Füße vom Tisch

Nach-Hause-Kommen aus dem Zeltlager: Mit mückenbestochenen, barfußlaufsandigen Dreckübertünch-Nagellack-Sommerfüßen zu Hause als allererstes auf den Frühstückstisch geklettert, um ein Luftbild vom schier unglaublichen Frühstück – statt der aus den letzten Wochen gewöhnten Kombination Margarine-Brotkiste-Müsli heute Croissants, Konfitüre, Kaffee, Kirschen,.. an Blumenstrauß – zu machen. Und der Liebste hatte sich auch noch frei genommen für diesen Tag. Oh, Baby!.. – wenn das keine perfekte Rückkehr ist.

Frisch gebadet und geduscht gilt es nun, Klamottenberge zu entstrohen und zu waschen, die sonnenverbrannte Pellkartoffel-Manu-Nase zu cremen, 16 GB selbst geknipste Fotos und 8 GB Fotos von anderen zu sichten, daraus demnächst das höchstoffiziöse Zeltlager-Fotobuch zu basteln, und schnell – genau genommen bereits morgen – vor allem auch wieder fit und erholt am Bürorechner zu sitzen. Sieht ganz gut aus dieses Jahr – nachdem ich letztes Jahr ja doch einige Wiederankommzeit in der Berlinwirklichkeit brauchte, habe ich diesmal die eigene Puste und Laune etwas mehr im Blick behalten. Viel Badeaufsicht gemacht, viel vorgelesen aus verschiedenen polnischen Märchenbüchern, aber auch Diskussionswürdigeres wie Farm der Tiere und diesen sehr lesens- und diskussionswürdigen Essay von Janne Teller. Natürlich auch Lagerfeuerspaß und Kanupaddelei-Verausgabung – inklusive (jetzt zu den Minuspunkten der vergangenen Wochen) flussversunkenem Lieblingstaschenmesser und leider wirklich tödlich geflutetem Smartphone, schnief.
Na ja, aber die Daten sind sicher, und auf der Pro-Seite schlagen unter anderem noch wetteifernde Schwimmspaßaktionen mit Jugendlichen, denen ich nach wie vor bestens Paroli bieten konnte, von Schultern ins Wasser gesprungene Salti, flammende Gespräche bis tief in die Nacht und die Bezeichnung „verdammt coole Sau“ zu Buche. Wen das nicht beflügeln würde…! 😉

Mit all diesen herzerwärmenden Eindrücken stürze ich mich nun frohen Mutes wieder in diese Welt. Berlin, ich bin zurück.

3 Gedanken zu „Füße vom Tisch“

  1. Volles Programm, alle Achtung! Der Punkt

    *18:00 TANZEN vor dem Abend-Rundfunk (mit Manu)*

    allerdings wirft Fragen auf: Wurden da die Abendnachrichten (samt Wetterbericht) mitgetanzt? Und auch sonst alles?

    Auch schön: Die geodätische Lattenkuppel; vor allem, dass genug Latten zusammenkamen.

    1. Die Antwort ist einfach: Der Rundfunk ist in diesem Fall nicht a) die Rundfunk-Sendung, sondern b) das Rundfunk-Zelt. Immer 1h vor den Mahlzeiten macht das Rundfunkteam im Rundfunkzelt Rundfunk – heißt v.a. Mucke. Und nun liegt es auf der Hand – ich hab da manchmal im gruppendynamischen Sinne den ersten Tanzschritt gewagt, denn der ist bekanntlich häufig der schwerste 😉

    2. PS: Die Kuppel war in der Tat auch mein persönliches Lieblingsobjekt in diesem Jahr – kein einziges Mal habe ich im eigentlichen Essenszelt gegessen. Mit diversen alten Stoffen und Gardinen schattig abgespannt, war sie der ideale Aufenthaltsort und einfach nur groß-ar-tig.

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