Hoch hinaus – Winternachtsträume

Die Sonne scheint, es ist warm, das Auto geparkt und die Kinder auch (wo auch immer). M&M steigen aus und laufen einen Stadthügel hinunter, auf der Suche nach was auch immer, vielleicht einem romantischen Café für den babysittergesicherten Nachmittag.

Ach wo, ohne politische Auseinandersetzung kann ich nun mal nicht, erst recht nicht im Traum. Und für einen schnöden Cafébesuch brauchen wir auch keinen Babysitter, wo der Liebste doch das mit der Latte (also dem Kaffee – ein Schelm, wer anderes..) allmorgendlich bereits liebevoll in Heimarbeit erledigt. Dennoch – wenn auch in einer noch anderen Bedeutung, fehl platziert ist das Wort Latte in diesem Traum nicht , wie sich gleich zeigen wird:

M&M tralalieren also hügelabwärts, und schon erblicken sie von rechts -seitenverkehrt- den sich auf sie zuschiebenden schwarzen Block. Von unten macht der grüne Block schon zu. Und natürlich hat der Liebste noch ein passendes Transparent inklusive -aha- Latte zum Tragen desselben dabei, welches schnell aus dem Auto geholt wird (ob es da feuertechnisch günstig gestanden hätte, habe ich mich nach dem Aufwachen übrigens als Erstes gefragt).

M&M entscheiden sich nun jedoch -warum auch immer- gegen eine Demoteilnahme und beschließen daher ihr nicht ganz so kleines Winkelement einfach bei der Polizei abzugeben. Doch der Zweimeterfuffzig-Ordnungshüter, der verdächtig dem Riesen in m’s Märchenbuch ähnelt, ignoriert die Zurufe der Einsvierundfuffzig-Frau. Erst nach ihrem „Ey Großer, reagierste jetzt mal?!“ wendet er sich schließlich wütenden Blickes um und will schon mit Diskriminierungsanzeige und Schlimmerem drohen. Doch wehe, wenn sie losgelassen! Sprachlich gar nicht kleinlaut skandiert die kleine Zwergin: „Es ist ja wohl offenkundig, dass zwischen Ihnen und mir ein Verständigungsproblem vorliegt, das werden Sie doch jetzt nicht bestreiten! Aufgrund der in unserem Fall vorliegenden körperlich-räumlichen Entfernung ist es schließlich als Fakt anzusehen, dass wir in der gegebenen akustischen Situation (Trillerpfeifen, klappende Visiere, Schlagstockgerassel – sprich: ohrenbetäubender Lärm, Anmerkung der Redaktion) nicht sinnvoll kommunizieren können! Daher möchte ich Sie doch freundlich bitten mich an eine Kollegin oder einen Kollegen mit anderer proportionaler Ausstattung zu verweisen, dem ich kurzfristig diese potentiell als Gewaltinstrument einsetzbare Holzlatte überreichen kann, da wir…“

-Warum genau ich eigentlich der Polizei in diesem sehr plastischen Traum das Transpi aushändigen wollte, werde ich leider nie mehr erfahren, denn just in diesem Moment weckte mich mein Göttergatte und riet mir meinen Nachtschlaf doch vielleicht besser im Bett (und nicht auf der Couch) fortzusetzen.
Hinsichtlich der mich offensichtlich bewegenden Größenfrage gibt es jedoch zumindest einen Ansatz von Erklärung:
Es ist ja nun nicht unbedingt so, dass Polizistin mein Herzensberufswunsch gewesen wäre ;-), aber zu wissen, dass ich es auch niemals hätte werden KÖNNEN, hat mich (trotz praktisch vorhandenem Verständnis für solche Vorgaben) schon immer geärgert. Denn genau wie für Stewardessen, Soldatinnen und vermutlich auch für Feuerwehrfrauen ist eines der Eignungskriterien für Polizistinnen die Mindestgröße von 160cm, wie ich gerade am Wochenende in einer Stellenanzeige im Tagesspiegel wieder einmal lesen durfte, und die erreiche ich nun tatsächlich nur selten mal – mit hohen Absätzen. Jockey wäre größentechnisch vielleicht was gewesen… 😉

In diesem Zusammenhang nicht ganz uninteressant sind übrigens diese lustigen Listen – und 5’3 entspricht wohl ca. 1,60m.
Wattet nich allet jibt..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *