinentauchgang nachher.
Aufreibend war’s, denn Aggressionen und Konfliktpotential zwischen den Kindern -und bei manchen wohl einfach (auch krass zu erleben) aus ihren ureigensten Lebenserfahrungen heraus- gab es mehr als genug.
Lustig war’s, weil es zum Beispiel einfach zum Lachen ist, wenn eine kleine Siebenjährige bis zu den Schultern im Quark steckt, den sie für hundert Kinder mit Kräutern vermischt.
Heiß war’s, nicht unbedingt immer tagsüber, aber dafür mindestens an den vielen kleinen und großen Lagerfeuern (und zwischen den 12- bis 14Jährigen hat’s ganz wetterunabhängig auch mehr als einmal geknistert, meine ich..).
Unordentlich war’s, weil Essenszelte aufräumen, Bonbonpapier aufheben, Spielmaterial wegräumen offensichtlich erst irgendwann ab über 20 an Bedeutung gewinnt (zu meinem persönlichen Nachteil..).
Weit war’s, so den ganzen Tag draußen in der Natur, fernab von Stadt und Straßenmief.
Spannend war’s, sowohl was viele gute Gespräche angeht, als auch beim Zeltlager-Kino, bei dem der kleine Große einen Film mitschaute, den es bei uns zu Hause noch ein paar Jahre nicht gegeben hätte.

Schön war’s, aller Anstrengung, Aufregung, Lautstärke, Nässe, Unordnung zum Trotz.

Drei Wochen Kinderzeltlager.
Mal sehen, ob wir nächstes Jahr…

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