Skandale, oho…

Skandalös, was politisch aktuell so passiert: Da wird quasi diskussionslos ganz
still und heimlich der Wirtschaftskrisen-Bankenskandal benutzt, um durchzuwinken,
was vor kurzem zumindest im Einzelfall noch vom Bundesverfassungsgericht untersagt wurde. Nun haben wir also mit etwas Glück auch bald „italienische Verhältnisse“ mit der Bundeswehr im Inneren… Alles nur zu unserem Besten, versteht sich. Zur Terrorabwehr, und „in ganz
besonderen Ausnahmefällen“. Alles klar, Ihr subversiven Elemente? Herzlichen Dank. Wenn man dann noch von solch wunderbaren Waffen liest, mit denen ganz lautlos
herzerwärmende Schüsse abgegeben werden können, dann wird einem doch ziemlich
schnell ziemlich anders – aber was solls, all das lässt Deutschland kalt, wenn es
vor der geliebten Kollektivglotze in den intellektuellen Untiefen der am Wochenende
mit dem Deutschen Fernsehpreis als „beste Unterhaltungsshow“ prämierten DSDS-Sendung
herumgammelt. Nun ja, wenigstens gab es bei der sonst unerträglichen
Preisverleihung einen erwähnenswert positiven Skandal, ausgelöst durch die
Preisverweigerung von Reich-Ranicki: Jawoll! Respekt und bravo, Herr Professor.

Wenn sich nun dieser kollektiv-kulturelle Anschiss wiederum auf die Politik übertragen ließe, so dürfte man wohl doch noch hoffen, dass jedenfalls der Bundesrat die hirnfreie Grundgesetzänderung nicht durchwinkt. Dass ich an dieser Stelle auf die FDP hoffen muss, da im Bundesrat die 2/3-Mehrheit notwendig ist, um die Änderung durchzuboxen, trägt zwar nicht wirklich zu meiner Erheiterung bei; aber das ist doch zumindest mal ein Argument dafür, dass auch die Blau-Gelben (jedenfalls in der Opposition) zu etwas gut sind. Und nun, nach dieser mir wirklich schwerfallenden Lobhudelei: Haltet Euch gefälligst auch dran!

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