Neunzehntes Türchen: Seifenschnitzreste-Seifen

Na, habt ihr die Schnitzel vom Seifenscharmützel aufgehoben? Super, denn die sollen nun endlich weiterverarbeitet werden.

Macht Spaß, saubere Hände und gute Laune. Geht gut mit Kindern. Ihr braucht nur Seifenschnipsel, ein paar Tropfen Wasser, eine geeignete Unterlage (Backpapier ging gut) und – ein Messer. Wie fast immer 😉 Los geht’s!Gebt die Seifenschnipsel in eine Schale. Sie sollten schön fein sein, wenn nicht, solltet ihr sie jetzt noch mal trocken gut fein zerbröseln, vielleicht auch mit einer Reibe,e inem Mörser oder nem fetten FIndlingsstein plattwalzen. Hab ich nicht getan, deshalb wurde es etwas mühseliger und bröckeliger. Erfahrung: Je feiner, desto feiner.

Gebt ein paar Tropfen (Tropfen, nicht Schluck!!) Wasser zu den Seifenbröseln. Tipp: Plant erst mal nur mit der Hälfte Seifenstaub, wenn euch dei Matsche doch zu soßig geworden ist, könnt ihr so noch nachjustieren. Anderenfalls ist es schlecht.

Matscht alles mit den Händen zu einer schön klebrigen, nicht flüssigen Seifenbreipampe durch. Wenn die Masse geschmeidig ist, ist es perfekt. Meine war doch sehr „stückig“, daher habe ich versucht, mit dem Pürierstab die gröbsten Brocken rauszubekommen. Ging nur mäßig gut, habe dann mit den Händen fleißig weiter gequetscht.

Ich wollte eine einfache, schlichte, weiße, relativ geruchsneutrale Masse. Wer mag, könnte nun jedoch der Masse noch einige (wenige!) Tropfen Duftöl zusetzen, oder auch getrocknete Kräuter (z.B. Lavendelblüten oder Thymian). Auch Haferflocken kann man in Seife machen, hab ich irgendwo im Netz mal gelesen, fürs Peeling und weil die den Zusammenhalt des neuen Seifenstücks wohl stärkt. Muss man aber auch nicht.

Die Masse habe ich dann zu einem Klumpen geformt und als dicke Rolle auf dem Backpapier ausgerollt. Für die Sternenform hab ich immer einen Teil der Masse in ein Plätzchen geschmiert, festgedrückt, glattgestrichen, umgedreht (das hebt sich gut von dem Backpapier hoch!), wieder mit den Fingern möglichst glatt gestrichen und dann vorsichtig aus der Form gedrückt. Anschließend kann man die Spitzen noch mal nachformen und mit nem Messer die Oberfläche glätten. Auf dem Backpapier trocknen lassen, hübsch einpacken, fertig!

Noch einfacher sind kleine Seifenbälle, die kann man wie Knete in der Hand formen. Schön stelle ich es mir auch vor, ein Stück Baumwoll-Paketschnur in die Seife einzuarbeiten, so wie diese alten Seifenbälle aus Uromas Kleiderschrank: Ihr bindet ein Stück Baumwoll- oder Hanfschnur zu einer Schlaufe. Der Knoten kommt in die Mitte eines Seifenballs. Trocknen lassen. So eine Seifenkugel kann man zum Duften in den Kleiderschrank hängen, oder im Badezimmer bei der Dusche, oder … Ja, nicht alle Ideen, die alt sind, sind schlecht! 😉

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