Kinderbank selber bauen

Für mich unglaublich, aber wahr: Die meisten Hits bekommt mein Blog wegen meiner Kasperletheater-Bauanleitung. Nun ja – Heimwerken steht offensichtlich wieder hoch im Kurs! Und wenn entsprechende Themen von so hohem Interesse sind, dann muss irgendwer diese wohl bedienen. Warum nicht Manu? Hier also die neueste Innovation der superprofessionellen Hobbyheimwerkerin: Eine hyperleicht nachzubauende Kinderbank, und zwar sogar in zwei Alternativen (ohne und mit Lehne). Bereit? Na dann man los!
In der Garderobe im Kinderladen sind immer die Plätze knapp, eine weitere Sitzbank mit Schuhfach war gefordert. Und wie immer hatte keiner Lust, was zu bauen.. Och, dachte ich mir, stelle ich mich eben dieser Herausforderung. Kann ja nicht so schwer sein!

Material:
Ein Brett für die Sitzfläche, in meinem Fall 30cm x 80cm
Vier Bretter für die Seiten und Fächer, in meinem Fall je 20cm x 28cm
Ein Stützbrett für die Stabilität hinten, in meinem Fall 20cm x 80cm.

Akkuschrauber und Holzbohrer
ausreichend Schrauben 3,0x mind. 35mm lang (je nach Holzstärke auswählen; mind. 16 Stück)

Schleifpapier (grobes und feines)
Evtl. Holzkleber
Evtl. Farbe / Lack

Ich habe mir einfach im Baumarkt Regalböden aus Kiefernholz in gekauft, die sind billig und einfach zu bearbeiten. Beim Baumarkt-Zuschnitt (da, wo man sonst Spanplatten und so was kauft) habe ich mir die Regalböden gleich auf das richtige Maß zuschneiden lassen, so spart frau sich das müßige Sägen zu Hause, bei dem mir irgendwie doch meist die Kraft und/oder Technik fehlt, und es wird dann oft recht schief… Also: Lieber die professionellen Baumarkt-Angestellten mit der Turbosäge ranlassen, spart einiges an Zeit und Nerven.

Wieder zu Hause angekommen mit den maßgesägten Brettern? Dann weiter:

Man suche sich entweder jemanden mit helfenden Händen, oder aber eine Kiste o.ä. in der Höhe, die die Bank haben soll (in meinem Fall 20cm). Nun –beim ersten Brett ist das am schwersten- wird erst mal vorgebohrt:

Und zwar stellt man hierfür ein Seitenbrett unter das Sitzbrett, sodass es an der Vorderseite der späteren Bank bündig ist, hält fest und bohrt vorsichtig zwei Löcher. Dann gleich verschrauben und dies mit dem zweiten Seitenbrett ebenso tun. Gegebenenfalls kann man vor dem Verschrauben die Teile, die aufeinander liegen, noch mit Holzkleber einstreichen – doppelt hält besser 😉

Jetzt die Sitzfläche gleichmäßig aufteilen und die Teilungsbretter (in meinem Falle zwei) drunterstellen. Die können jetzt nicht mehr umkippen. Nun von oben durch das Sitzbrett vorbohren und mit den Teilungsbrettern verschrauben (vorher ggf. noch mit Kleber einschmieren, s.o.).

Geschafft? Dann ist die Bank schon fast fertig! Aber damit sie stabiler ist, sollte an die Rückseite noch ein Stützbrett ran: Dieses von der Rückseite einsetzen, vorbohren und an den Seitenteilen festschrauben. Wer sicher gehen will, verschraubt auch das Sitzbrett von oben noch mal mit dem Stützbrett (Schrauben oben nicht mitgezählt)
Feddich!

Nee- nicht ganz: Nun müssen noch alle Ecken und Kanten ganz dolle mit Schleifpapier abgeschliffen werden, denn die kleinen Süßen sollen sich ja nicht wehtun. Wer will, kann eine Schaumstoffplatte mit Stoff beziehen und auf die Bank legen – oder mit ’nem Möbeltacker an den Rändern des Sitzbrettes festtackern. Hab ich mir gespart, meine Bank soll ja im Kinderladen in die Garderobe, da sind Kissen eher unpraktisch. Dafür hab ich sie zart mit durchschimmerndem Goldlack gestrichen, sieht echt toll aus.

Fotos gibt es diesmal keine (wo haben die Kinder unseren Apparat hingeschleppt?????!!! *grummel*), aber dafür hab ich ganz fein und fleißig eine ausführliche Bauanleitung mit schicken Bildchen zum besseren Verstehen gemalt.
Gibt’s —HIER— im pdf-Abruf!

Und falls jetzt jemand ganz motiviert eine solche Bank bauen möchte, aber auf einer Rücklehne besteht: Kein Problem, habe im Anfall von Kreativität einen entsprechende Anleitung gleich mit gebastelt. Das System ist dann so ähnlich wie bei der oberen Bank, aber:
ERST die Seitenteile an die Rückwand anbauen, DANN das Sitzbrett draufschrauben, ggf auch immer alles noch verkleben. Für mehr Stabilität empfiehlt es sich, die Rückwand und das Sitzbrett (von hiten durch die Rückwand) auch noch mal miteinander zu verschrauben, besonders, wenn die Bank frei im Raum stehen soll. Sonst ist das Risiko zu groß, dass die Verschraubungen mit den Seitenteilen irgendwann doch mal ausreißen.

Auch für diese Bank gilt: Alles schön abschleifen, Ecken ggf. abrunden, und wer mag, lackiert danach und/oder polstert Sitz und Lehne noch. Und schon sitzen die kleinen Popos wie die Könige.

pdf-Abruf Kinderbank mit Lehne

Na, ist doch total easy, oder? Arbeitsaufwand inkl. Lackieren und so, wenn man sich ein bisschen anstrengt, höchstens ein bis (für Doofe) zwei Stunden. Wenn man die Baumarktzeit, Selbstbeweihräucherung, Verarzten angebohrter Finger, Aufwischen verschütteter Farbe und Verfassen eines passenden Blogeintrags noch mitrechnet, dauerts auch nicht länger als nen Tag. Wer mag, schickt mir ein Bild seines Machwerks, würde mich freuen!

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