Statt Blumen: Speakerinnenliste goes Frauentag

Heute ist Internationaler Frauentag. Bitte, Leute: Keine Blumen! Wir brauchen schließlich keinen weiteren konsumfreudigen Valentins-Mutter-Gedönstag, sondern, ja, auch heute und nach wie vor: Es gilt, zu kämpfen.

Zu kämpfen gegen Ungleichbehandlung. Gegen Lohnungerechtigkeit. Gegen unterschiedliche Behandlung aufgrund des „Risikos“ einer Eltern- oder im konkreten Falle besser gesagt: einer Mutterschaft. Gegen unterschiedliche öffentliche Sichtbarmachung. Zu kämpfen gilt es zum Beispiel gegen #1frautv, also TV-Sendungen im ganz aktuellen, häufig sogar öffentlich-rechtlichen Fernsehen, bei denen zu den geladenen Gästen zu welchem Thema auch immer gerade mal eine oder (außer der ab und an weiblichen Moderatorin) keine Frau gehört. Zu kämpfen gilt es für gleichberechtigte #50Prozent. Zu kämpfen gilt es gegen Panels, auf denen keine oder zu wenig Frauen sitzen. Ha, und zumindest hier gibts jetzt was Neues: Die Speakerinnenliste. Lanciert heute, am Internationalen Frauentag. Digitaler Kampfgeist.

Danke an Railsgirlsberlin, die Entwicklerinnen, die dies stillschweigend und konzentriert umgesetzt haben.
Danke an alle, die das Projekt sonstwie durch immer wieder Drübersprechen am Laufen gehalten haben.
Danke an alle, die es nun weiter füllen, und an all die, die es im Sinne einer besseren Sichtbarmachung von Frauen zukünftig nutzen.

Hoch die Fäuste, Frauen, heraus zum Internationalen Frauentag!

2 Gedanken zu „Statt Blumen: Speakerinnenliste goes Frauentag“

  1. „Zu kämpfen gilt es für gleichberechtigte #50Prozent. Zu kämpfen gilt es gegen Panels, auf denen keine oder zu wenig Frauen sitzen.“

    Ich kenne jetzt dieses Hashtag nicht genau, daher frag ich lieber nach:

    Geht es also nicht nur darum, dass Frauen die gleiche Chance wie Männer haben, auf ein Panel zu kommen, sondern es geht auch darum, dass Frauen tatsächlich immer 50% der Panels ausmachen?

    1. Das schließt sich ja nun nicht gegenseitig aus.. Zunächst mal geht es meinem Verständnis nach darum, dass geeignete Speakerinnen für ein Thema besser-leichter gefunden werden können und diese ewige Ausrede, es gäbe ja keine qualifizierten Frauen zum Thema X, nicht mehr (so einfach) gelten kann. Langfristig ist das Ziel dieser und vieler anderer Initiativen zum Themenfeld sicherlich mindestens eine stärkere Tendenz Richtung 50% – dass das nicht als starre Norm für jedes einzelne Panel gelten muss, sondern eine durchschnittliche Gleichgewichtigkeit in der u.a. medialen Wahrnehmung gemeint ist, ist ja klar. Aber Kern ist erst einmal (einmal mehr) die Auffindbarkeit.

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