Rechtsruck Pankow? Ich will das nicht.

Ich wohne jetzt seit 16 Jahren in Pankow und fühle mich mit diesem Kiez sehr verbunden. Mit großem Erschrecken nehme ich hier im Kleinen wahr, was sich auch im Großen zeigt: Die fremdenfeindlichen Aktivitäten werden ganz offenkundig in vielfältiger Weise vor allem eines: immer mehr.

Das Kiez wird verschmiert. Besudelt. Hakenkreuze in den Bushaltestellen und an Laternenpfeilern, Flugblatt-Plakate rechter Gruppen, die nächstens auf Litfass-Säulen landen, ein verwehender Sack voller Flugblätter auf dem Gehweg vor dem Flüchtlingsheim, Aufkleber rechter Gruppierungen an Eingängen und Zaunteilen, immer wieder und in immer kürzeren Abständen besprühte Hauswände,.. Gerade hat es einen Flaschencontainer und Pfeiler getroffen – ich mag gar nicht so viele Fotos davon machen, wie ich es derzeit dokumentieren könnte. Und immer, wenn etwas davon beseitigt wurde, taucht schon eine neue Schmiererei auf.

Es gibt natürlich eine Menge Leute hier im Kiez, die sich dagegen einsetzen. Die mit anpacken, wenn es darum geht, solcherlei Schmierereien zu entfernen oder deren Entfernung durch zuständige Stellen zu veranlassen. Es gibt hier eine Menge hilfsbereiter, unterstützender Menschen, die sich für und in ihrem Kiez miteinander engagieren. Aber dennoch, es lässt sich nicht leugnen: In den letzten zwei Jahren hat sich hier definitiv etwas verändert – und mir gefällt diese Entwicklung ganz und gar nicht. Es gruselt mich…

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