Prinzessin Leia goes Disney

Jaja, die Sache mit Disney und Lucasfilm und den voraussichtlichen drei weiteren StarWars-Teilen habt ihr sicher alle mitbekommen. Wie schön, dass nun auch Prinzessin Leia endlich aus ihrer männerlastigen Welt rauskommt und ein paar echte Prinzessinnenfreundinnen bekommt. Schaut selbst:

(in diesem Youtube Channel hab ich mich gerade festgeguckt – lohnt sich. Bette gleich noch ein weiteres Vid‘ ein, aber klickt euch echt mal durch!)

Technik: Was fehlt.

Was ich wirklich dringend bräuchte, wäre ein Gerät, welches all diese klaren Gedanken, Textbausteine, Satzfetzen und Selbstgespräche aufzeichnet, die mir Tag für Tag und Abend für Abend durch den Kopf schießen. Immer dann, wenn ich denke: „Das müsste ich gleich dringend aufschreiben“, sollte es diese Gedanken per Copy & Paste einfach in eine Cloud, natürlich ne selbst verwaltete wie z.B. diese hier, stellen; sortieren würde ich das dann selbst. Das kann doch nicht so schwer sein, wer entwickelt mir denn sowas mal rasch?

Die (Re)Produktion von Jungs und Mädchen im Spielzeugladen

Der seit Januar und bis ca. März 2012 erhältlichen Ausgabe 04/11 des unerzogen-Magazins unter dem Oberthema „Prinz oder Prinzessin – Rollenbilder in Geschichte und Gesellschaft“ durfte ich einen Artikel beisteuern. Diesen könnt ihr nun endlich auch hier als pdf abrufen.

Das Magazin hat übrigens zudem zum kostenfreien Download den lesenswerten Dossier-Artikel „Auf der Suche nach den Steinzeitmädchen“ der Expertin für historisches Lernen und Mitarbeiterin an der Uni Gießen, Rita Rohrbach, bereitgestellt. „Die (Re)Produktion von Jungs und Mädchen im Spielzeugladen“ weiterlesen

Kinder und Technik? Ja. Ausdrücklich!

In einer der letzten hartaberfair-Sendungen versammelte Frank Plasberg eine Runde illustrer Experten für Kinder- und Jugendgedöns in seinem Studio. Diese redeten ununterbrochen von den Gefahren des Netzes und der wilden Technik für Kinder, plädierten (namentlich der mir eh in vielem sehr ferne Michael Winterhoff) dafür, Kinder möglichst lange von Internet, Social Media etc. fernzuhalten, und zeigten sich unendlich lebensfern. Einzig Oliver Pocher (eingeladen in seiner Qualifikation als – zumindest in dieser Runde – Fast-Noch-Jugendlicher? Oder als junger Vater mit I-Phone?), der zaghaft lächelnd versuchte, gegen die anderen mit dem Argument „Weltfremdheit“ anzugehen, konnte kurzzeitig bei mir punkten (ein zweites Mal dann, als er etwas trotzig auf die Abschlussrunden-Personenfrage mit „Ich hab ADHS und muss hier raus“ antwortete). Aber ein Gedanke lässt mich seit dieser Sendung eigentlich nicht mehr los:

Wo seid ihr denn, ihr Eltern der sagenumwobenen „Generation Internet“??!! Warum sagt denn keiner mal was gegen diese ständigen Aufrufe zu Kinder-Technik-Verboten?!

Dann eben ich. „Kinder und Technik? Ja. Ausdrücklich!“ weiterlesen

Multikulturelle Berliner Leibspeisen: Wie mein Vater den Dönerteller erfand.

Ende 1990 mietete mein Vater in Berlin, in der nicht weit vom Ostkreuz entfernten Corinthstraße, einen kleinen Ausbauladen, in dem er einen der ersten Döner-Kebab-Läden Ostberlins eröffnete. „Multikulturelle Berliner Leibspeisen: Wie mein Vater den Dönerteller erfand.“ weiterlesen

Tot ist tot.

Die Kinder schauen Logo-Kindernachrichten. Erst ein Bericht über ein Dorf in Afrika, in welchem es einen einfacheren Wasserzugang als vorher gibt, inklusive der Erklärung, dass das aber eben vielerorts nicht so ist und Menschen an Hunger und Durst sterben. Danach folgt ein Artikel zur Genfer Flüchtlingskonvention, inklusive der Erklärung, wann ein Flüchtling laut Konvention aufgenommen werden muss, nämlich bei Bedrohung durch Krieg, Verfolgung etc. Und die Bemerkung, dass Armut nicht dazugehört.

„Wie bescheuert. Ob man nun im Krieg stirbt oder verdurstet, ist doch egal. Tot ist tot. Das ist doch Beschiss mit diesem Vertrag“, stellt das Kind, den siebenjährigen Kopf schüttelnd, fest.

Von wegen, von solchen Sachen würden Kinder nichts verstehen.

Klappe zu, Elena tot?

Die seit Montagnachmittag dominierende Meldung ist das vom Bundesministerium für Wirtschaft und vom Bundesministerium für Arbeit verkündete Aus für den Elektronischen Leistungsnachweis ELENA. So sehr mich dieses Aus, für das ich mich als eine von vielen in den letzten mindestens zwei Jahren vehement und immer wieder eingesetzt habe, auch zunächst einmal freut: Das reicht so noch lange nicht. Und ich kann dieses Aus auch nicht einfach so, voll sommerlich-jubelnder Heiterkeit, hinnehmen. Es gibt da nämlich einige Punkte, die ich an der Gesamt-Vorgehensweise mehr als kritisch finde. „Klappe zu, Elena tot?“ weiterlesen