Ich glaub, es ha(c)kt! – Hilfe: Mädels für „Jugend hackt“ gesucht!

Wie hier bereits beschrieben, findet im September in Berlin zum ersten Mal die (nur im Namen) an bekannte sportliche Großereignisse angelegte Veranstaltung „Jugend hackt“ statt.

Programmierinteressierte Kinder & Jugendliche ab 12 treffen sich in Berlin (Anreise von außerhalb wird unter Umständen finanziell unterstützt!) und arbeiten mehrere Tage „wie die Großen“ an unterschiedlichen Programmierprojekten. „Wie die Großen“ hat auch diese echt tolle Kinder-Hack-Veranstaltung ein Problem: Wie mir zu Ohren kam, gibt es bisher wohl noch vergleichsweise wenige Mädchen, die zur Veranstaltung kommen wollen.. Das kann doch wohl nicht sein! Helft bitte mit, „Jugend hackt“ noch bekannter zu machen und Mädels zu ermutigen, sich anzumelden!

Klebt doch einfach DIESEN Veranstaltungsaufruf (pdf) an den Kinderclubeingang in eurem Kiez, sprecht mal mit den Mitarbeitenden im Stadtteilzentrum, schickt die Info an euch bekannte techinteressierte Mädels weiter, verteilt den Aufruf über die Mailingliste eurer Schule, hängts im Supermarkt aus oder im Bioladen oder im Techmarkt im nächsten Einkaufszentrum… Was auch immer.

Tiefgreifende Programmierkenntnisse sind NICHT ZWINGEND erforderlich, Interesse am Coden und erste Schritte in diese Richtung natürlich schon („Wir freuen uns über alle 12- bis 18-Jährigen, die schon einmal Programmiercode geschrieben haben – egal, ob ihr gerade erst HTML lernt oder schon komplizierte Python-Algorithmen baut.“)

Bitte teilt das – und schon mal danke fürs Helfen :-) „Ich glaub, es ha(c)kt! – Hilfe: Mädels für „Jugend hackt“ gesucht!“ weiterlesen

Vom richtigen Leben im richtigen

Wieder einmal ist ein Zeltlager vorbei. Wieder einmal habe ich drei tolle, anstrengende Wochen mit tollen, anstrengenden Menschen verbracht, kleinen und großen, vielen jüngeren, einigen älteren. Mit ihnen gelacht, gelästert, gelernt, gelebt. In Schweden ein Drei-Wochen-Zeltlagerleben mitgestaltet, so aufrichtig und richtig, so gemeinsam und ehrlich und unmittelbar, wie das eben möglich ist mit in diesem Jahr insgesamt über 140 Menschen auf einem wilden Naturzeltplatz in der mir seit unfassbaren zwanzig Jahren bekannten Weite am südschwedischen Bolmensee.

Damals wie heute bin ich bewegt: Von den Kindern mit ihren so unterschiedlichen Geschichten und Charakteren. Von der Gemeinsamkeit, oder manchmal auch von dem immerwährenden Versuchsprojekt, aus Gegeneinander Gemeinsam wachsen zu lassen. Von den vielen Aktivitäten, die ich vorurteilsfrei ausprobieren durfte ebenso wie von all denen, die ich beisteuern, weitergeben konnte an andere.

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„Jugend hackt“ in Berlin!

Egal, ob eure Kids (12-18J.) gerade die ersten Schnipsel HTML aufschreiben oder sich schon an komplizierterer Software versuchen: Wer sich für Code und Programmieren interessiert und Lust hat, mit anderen Kids und Jugendlichen zusammen wie die Großen ein Projekt zu bearbeiten, dürfte im September bei „Jugend hackt“ in Berlin genau richtig sein. Auf der Webseite heißt es:

Zusammen wollen wir innerhalb von zwei Tagen Apps, Visualisierungen, Prototypen oder andere Projekte aus den Themenfeldern „Schule/Bildung“ und „Freizeit/Umwelt“ auf die Beine stellen. Dabei kannst du selbst entscheiden, welche Themen du wie bearbeiten möchtest.

Yey! Wer unter euch also tastatursportbegabte Kids kennt, sollte diese vielleicht mal ganz gezielt auf diese tolle Veranstaltung hinweisen. Mehr Infos gibts auf der jugendhackt-Website via Bilder-Verlinkung in diesem Beitrag.

