Händchen halten

Kinozeit in Frankreich. Gespielt wird Dragons, in 3D. Und es war so… beeindruckend.Beeindruckend, wie voll so ein Kino in einem kleinen Ort an einem Sonntag wird – in einem ausgebuchten Saal war ich seit Jahren nicht mehr, erstaunlicher Anblick.

Beeindruckend, wie so ein voller Kinosaal stinkt, wenn alle gleichzeitig mit alkoholgetränkten Einmal-Papiertüchlein die kinoeigenen 3D-Brillen desinfizieren. Kopfschmerzen inklusive.

Beeindruckend, so ein Film in 3D. Mein erster.

Beeindruckend, so ein großer Junge neben mir – ich selbst wäre ziemlich sicher nicht auf die Idee gekommen, mir diesen Film mit ihm anzusehen, aber meine Freunde hier vor Ort haben ihn gut eingeschätzt. Den Film. Und das Kind. Erstaunlich.

Spannend war’s, grafisch toll gemacht, gute Handlung. Und vom Spannungsniveau so, dass auch ich es einigermaßen verkraften konnte.

Einigermaßen -denn genau hier kommt das Beeindruckendste: Dieser grand garçon braucht keine fremden Hände zum dran Festklammern, wenn’s spannend wird. Mit sechs kann er das offenbar mit sich selbst ausmachen… Ich auch mit dreißig nicht, und als ich ihm das aufgeregt-flüsternd erklärt hatte, gab er mir dann seine mal kurz mit mitleidig-verständnisvollem Seitenblick. Um sie einige Sekunden später wieder wegzuziehen: „Reicht doch jetzt, oder?“

Ich glaube, hier verschieben sich gerade die Welten…

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