Mitfahrgelegenheit

Morgens, mal wieder kurz vor knapp. Unten an der S-Bahn-Treppe höre ich schon das „Türen schließen“. Sprint. Der Zugführer steht noch mit einem Bein vor seinem Fahrerhäuschen. „Darf ich noch schnell rein?“ „Na, aber denn nur bei mir!“ Ich bremse irritiert. „Wie, jetzt wirklich?“ „Ja, aber zacki!“ Hechtsprung durch die offene Fahrertür.
„Aber nur eine Station! Und nicht weitersagen, nicht dass der Herr Mehdorn..“
„Nee, nur meinem Sohn, der ist knapp fünf, okay?“
„Na ditt is keen Problem, bis der ma soweit is, is der Mehdorn eh nich mehr.“
„Jut, na denn, da sind wa schon. Schön’ Tach noch, wa? Und allzeit jute Faht“
„Ihnen auch – und nochmal danke fürs Mitnehmen!“
Und da heißt es immer, der Berliner alljemeen wär so’ne kaltschnäuzige Persönlichkeit. Nüscht! Berlin, mein Berlin!

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