Noch was zur Zentralbibliothek

Ach ja, mit der Tempelhofer-Feld-Entscheidung ist ja – zumindest für diesen Standort – das Projekt Riesenzentralbibliothek jedenfalls erst einmal ebenfalls vom Tisch. So sehr ich unserer Stadt eine niegelnagelneue, supermoderne Zentralbibliothek, idealerweise noch mit spannender Architektur, gönne: Ein bisschen bin ich ja auch froh. Denn das heißt dann ja wohl, dass die Kiezbibliotheken, die seit Jahren bekanntlich immer wieder heftig von Mittelkürzungen bis Schließungen bedroht werden, noch ein paar Jahre länger an Ort und Stelle niederschwellige Angebote für die kleinen und großen Menschen vor Ort machen dürfen. Da man sich in Berlin ja so ziemlich jedes Buch in die eigene Filiale vor Ort bestellen kann, aber nicht alle Menschen in der Lage sind, sich allein und selbständig bis zum Tempelhofer Feld (oder wo auch immer sonst zu einer zentralen Stelle hin) zu bewegen, erscheinen mir persönlich die vielen kleinen dezentralen Bibliotheken ja auch irgendwie bedeutsamer als so ein schickes Riesendings. Und wenn – wovon in Knappe-Kassen-Zeiten ja nun mal auszugehen ist – eben alles nicht geht, dann.. Genau. Dann ist zumindest meiner Wahrnehmung nach die Berliner Entscheidung am Wochenende doppelt richtig gewesen.

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