ELENA, die Datenhure

Schon mal was von ELENA gehört? Nein? Solltet Ihr aber: Hinter diesem scheinbar harmlosen Frauennamen verbirgt sich nämlich eine Datenhure, die ab 2010 heimlich, still und leise etwa 40 Millionen Menschen mit schmierigen Fangarmen umschlingen und so schnell wohl nicht wieder loslassen wird. Warum dies keine Übertreibung ist, versuche ich hier einmal zu erläutern. Um danach laut zu schreien: Auf die Barrikaden! „ELENA, die Datenhure“ weiterlesen

Oh là là!

Für die, die es noch nicht wissen: Seit einigen Wochen (gefühlt Monate Jahre) fährt in Berlin nicht nur die S-Bahn so gut wie gar nicht mehr, auch an der U-Bahn wird gebaut, die uns betreffende Tram ist anteilig stillgelegt und mit dem Auto steht man (demzufolge) durchgehend im Stau. Einzige Alternative für unter Strom stehende, eilige Fräuleins wie mich: der Drahtesel. Auf ebendiesem radle ich nun also seit inzwischen ungefähr vier Wochen sehr regelmäßig von A bis Z und quer durch die Stadt (natürlich mit Helm und Licht und Armraushalten und so, keine Sorge, Oma, Mama, Papa, Tanten, Onkels und Großcousinen..).

Nun hat das Ganze nur einen Haken: Ich trage wirklich gerne Röcke. „Oh là là!“ weiterlesen

Spätsommerviertel

Altweiberspinnweben wabern durch die benzinene Stadtluft, und ein Hauch von Spree. In der morgendlichen Spätsommersonne aalt sich in einer Sandkuhle im Kanzlerviertel, inmitten einer Taubenschar, ein herrenloser Hund. Behäbige Gelassenheit. Im Hintergrund die gläserne Reichtstagskuppel, in der sich eine Menschenschlange dem blauen Himmel entgegenwindet.

Nicht mehr lange, bald schon wird es Herbst sein, und der Himmel grau.

Hoch hinaus – Winternachtsträume

Die Sonne scheint, es ist warm, das Auto geparkt und die Kinder auch (wo auch immer). M&M steigen aus und laufen einen Stadthügel hinunter, auf der Suche nach was auch immer, vielleicht einem romantischen Café für den babysittergesicherten Nachmittag.

Ach wo, ohne politische Auseinandersetzung kann ich nun mal nicht, erst recht nicht im Traum. Und für einen schnöden Cafébesuch brauchen wir auch keinen Babysitter, wo der Liebste doch das mit der Latte (also dem Kaffee – ein Schelm, wer anderes..) allmorgendlich bereits liebevoll in Heimarbeit erledigt. Dennoch – wenn auch in einer noch anderen Bedeutung, fehl platziert ist das Wort Latte in diesem Traum nicht , wie sich gleich zeigen wird:

„Hoch hinaus – Winternachtsträume“ weiterlesen

Arbeitstitel

Neulich auf einer politischen Veranstaltung, es geht eigentlich um das SPD-Grundsatzprogramm, Kapitalismus, Demokratie und Globalisierung. Im Diskussionsteil stellt jemand eine Frage zu Tendenzen in anderen EU-Ländern und zielt besonders auf Frankreich ab. Der beantwortende Professor bleibt vage.
Meldung: „Ich würde hier gern einhaken und einige Ergänzungen machen – ich bin Frankreichwissenschaftlerin…“
Alle Blicke im Saal schwenken um – und das Publikum hört interessiert zu.

Was für ein gutes Gefühl, wenn der eigene Abschluss auch einmal „offiziell“ Sinn macht!

Die große Frage

"Der Wissenschaftliche Beirat des Bundesministeriums für Familie hat in seinem Gutachten über Gerechtigkeit (2002) betont, dass das Engagement von Eltern für Kinder bei aller persönlichen Freude, die Kinder ihren Eltern bedeuten, für die Gesellschaft eine Vielzahl positiver externer Effekte (…) mit sich bringt. Diese positiven externen Effekte stellen die wichtigsten Elemente der Zukunftssicherung einer Gesellschaft dar.
Die Zukunftssicherung unserer Gesellschaft wird aber unter einer ökonomischen Perspektive individuell für die jungen Erwachsenen negativ sanktioniert, was in Relation zu denjenigen, die sich nicht für Kinder entscheiden, extrem unfair ist.

Es stellt sich allerdings die Frage, ob „Die große Frage“ weiterlesen