Wochenendspaziergang

Keine Ausreden, dieses Wochenende gehen alle mit: Mama, Papa, Omma, Oppa, Mini, Maxi und Hinz und Kunz. Fragt mal bei den Nachbarn, mit denen Ihr eh schon immer mal was unternehmen wolltet nach, ob nicht genau dieses Wochenende der perfekte Zeitpunkt für nen gemeinsamen Ausflug wäre. Beim Kumpel, der nie Zeit hat für ein Bier, bei der fast vergessenen alten Freundin, bei Frau Krause von unterm Dach und beim Gemüsemann um die Ecke.

In Berlin ist nämlich am Samstag echt was los: Da ist die GRÖSSTE BÜRGERRECHTSDEMO ALLER ZEITEN BISHER, und ihr könnt live dabei sein. Also, bangemachen gilt nicht: Parole mitkommen! Für Freiheit statt Angst!

Treffpunkt ist um 15:00 Uhr am Potsdamer Platz, und wer mich ganz persönlich zwischen den mindestens 150.000 250.000 1.000.000 Leuten treffen will, der hält am besten ab kurz vor drei und bis zum Loslaufen an der ersten Ampel Europas, die da mittenmang auf dem Platz steht, Ausschau nach der kleinen Frau mit den schwarzen Haaren, den Seifenblasen und dem Kinder-Gesichter-Schminkkasten.

Ja, also dann – bis Samstag!

Verkehrsstatistik

Im Zusammenhang mit den heutigen Blog-Einträgen vielleicht ganz interessant: Die Zeitreihe von ca.1950er/1960er Jahre (je nach Datenlage) bis 2008 zu Verkehrsunfällen vom Statistischen Bundesamt. Kann man sich hier kostenlos runterladen. Für Unfälle von Kindern im Straßenverkehr 1953 – 2008 besonders ab Seite 90 / Kap.5.4. „Verkehrsstatistik“ weiterlesen

Freiheiten unter sechs

Machen wir was falsch, wenn wir unsere Kinder -im Rahmen dessen, was sie sich selbst zutrauen- auch alleine draußen Erfahrungen sammeln lassen? Ich finde das eigentlich ziemlich wichtig, denn wie sollen sie sich selbstbewusst immer weiter in dieser Welt bewegen, wenn sie nicht von Klein auf die Möglichkeit haben, sich diese zu erschließen?
„Freiheiten unter sechs“ weiterlesen

Meilenstein

Es ist vollbracht. Wie es sich gehört mit ordentlich durchwachter Nacht für die letzten Korrekturen, Bindestress am Morgen und allem Pipapo.
save-privacy hat sie endlich abgegeben: Um die 100 Seiten zum Thema „Bürgerrechte im Politikfeld der Inneren Sicherheit“. Seine Diplomarbeit. Was lange währt, wird endlich.. Na hoffentlich!

Gute Gründe

(gefunden bei wirres.net)

es gibt immer vermeintlich gute gründe böses zu tun:
rock and roll musik verbieten, um die jugend zu schützen.
nutella mit dem finger essen, um hungerattacken zu bekämpfen.
musikfans in grund und boden klagen, um „die kreativen“ zu schützen.
anti-personen-minen bauen, um deutsche arbeitsplätze zu schaffen.
atombomben über zwei japanischen städten abwerfen um einen krieg zu beenden.
belgrad bombardieren, um die serben davon abzubringen, albaner zu vertreiben und das Kosovo „ethnisch zu säubern“.
einen korrupten und folternden monarchen zu unterstützen und eine demokratisch gewählte regierung zu stürzen, um für stabilität im nahen osten zu sorgen.
terror-verdächtige foltern, um menschen zu retten.
zur denunziation aufrufen, um die nation zu retten.

(ganzen Artikel lesen: hier entlang)

Keine Zensur! – Mahnwache am Brandenburger Tor

Heute morgen um neun pilgerten wir durchs Brandenburger Tor, um uns hinter ebendiesem der „Spitze des Eisbergs“ (wie der Sprengel von einem Redner genannt wurde) der Internet-Zensursperren-Gegner anzuschließen. Wenigstens ein Zeichen setzen.

Das Ganze war meiner Meinung nach eine echt gute Aktion – wenn auch die Einflussnahme auf die Abgeordneten dadurch nur gering bleiben wird. Andererseits, und das schreibe ich jetzt hier mit viel persönlichem Utopismus: Ich verfolge ja seit Jahren die Strategie des weichen Wassers, was den Stein bricht* – warum jetzt auf einmal pessimistisch werden? 😉

Was mich persönlich gefreut hat, ist, dass meine Spontaneingebung, mit einem Trauerblumenstrauß (also zweien – meinereinem und dem von save-privacy ;- ) auf der manif zu erscheinen, so gut aufgenommen wurde. Es kam sogar noch zu einer gemeinschaftlichen Kranz-bzw. Straußniederlegung vor dem Reichstag. Danke denen, die sich uns spontan angeschlossen und diese kleine Randaktion mitgetragen haben. Fotos lädt M gleich hier hoch übrigens.

*Es reißt die schwersten Mauern ein, und sind wir schwach, und sind wir klein, wir wollen wie das Wasser sein, das weiche Wasser bricht den Stein.