Kinder, Freiheit, Ferien

Ich mach das mal wieder mit dem Ehrenamt im Sommer und fahre als Teamerin ins Zeltlager. Wieder mal nach Südschweden, auf den Platz mitten im Wald am Ufer des Bolmensees.

Dorthin, wo ich selbst als Kind schon Ferien machte. Im Kinderrat Tagespläne entwarf. Am Lagerfeuer diskutierte. Körbe flechten und Brausekiosk selbst betreiben lernte. Stelzenlaufen hätte lernen können (hab ich bis heute ausgelassen). Schnitzte, spielte, Kanu fuhr, nächtelang wach blieb, blödelte, lachte. Ernst genommen und nicht ausgegrenzt wurde. Für mich geschätzt wurde. Meine Meinung sagen, mich einbringen durfte. Freiheit erlebte.

Tja, genau, das Zeltlager gibts immer noch, organisiert nach wie vor vom Kinderring Berlin e.V. und von einer Berliner Falken-Gruppe. Wie seit ehedem findet es statt in den ersten drei Wochen der Berliner Sommerferien. Und es sind tatsächlich auch noch Plätze frei, für Kinder von (ca.) 8 bis 14 Jahren. Den Flyer gibts hier als pdf.

Ishemas Brief: Warum das N*-Wort nichts in zeitgemäßen Büchern zu suchen hat.

Dieser eindrucksvolle Brief wird derzeit u.a. via twitter geteilt – klickt den Brief an um zu vergrößern, diese Worte sind lesenswert!

Er stammt von einem Kind, welches über die in der aktuellen „Zeit“ vielfach vertretene These, dass das N*-Wort in Kinderbüchern doch aaabsolut unproblematisch sei, sehr, sehr wütend ist.

Chapeau für deine klaren Worte, Ishema!

Den Brief hatten Ishemas Eltern offenbar dem Leiter des Referats “Migration & Diversity” in der Heinrich-Böll-Stiftung, Mekonnen Mesghena, zur Verfügung gestellt.

Zum Weiterlesen empfehle ich übrigens diesen Artikel hier.

Boah, nee ey: Hexe Lillis unpassende Bilderdarstellungen

Vorab: Dies ist ein Crosspost‘ mit buuu.ch, dort blogge ich auch manchmal über Kinderbücher. Schaut doch dort mal vorbei!

Eigentlich fand ich bisher die Hexe-Lilli-Bücher gar nicht so schlecht. Da gibt es eine ganze Reihe von, scheinen ganz witzige Geschichtchen zu sein von einem nicht sehr angepassten Hexenmädchen, die ziemlich viel erlebt. Hatten wir ab und an mal aus der Bibliothek ausgeliehen zum Selbstlesen des großen Kindes, es gab auch mal eines als Ferienlagerlektüre und so. Diverse davon habe ich nun vor nicht allzu langer Zeit auf dem Flohmarkt ergattert und einige davon ohne weiter hineinzugucken ins Kinderbuchregal gestellt. Neulich blättern die Kinder nun „Hexe Lilli feiert Geburtstag“ durch. Aus dem Augenwinkel sehe auch ich die Bilder.

Die Illustratorin Birgit Rieger versuchte sich offenbar in dem Buch in Hautfarben-Diversität – aber es ist dermaßen schief gegangen, dass ich es bis jetzt nicht fassen kann. Auf zwei Seiten ist ein dunkelhäutiges Kind mit völlig übertrieben-überzeichneten Fleischlippen dargestellt. „Boah, nee ey: Hexe Lillis unpassende Bilderdarstellungen“ weiterlesen

Neunzehntes Türchen: Seifenschnitzreste-Seifen

Na, habt ihr die Schnitzel vom Seifenscharmützel aufgehoben? Super, denn die sollen nun endlich weiterverarbeitet werden.

Macht Spaß, saubere Hände und gute Laune. Geht gut mit Kindern. Ihr braucht nur Seifenschnipsel, ein paar Tropfen Wasser, eine geeignete Unterlage (Backpapier ging gut) und – ein Messer. Wie fast immer 😉 Los geht’s! „Neunzehntes Türchen: Seifenschnitzreste-Seifen“ weiterlesen

Sechzehntes Türchen: Kerzen ankleiden

Advent, Advent, das dritte Licht. Und nackig lassen wir es nicht. Oder so. Heute basteln wir nämlich Adventslichter zum Mitnehmen, und das geht soooo einfach.

