Geschenkideen für Kinder – selbst gemacht oder zum Dinge selbstmachen

Da es gerade über Twitter lief und die Frage ja immer mal wieder aufkommt, hier mal eine Sammlung von kleinen Geschenkideen für Kinder verschiedener Altersgruppen. Fokus: Möglichst inklusiv (also für alle Kinder geeignet), möglichst kreativ (also für verschiedene Zwecke nutzbar) und möglichst entweder zum „Was-Selber-Machen“ geeignet oder/und auch noch selbst gemacht (viele der Ideen gibt es natürlich in den einschlägigen Läden auch in einer käuflichen Version, aber zumindest die Kinder im Hause @manubloggt bastelten und basteln für ihre Freunde gerne selbst. Vieles davon haben wir also in den letzten Jahren selbst getestet – durch Verschenken oder auch durch Beschenktwerden. Echtes Werkzeug, auch schon für Kindergartenkinder, z.B. ein kinderhandgeeigneter echter kleiner Hammer, weil nämlich z.B. in diesen „Hämmerchen-Spielen“ aus dem Spielwarenhandel meist nur ein doofer oller Hammer mit Holzkopf drin ist, den man für nichts anderes benutzen kann als für das Spiel.
Wenn ihr das Ganze wie ein „Hämmerchen-Spiel“ aufbereiten wollt, nehmt eine Kork-Pinnwand und Reißzwecken dazu und schneidet z.B. aus bunter Pappe oder Pappkartons noch geometrische Formen aus, die dann festgenagelt werden können.

Einen Tuschkasten und richtig große Blätter (mind. A2) oder ne vom letzten Tapezieren übrig gebliebene Rolle Rauhfasertapete 😉

Eine Bilderschnurgalerie fürs Kinderzimmer: Ihr braucht Wäscheklammern, auf deren eines Beinchen ihr jeweils was Lustiges drauf klebt, z.B. je eine bunte Feder oder ein aus Pappe ausgeschnittenes Figürchen oder ein Pappherz oder große runde Punkte oder oder oder, und eine schöne Schnur (z.B. drei Bastschnüre, die ihr verflechtet, oder ein Lederband, oder auch einfach nur bunte Wäscheleine).

Ein Angelspiel: Auf bunten Tonkarton Fische (oder auch mal nen ollen Schuh etc.) aufmalen und grob ausschneiden, ggf. noch toll bemalen, mit Glitzer verzieren,…
Wer mag, kann auf die Rückseite Punkte draufschreiben, oder auch Rechenaufgaben mit dem Alter/Wissen entspr. Schwierigkeitsgrad und natürlich ohne Ergebnis 😉
Am Rand irgendwo mit einer Nadel ein Löchlein einstechen, durch welches dann eine Büroklammer gefädelt wird. Einen ausreichend großen Pappkarton von außen passend bemalen / bekleben (z.B. eben auch noch mal mit Wellen, Wasser, Fischen). An einen Stock (es geht auch ein China-Stäbchen) vorne eine Schnur anbinden (Profis bohren ein dünnes Loch ca. 0,5-1cm von der Spitze und fädeln die Schnur da durch, damit sie nicht abrutschen kann, aber ihr könnt es auch entspannter angehen lassen), an die Schnur unten einen Ringmagneten anbringen (der vielleicht noch irgendwo in der Schublade liegt, oder sonst halt doch mal in den Baumarkt, oder hier, oder vielleicht weiß ja noch jmd, wo sowas sich leicht auftreiben lässt 😉 ). In jedem Fall seid ihr dann fertig.

Eine kleine Schatzkiste: Eine schöne Schachtel von außen ganz nach Geschmack und Wunsch verzieren. Das allein ist schon ein tolles Geschenk, aber es kann natürlich innen auch noch ein kleines Geschenk hineingepackt werden (z.B. ein wunderschöner „Edel“stein oder so).

Ein Memory entweder aus selbst gemalten Bildern oder aus Fotos:
Für die Bilder: Einen großen, ungemusterten Tonkarton in eine gerade Anzahl gleich großer quadratischer Felder zerschneiden. Auf immer zwei Felder ein möglichst gleiches Bild malen. Schön einpacken :-)
Für ein Foto-Memory: Wie oben, Fotos doppelt ausdrucken bzw. entwickeln, auf Maß schneiden und einfach aufkleben.
Wenns noch haltbarer sein soll, ggf. die Kärtchen noch laminieren.

