Kindergeburtstag

Wie gerne wäre unsere Kleine neulich fünf geworden. Fünf ist nämlich richtig groß. Zwei zu sein, hat sie ungefähr das letzte halbe Jahr (seitdem sie sich mit dem Thema beschäftigt – also seit dem Geburtstag des großen Bruders) verweigert, denn „zwei ist KLEIN!“. Sie war seitdem also mindestens vier – welch ein Glück, dass sie etwa zwei Wochen vor ihrem Geburtstag entdeckte, dass drei „kleingroß“ ist, und kleingroß ist wohl ganz okay. So wurde die angeblich Vierjährige als nun endlich drei, war entsprechend auch mit einer großen Smarties-belegten „3“ auf dem Kuchen, den wir gemeinsam für den Kinderladen backten, einverstanden, und selbstverständlich auch mit (nur) drei Geburtstagskuchenkerzen. Obwohl sie eigentlich artikuliert hatte, dass sie ihren Geburtstag vor allem im Kindergarten feiern möchte, hatten wir ihr geraten, für den Nachmittag noch zwei Kinder einzuladen: Uns schwante nämlich, dass sie –in Erinnerung an die bereits großbrüderlich erlebte Feier- sonst nachmittags doch noch urplötzlich einen „richtigen“ Kindergeburtstag einfordern könnte, und so spontan wäre das dann wohl schwierig gewesen.

Nachdem ihr Besuch also eingetroffen war, ging das hochkonzentrierte Geburtstagsspielen los. Mit sehr ernster Mine bestand Mademoiselle auf Kinderschminken (Faschings-Kinder-Schminkstifte gab es nämlich als Geschenk von der Freundin, sehr praktisch kurz vor Karneval), gemeinsamem Kuchenessen mit nochmaligem Kerzen-Auspusten und Musik („Und jetzt müsst ihr mir doch noch ein Geburtstagslied singen!“), Topfschlagen und Wattebällchenpusten. Als dann der Papa auch noch eine Zaubershow vorführte, war die Prinzessin sehr selig – und die inzwischen auch noch eingetroffenen Großeltern ebenfalls begeistert ob des elterlichen Großeinsatzes.

Nach Würstchen, Fischstäbchen und Wackelpudding war es dann gar nicht so einfach, die Besuchskinder zu verabschieden (sie wären auch noch länger geblieben, aber ihre Eltern mussten wohl ins Bett..).

Nun ja, und so galt, was immer gilt: Irgendwann ist selbst die tollste Fete eben mal vorbei… was, wie nicht anders zu erwarten war, auch unsere Kinder allerdings ziemlich doof fanden. Am nächsten Morgen war Mademoiselle dann auch ziemlich enttäuscht, als ihr Geburtstag nicht einfach nahtlos fortgesetzt wurde: „Aber morgen, okay?“ – Nun ja, das bleibt wohl noch auszudiskutieren..

2 Gedanken zu „Kindergeburtstag“

  1. na so sind die mädels eben, oder!? ich wünsche eurer kleinen „großen“ noch alles liebe nachträglich zu ihrem geburtstag! vielleicht kann der papa mal verraten, was er für zaubertricks gemacht hat und ob die auch noch was für ein fast erwachsenes (im sommer 6 werdend) mädel wären.;-)

    seid lieb gegrüsst… die nina!

    1. Hallo Nina,
      ich glaub ehrlich gesagt, dass Zaubertricks tendenziell jedenfalls sowieso eher für die größeren Kids sind – hier ist die kleine m durch den großen kleinen m eben schon hart im Nehmen 😉 Sie war nicht mal schockiert von dem Trick mit der „Finger-Guillotine“ (ein altes Zaubertrick-Spielzeug von Martin, bei dem man erst nein Würstchen guillotiniert und danach muss wer den Finger durchstecken… *räusper*

      Er hat halt ein paar Geldstücke weg- und wieder hervorgezaubert, einen Zauberstab zum Leuchten gebracht (Knicklicht… 😉 ), viele Zaubersprüche aufsagen lassen, die dann zum unglaublichen Auftauchen von Gummibärchen geführt haben und so. Viel Lärm um nichts, aber ein für die Kinder tolles Nichts eben. Kauft euch doch sonst einfach sonen Kinder-Zauberkasten, ich denke, das dürfte es absolut tun.

      GLG
      Manu

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