Pauline ist weg! :-((((

Pauline, die Flohmarktpuppe, lag in einer staubigen Kiste. Halb versteckt zwischen alten Tellern und Schüsselchen, DDR-Fundus. Tochter sah sie, nahm sie vorsichtig heraus, zeigte sie ihrem Bruder. Ein echter Schatz, da waren sich beide Kinder sicher. Eine Puppe mit Geschichte, Geschichten. Mit Herz. Sicherlich wäre sie sehr teuer, so eine alte Puppe. Steinalt musste sie schließlich sein, viel älter als sie selbst. Das Schild „Jedes Teil ein Euro“ konnte doch nicht für sie gelten? Es konnte doch. Unfassbar. Tochter kaufte sie, trug sie wie ein rohes Ei nach Hause. Wusch sie, kämmte ihr die Haare, kümmerte sich seitdem. Bis gestern.

Im Oma-Opa-Familienausflugsurlaub in Radebeul passierte es: Auf dem Karl-May-Museums-Kinderfest war sie noch da, die Puppe, doch auf dem Weg zwischen Museumsausgang und Auto ist sie verloren gegangen. Dem müden Kind, zwischen Mamas und Papas Armen wechselnd, aus dem Handgelenk geflitscht. Weg. Wie vom Erdboden verschluckt. Wir waren noch mal vor Ort, haben die Straße abgesucht, noch später am Abend. Keine Spur. Ach, Pauline. Wenn du auch nur ahntest, wie sehr eine Siebenjährige hier um dich weint, es würde dir das Puppenherz erweichen.

Wahrscheinlich ist nichts mehr zu machen, aber ich will es so doch noch einmal versuchen. Welt da draußen, hat jemand Pauline gesehen? Gefunden? Wir hätten sie so gerne wieder hier, in den Armen des traurigen Kindes. Natürlich gäbe es einen Finderlohn, natürlich gäbe es ein persönliches Dankeschön.

Pauline ist ungefähr 30, vielleicht 35 Zentimeter groß, hat kurze, helle, lockige Haare und braune Augen. Sie hat ein hellgelbes Kleid an. Ihr Körper ist aus Plastik, Arme und Beine sind beweglich.

Ach komm, Welt da draußen, müssen solche Geschichten denn wirklich traurig ausgehen? Oder schreibst du mit uns ein neues Märchen? Unsere Kleine wünscht sich Pauline zurück… (pdf)

Wo die Seele wohnt.

Neulich in Berlin: Geplant ist eigentlich ein Stadtparkausflug. Doch, ach, auf dem Weg durch den fremden Stadtteil rufen die Kinder: „Da ist ja ein Loch im Zaun!“, „Ha, da klettern wir jetzt durch“, und schon laufen sie nach kurzem Bücken in den grünen Kreuzberger Friedhofspark hinein.

Ich, die Mutter, krieche hinterher, denke ‚was ist schon dabei, gehen wir halt auf ’nem Friedhof spazieren‘. Er ist aber viel größer als die, welche die Kinder bisher kennen, kein alter Bauerndorffriedhof aus dem Urlaub, auch nicht vergleichbar mit dem Uraltfriedhof mit den moosbewachsenen Grabsteinen in Pankower Daheimnähe. So laufe ich ihnen hinterher, zügiger, um sie noch einzuholen, spreche doch lieber kurz an, dass ein Friedhof – jedenfalls hierzulande – eher ein ruhiger, besinnlicher, für manche auch trauriger Ort sei, dass sie bitte respektvoll mit anderen sein sollen,… Es wäre nicht nötig gewesen. Welch beeindruckende Auseinandersetzung.

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Update: Kinderjeans

Antwort von Ökotest (sorry, komme erst jetzt dazu, das zu posten) – nicht sehr erbaulich, leider, denn die wissen auch nicht mehr als ich:

„Ffm, 16.5.2013

ÖKO-TEST Magazin 5/2013 – Kinderjeans

Sehr geehrte Frau Schauerhammer,

vielen Dank für Ihre Email. In der Testvorbereitung war es so, dass zwar Kinderjeans aus dem zertifizierten Biobereich zu bekommen waren, aber leider keine als fairtrade zertifizierte Ware. Umso wichtiger finde ich daher auch Initiativen wie die Ihre, immerhin haben Sie entsprechend zertifizierten Jeansstoff entdeckt, für einige Menschen ist Selbernähen sicher eine mögliche Alternative.

Viele Grüße aus Frankfurt

(Name)
Verbraucherberatung
ÖKO-Test Verlag“

Mangel: Ware – Suche Fairtrade-Kinderjeans

Das gibt’s nicht..: Ich suche jetzt seit einer Stunde (in der ich eigentlich arbeiten wollte) nach fair hergestellten Kinderjeans. Denkt ihr, ich wäre fündig geworden? Ich habe alles Mögliche herausgefunden, aber Hosen: Null. NULL!