Ihr beklebt hierfür in wenigen Minuten schlicht und ergreifend die Aluhülle eurer Teelichter mit einem schönen Band (ein hübscher Pappstreifen tut es natürlich auch), und evtl. weiteren – niedrigen!, nicht den Rand überstehenden – Verzierungen (ich habe z.B. noch Holzknöpfe genommen). Ankleben könnt ihr den Spaß mit der Heißklebepistole (meine Variante) oder auch mit Sekundenkleber (magichnich). Inzwischen gibt es – für die Nicht-Recycelnden unter euch, die mit neuem Zeug basteln #tststs – sogar fertige bunte, gemusterte oder sogar gehäkelte Klebeborten in den üblichen Kramläden der großen und kleinen Einkaufscenter zu kaufen, stehen beim Schleifenband. Und sehen zugegebenermaßen schon auch recht verlockend und noch turbozeitsparender aus, weil man da dann ja nicht mal mehr Kleber braucht fürs Kerzenkostüm. „Sechzehntes Türchen: Kerzen ankleiden“ weiterlesen

Vierzehntes Türchen: Hausmusikmacher

Heute basteln wir ein Rhythmusinstrument. Manche nennen es auch Regenmacher, oder Traumbringer, oder oder oder, in jedem Falle rasselt das Teil rum, ist schnell selbst gemacht und kann in kleinen oder großen Händen nicht nur Weihnachtslieder untermalen. Ihr braucht eine Klopapierrolle, eine Hand voll Nägel etwa so lang wie der Durchmesser der Klopapierrolle, Klebeband o.ä., Pappe und Deko für außen, zum Beispiel Stoffreste, eine alte Kindersocke, Folie oder schönen Karton, und Reiskörner, Linsen oder kleine Steinchen(ganz kleine!!) zum Befüllen. „Vierzehntes Türchen: Hausmusikmacher“ weiterlesen

Elftes Türchen: Recycling ist alles.

Diesen Adventskalender habe ich euch angekündigt als einen Basteln-Und-Recyceln-Adventskalender für Vielbeschäftigte. Genau das bin ich heute, vielbeschäftigt. Und daher bekommt ihr von mir nun was Süßes, zum Selbermachen, geht ganz schnell, und recycelt ist es noch dazu – jedenfalls das Rezept. Hab ich euch nämlich schon aufgeschrieben, im letzten Jahr, einfach so. Passt aber supergut in diesen Kalender, wie ich finde. Lasst’s euch schmecken, hier geht’s lang.

Zehntes Türchen: Glitzerzapfen

Es gibt da ein vermutlich relativ unbekanntes Weihnachts-Kinderlied, welches ich liebte zur Weihnachtszeit, welches ich sang, wegauf, weghinab, mit fünf, an Mamas oder Papas Hand zwischen Kindergarten und Abendbrot. Ein Lied von einem Tannenbäumchen, „wirst ja bald geschmü-ückt“, mit „Glitzerzapfen an den Zweigen, Nüssen goldbemalt“. Wie malte ich mir dies hübsch aus, und tatsächlich hatten wir auch einige Zapfen, mit Draht zum Anbiegen, goldbemalt, die ich am 24. an den Baum kniepern durfte. Eigentlich wäre es doch schön, diese Tradition wieder aufleben zu lassen, oder gar in der Adventszeit schon solche Zapfen aufzuhängen, oder? Machen wir heute. „Zehntes Türchen: Glitzerzapfen“ weiterlesen

Neuntes Türchen: Stimmungslichter

Das zweite Lichtlein brennt.. Und worin? In Konfitürengläsern, angekleidet mit Brotpapiertüten.

Ihr braucht: 2 Brotpapiertüten, zwei leere Gläser, ggf. Edding und Dekokram (z.B. Pflanzenhalme, Bast, Perlen o.ä.), zwei Teelichter sowie 3 Minuten Zeit „Neuntes Türchen: Stimmungslichter“ weiterlesen