Nette Variante: Ein Schraubenmemory
Aus stabilem Stoff mit einfacher Steppnaht einen ca. 2 Hand großen Beutel nähen, besonders toll wirds, wenn der Beutel innen mit Samt gefüttert ist. In den Beutel kommen – in gut unterscheidbaren Größen – jeweils zwei gleiche dicke Schrauben (natürlich solche OHNE spitze Spitze!, wer keine eigene Werkstatt hat, fragt am besten mal in der nächsten KFZ-Schrauberbude nach, die haben garantiert ne Kiste dreckiger davon rumstehen,d ie ihr dann allerdings noch reinigen müsst). Schwerer wirds, wenn ihr jeweils eine Schraube undd ie dazu passende Mutter einlegt. Und natürlich fallen euch noch 1000000 andere Varianten ein. 😉

TicTacToe als Legespiel
Auf ein festes, ungemustertes Stück Stoff oder Leder ein TicTacToe-Feld aufmalen oder mit kontrastfarbenem Garn aufsticken oder aufnähen. Je nach Spielvariante mindestens sechs oder insgesamt zehn schöne, passend große ungefähr gleiche Steine suchen und jeweils drei gleich anmalen (z.B. 3 bzw. 5 rote, 3 bzw. 5 grüne). [Regel für die kleinere Variante: Es wird so lange immer wieder gezogen, bis eine Person eine Dreierreihe geschafft hat; bei der 5er-Variante bleiben die einmal gesetzten Steine liegen.] Wer keine Lust auf Steinesammeln hat, kann z.B. auch verschiedenfarbige getrocknete große Bohnen nehmen.
In ähnlicher Weise könnt ihr für Größere auch ein einfaches Mühle-Spiel (mit je 9 Steinen pro Farbe) bauen.
Falls ihr Damespiel machen wollt, solltet ihr entweder Holzscheibchen herstellen oder aber flache Steine benutzen, damit das Aufeinandersetzen der Steine klappt. Auch gibt es hier verschiedene Spielfeldgrößen – wenn euer Feld auch für Schach passen soll, müsst ihr ein 8×8-Feld machen.
Für die Steine könnt ihr eine kleine Pappschachtel (z.B. von Teebeuteln) verschönern. Oder ihr macht aus einem Stoffkreis, in welchen ihr 1cm vom Rand kleine Löcher macht und dort eine Schnur durchzieht, ganz ohne Nähen einen Beutel. Echte Bastelprofis machen das Spielfeld um 1/3 größer und rechteckig und integrieren in dieses zusätzliche Drittel ein Aufbewahrungstäschchen für die Steine. Das Spielfeld ist in jedem Fall zusammenrollbar und kann z.B. mit einer (losen oder angenähten) Schnur verschlossen werden. Oder (falls ihr einen ganz dünnen Stoff genommen habt) ihr knautscht es einfach in die Steinepackung mit hinein.

Selbst gemachte „Trumpfkarten“ zu beliebigen Themen (Ehrlich wehrt am längsten: Das ist eine an mich herangetragene Idee, umgesetzt von den Kindern einer guten Freundin, die wir sicherlich auch bald mal nachbasteln! – also die Idee, nicht die Kinder ;))
Ihr braucht eine beliebige gerade Anzahl Kartenrohlinge (oder halt gleichmäßig aus Kartin ausschneiden). Rückseite muss wie beim Memory neutral sein.
Ca. ins obere Drittel – obere Hälfte kommt jeweils ein Bild zum unten zu beschreibenden Objekt (Säugetierkarten z.B. jeweils das Tier – als Foto oder selbst gemalt).
Legt etwa drei bis vier für das Thema geeignete, gegeneinander trumpfende Kriterien fest, Säugetierkarten bspw: Körperhöhe, Durchschnittsgewicht, Lebenszeit.
Diese werden nun wie in einer kleinen Tabelle immer unten auf die Karte geschrieben.

Na, und wer noch mehr Ideen sucht, kann ja mal in der Kategorie Advent, Advent nachgucken, da waren ja auch schon etliche Basteltipps dabei.

2 Gedanken zu „Geschenkideen für Kinder – selbst gemacht oder zum Dinge selbstmachen“

  1. Also ehrlich, dafür …

    *Ehrlich wehrt am längsten*

    gebührt Dir die goldene Palme für den Typo der Woche (mindestens). Applaus, Applaus, Applaus!

    Und nein, das war jetzt kein Sarkasmus. Ehrlich nicht.

    1. HA HA HA 😀 – ach weeßte, ick lass ditt jetze einfach mal so. Weil, ja, der ist wirklich schön. Motiviert mich irgendwie sogar. Kicher.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *