H2O-Junkies, steht früh auf!

Neulich gesehen in der Schwimmhalle Europasportpark am S-Bahnhof Landsberger Allee: Da hängt, wohl damit die Damen und Herren im Kassenhäuschen nicht ständig von Nachfragen genervt werden, ein Aushang, auf dem steht in dicken Lettern:

Der Vorverkauf für die Kurse ab April beginnt am 22.02.2016 um 06:30 Uhr!

Ich hatte tatsächlich auch vor, mir da nen BerlinerBäder-Kurs zu buchen – nee, nicht für die Kinder, die sind eh viel zu beschäftigt, sondern echt und wirklich einfach mal für mich. Daher dachte ich mir, es könne nicht schaden, mal zu fragen, ob der Run auf die Erwachsenenkurse denn auch so hoch sei wie bekanntermaßen auf die Kinderkurse. Zu meinem Entsetzen erfuhr ich: JA!, die sind immer alle ganz schnell weg, manche stünden an diesem Tag ab 5 Uhr vor der Halle.. Uuuuh. Ich überleg mir das wohl doch noch mal mit dem Kurs.. (Ich bin eine von denen, die es angesichts der Terminprobleme der Berliner Bürgerämter nicht mal in die dortige Notfall-Warteschlange geschafft hat, als mein Personalausweis sich mal für einige Monate ganz fies in einer versteckten Tasche einer Schwiegermuttererbstückhandtasche versteckt hatte!)

Nun denn, wer jedenfalls disziplinierter ist in Sachen Frühaufstehen und sich dann auch noch für Badsport interessiert, hat gute Chancen auf (m)einen Kursplatz. Denn ich werde mit 99%iger Sicherheit an dem Tag weder ab um 5, noch ab um 6 und auch nicht um 7 auf gut Glück zur Schwimmhalle fahren. Petri heil also den Morgenstündigen unter euch..

Lieblingslyrik: Wer kommt mit zur Mascha-Kaléko-Lesung?


HandVerLesen – ein Mascha-Kaléko-Abend am 01.10.2015

Die Bibliothek am Wasserturm lädt am Donnerstag, dem 1. Oktober 2015 um 20 Uhr in das Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner in der Prenzlauer Allee 227, 10405 Berlin, zu einem Mascha-Kaléko-Abend mit der Berliner Künstlerin Cathrin Alisch (voc,viol,acc.), ein.
Die Dichterin Mascha Kaléko wurde als Tochter eines russischen Vaters und einer österreichischen Mutter 1907 am Rande der damaligen Donaumonarchie geboren. Sie war im Berlin der 1920er Jahre zu Hause und galt als ein außergewöhnliches literarisches Talent. Wacher Verstand verband sich bei ihr mit weiblichem Charme, politische Schärfe mit Witz und romantischer Ironie. Kalékos Sprache ist musikalisch und erlaubt ein Spiel mit den Rhythmen in Text und Ton. Cathrin Alisch gehört zu den Grenzgängerinnen zwischen Kunst und Wissenschaft. Sie studierte Literatur- und Musikwissenschaft und absolvierte parallel dazu ihre künstlerische Ausbildung. Als Bühnen erfahrene Musikerin vertonte sie zum 100. Geburtstag der Lyrikerin Mascha Kaléko einige ihrer schönsten Gedichte – zeitlose Lieder über die Liebe und das Leben zwischen Trauer, Hoffnung und „aufgeräumter Melancholie“. Dabei konzentrierte sich Alisch auf die paar leuchtenden Jahre der jungen Mascha in Berlin.
Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen bei Anne Rüster, Tel.: 030 90295-3921, anne.ruester@ba-pankow.verwalt-berlin.de .

Wochenende im Paradies

Aus dem Foto ‚rausschaukeln, mitten in den Himmel hinein.

Milchreis mit Apfelmus und Zimtzucker auf dem Heuboden, gegrilltes Wildschwein vom Jäger und Spargel vom Bauern nebenan, Sonne, Wind, Kahnfahren auf dem See und im Garten immer ein Entenküken auf der Schulter:

Neulich waren wir im Paradies.