Ökotest beschreibt im Kinderjeans-Test alle möglichen Standards und Normen, auf die man achten kann. Empfohlen werden letztlich Produkte mit dem Label „Fairtrade Certified Cotton“. Tja – nur: Wo gibts die denn bitteschön? Ich habe inzwischen etliche Online-Shops abgeklappert, kenne die schönsten Kinder-T-Shirt-Motive, weiß, wer aus welchen mir von Selbstmach-Stoffmärkten bekannten Biostoffen Kinderleggins näht, die ich auch selbst nähen kann, und auch, wo es gerade Jeans aus Biobaumwolle rabattiert gibt. DIE WILL ICH ABER ALLE NICHT!

Ich wollte ne FAIR hergestellte Jeans kaufen, möglichst (okay, ja..) die günstigste dieser sicherlich nicht ganz so günstigen Kategorie. Aber heilige Sch….: Es gelang mir nicht mal, herauszufinden, wo es denn überhaupt entsprechende Jeans GIBT. Oder besser: OB es entsprechende Jeans gibt. KINDERjeans. Ganz normale 5Pocket-Jeans, ohne irgendwelche Aufdrucke, und okay, das wäre schon wichtig, ohne superspezielle Seiteneinsätze, Rüschen oder superkreativ bei Dawanda aufgebrachte Borten mit Eulen und Hühnchen. Einfach nur Jeans, für Kinder, fair produziert.

Aber allem Anschein nach gibts die einfach nicht. Jedenfalls nicht in meinem Google. Wenn ihr das besser wisst, lass ich mich außerordentlich gerne von euch belehren. Da unten, in den Kommentaren. Ich hoffe, das bleibt nicht bei (0) (ihr dürft da auch Beileidsbekundungen zur erfolglosen Suche reinschreiben. Gnarf.)

Aufwachsen in Digitalistan: Vortragsdokumentation re:publica13

Realität: Das Internet ist.

Realität: Kinder tun Dinge.

Realität: Dinge tun findet überall statt – auch im Netz. Egal, was Experten glauben und / oder erlauben.

ZUM GLÜCK!

Hier zum Anschauen mein Talk auf der re:publica 2013:

Wie versprochen, stelle ich euch hier auch die Folien zum Vortrag zur Verfügung: Ich habe mir noch die Mühe gemacht, euch diverse Kommentare ‚dranzuschreiben – die Textbildchen dienten ja nur der „Hintergrunduntermalung“; nun scheinen sie mir auch einzeln recht nützlich. Aber natürlich können sie niemals nicht so nackt und ganz allein den Vortrag aufwiegen 😉 – also, klickt mal oben auf Play. Und wenn ihr diesen Eintrag ausklappt, findet ihr unten auch die ganzen Videos, die ich im Vortrag anspreche. Es lohnt sich wirklich, die Kinder und Jugendlichen anzuhören – um die ging es ja eigentlich und ganz besonders.

„Aufwachsen in Digitalistan: Vortragsdokumentation re:publica13“ weiterlesen

Tagesspiegel zu #rp13 und Kinderengagement

Eine Journalistin vom Tagesspiegel hat mich am Rande der re:publica nach meinem Vortrag zu Kinderengagement interviewt, um über das von mir vorgestellte Thema zu berichten. Das hier ist dabei herausgekommen:

(Nachdem der Code zum Einbetten auf der TSP-Webseite abrufbar ist, bette ich es hier ein, wofür wär die Funktion sonst gut?..)

PS: Wie schon per Twitter mitgeteilt, lieber Tagesspiegel: Ich bin wirklich flexibel und vielseitig. Ich arbeite als (SEO-)Texterin, Web-Designerin und Beraterin für Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungsmanagement und digitale Strategien (hier nachzulesen). Auch für Lektorat und Korrektorat bin ich zu haben. Aber ich bin keine Kommunikationstrainerin, wie zumindest derzeit noch im Text unter eurem Filmchen steht. Vielleicht lässt sich dies ja noch ändern, wie bereits erbeten? 😉

PPS: Und btw., Welt da draußen: Ab Mitte Juli hab ich wieder Zeit für neue Projekte. Also, wenn ihr noch qualifizierte Unterstützung in eurem spannenden Projekt sucht: Kontaktiert mich – es würde mich freuen!