Ein paar Einsichten:

Ach ja, in der orangefarbenen Schüssel hab ich übrigens schon gebadet, als ich noch ein Küken war…

Ohne Vorwarnung

Da sitzt du gerade noch da und hängst deinen Gedanken nach, und dann kommt eine Nachricht, und BÄMM, erscheint alles in einem anderen Licht. Deine Sorgen, deine Freude, dein Glück, dein Stress, dein Was-Weiß-Ich werden vom Tisch gefegt. An den setzt du dich kurz darauf, nachdem jemand Gutes dir auf deine kleine Bitte hin sofort stillschweigend ein Nähmuster vor die Tür gestellt hat, und tust etwas gegen die Ohnmacht, nämlich Mützen nähen, sieben Stück, weil sieben doch eine Glückszahl ist und die Freundin, die gerade bösekrank ist, Glück wohl gerade brauchen kann, und Mützen auch.

Und dann denkst du, du kannst an gar nichts anderes denken als daran, doch das Leben belehrt dich schon wieder neu.

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Vom richtigen Leben im richtigen

Wieder einmal ist ein Zeltlager vorbei. Wieder einmal habe ich drei tolle, anstrengende Wochen mit tollen, anstrengenden Menschen verbracht, kleinen und großen, vielen jüngeren, einigen älteren. Mit ihnen gelacht, gelästert, gelernt, gelebt. In Schweden ein Drei-Wochen-Zeltlagerleben mitgestaltet, so aufrichtig und richtig, so gemeinsam und ehrlich und unmittelbar, wie das eben möglich ist mit in diesem Jahr insgesamt über 140 Menschen auf einem wilden Naturzeltplatz in der mir seit unfassbaren zwanzig Jahren bekannten Weite am südschwedischen Bolmensee.

Damals wie heute bin ich bewegt: Von den Kindern mit ihren so unterschiedlichen Geschichten und Charakteren. Von der Gemeinsamkeit, oder manchmal auch von dem immerwährenden Versuchsprojekt, aus Gegeneinander Gemeinsam wachsen zu lassen. Von den vielen Aktivitäten, die ich vorurteilsfrei ausprobieren durfte ebenso wie von all denen, die ich beisteuern, weitergeben konnte an andere.

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Wo die Seele wohnt.

Neulich in Berlin: Geplant ist eigentlich ein Stadtparkausflug. Doch, ach, auf dem Weg durch den fremden Stadtteil rufen die Kinder: „Da ist ja ein Loch im Zaun!“, „Ha, da klettern wir jetzt durch“, und schon laufen sie nach kurzem Bücken in den grünen Kreuzberger Friedhofspark hinein.

Ich, die Mutter, krieche hinterher, denke ‚was ist schon dabei, gehen wir halt auf ’nem Friedhof spazieren‘. Er ist aber viel größer als die, welche die Kinder bisher kennen, kein alter Bauerndorffriedhof aus dem Urlaub, auch nicht vergleichbar mit dem Uraltfriedhof mit den moosbewachsenen Grabsteinen in Pankower Daheimnähe. So laufe ich ihnen hinterher, zügiger, um sie noch einzuholen, spreche doch lieber kurz an, dass ein Friedhof – jedenfalls hierzulande – eher ein ruhiger, besinnlicher, für manche auch trauriger Ort sei, dass sie bitte respektvoll mit anderen sein sollen,… Es wäre nicht nötig gewesen. Welch beeindruckende Auseinandersetzung.

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Fernweh

Wer das beim Lesen dieses SpOn-Artikels hier nicht bekommt, sollte wirklich unbedingt bleiben, wo ersiees ist. Alle anderen: Träumt euch weg, segelt auf den Gedankenwellen und malt euch eure Welt. Übrigens, Menschen mit offenen Augen und Ohren für alternative Lernformen, Homeschooling, Unschooling etc. dürfte der Artikel auch interessieren.

Wanted: Schwimmbuddies

Nicht auf meinem Ideenmist gewachsen, aber bei mir im Zeltlager auf fruchtbaren Boden gefallen ist die Idee, bis zum nächsten Sommer eine geeignete Rettungsschwimmerprüfung abzulegen – oder jedenfalls (die administrativen Hürden sind zumindest bei der DLRG nicht zu vernachlässigen, da besteht in mancher Hinsicht noch Klärungsbedarf) die für die Prüfung erforderlichen Anforderungen alle auf Prüfungsniveau zu erfüllen (Titel sind eh nur Schall und Rauch). Nun hab ich vor einigen Tagen mal geschaut, was denn diese Anforderungen eigentlich sind. Hab online einen Theorietest gemacht (pille palle, probierts selbst), und bin dann in die schöne große SSE-Europapark-Schwimmhalle mit den angenehmen 50m-Bahnen gefahren, um mich mal unverbindlich selbst zu testen. Hier das Ergebnis – und ne abschließende Frage.
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