Netzneutralität – jetzt auch mit ARD und ZDF

ARD und ZDF schließen sich in einem gemeinsamen Positionspapier (pdf; Kenntnis via Twitter) der Forderung nach einer vertieften gesetzlichen Regelung zur Festschreibung von Netzneutralität an.

Bitte informiert auch ihr euch, klärt euer Umfeld zum Thema auf und zeichnet die aktuelle Bundestags-ePetition, auch wenn uns allen bewusst sein sollte, dass solche Petitionen nur begrenzt wirksam sind (Netzpolitik.org erklärt es noch mal schön). Ein Zeichen sind sie aber doch, die Debatte um Netzneutralität wird durch eine hohe Zeichnendenzahl sicherlich weiter in die Gesellschaft getragen und der Druck auf die Politik erhöht, und genau darum muss es jetzt gehen.

Hier und hier gibts übrigens Interviews mit dem einreichenden Petenten. Und nach wie vor lesenswerte, ausführliche Artikel zum ökonomisch motivierten Kampf gegen die Netzneutralität, dem Versuch der Vereinnahmung des Internet und auch zu den diesbzgl. Interessen der Telekom gab es u.a. schon im Sommer 2010 auf carta und im Sommer 2011 in der c’t.

Update: Kinderjeans

Antwort von Ökotest (sorry, komme erst jetzt dazu, das zu posten) – nicht sehr erbaulich, leider, denn die wissen auch nicht mehr als ich:

„Ffm, 16.5.2013

ÖKO-TEST Magazin 5/2013 – Kinderjeans

Sehr geehrte Frau Schauerhammer,

vielen Dank für Ihre Email. In der Testvorbereitung war es so, dass zwar Kinderjeans aus dem zertifizierten Biobereich zu bekommen waren, aber leider keine als fairtrade zertifizierte Ware. Umso wichtiger finde ich daher auch Initiativen wie die Ihre, immerhin haben Sie entsprechend zertifizierten Jeansstoff entdeckt, für einige Menschen ist Selbernähen sicher eine mögliche Alternative.

Viele Grüße aus Frankfurt

(Name)
Verbraucherberatung
ÖKO-Test Verlag“

Mangel: Ware – Suche Fairtrade-Kinderjeans

Das gibt’s nicht..: Ich suche jetzt seit einer Stunde (in der ich eigentlich arbeiten wollte) nach fair hergestellten Kinderjeans. Denkt ihr, ich wäre fündig geworden? Ich habe alles Mögliche herausgefunden, aber Hosen: Null. NULL!

Ökotest beschreibt im Kinderjeans-Test alle möglichen Standards und Normen, auf die man achten kann. Empfohlen werden letztlich Produkte mit dem Label „Fairtrade Certified Cotton“. Tja – nur: Wo gibts die denn bitteschön? Ich habe inzwischen etliche Online-Shops abgeklappert, kenne die schönsten Kinder-T-Shirt-Motive, weiß, wer aus welchen mir von Selbstmach-Stoffmärkten bekannten Biostoffen Kinderleggins näht, die ich auch selbst nähen kann, und auch, wo es gerade Jeans aus Biobaumwolle rabattiert gibt. DIE WILL ICH ABER ALLE NICHT!

Ich wollte ne FAIR hergestellte Jeans kaufen, möglichst (okay, ja..) die günstigste dieser sicherlich nicht ganz so günstigen Kategorie. Aber heilige Sch….: Es gelang mir nicht mal, herauszufinden, wo es denn überhaupt entsprechende Jeans GIBT. Oder besser: OB es entsprechende Jeans gibt. KINDERjeans. Ganz normale 5Pocket-Jeans, ohne irgendwelche Aufdrucke, und okay, das wäre schon wichtig, ohne superspezielle Seiteneinsätze, Rüschen oder superkreativ bei Dawanda aufgebrachte Borten mit Eulen und Hühnchen. Einfach nur Jeans, für Kinder, fair produziert.

Aber allem Anschein nach gibts die einfach nicht. Jedenfalls nicht in meinem Google. Wenn ihr das besser wisst, lass ich mich außerordentlich gerne von euch belehren. Da unten, in den Kommentaren. Ich hoffe, das bleibt nicht bei (0) (ihr dürft da auch Beileidsbekundungen zur erfolglosen Suche reinschreiben. Gnarf.)

Aufwachsen in Digitalistan: Vortragsdokumentation re:publica13

Realität: Das Internet ist.

Realität: Kinder tun Dinge.

Realität: Dinge tun findet überall statt – auch im Netz. Egal, was Experten glauben und / oder erlauben.

ZUM GLÜCK!

Hier zum Anschauen mein Talk auf der re:publica 2013:

Wie versprochen, stelle ich euch hier auch die Folien zum Vortrag zur Verfügung: Ich habe mir noch die Mühe gemacht, euch diverse Kommentare ‚dranzuschreiben – die Textbildchen dienten ja nur der „Hintergrunduntermalung“; nun scheinen sie mir auch einzeln recht nützlich. Aber natürlich können sie niemals nicht so nackt und ganz allein den Vortrag aufwiegen 😉 – also, klickt mal oben auf Play. Und wenn ihr diesen Eintrag ausklappt, findet ihr unten auch die ganzen Videos, die ich im Vortrag anspreche. Es lohnt sich wirklich, die Kinder und Jugendlichen anzuhören – um die ging es ja eigentlich und ganz besonders.

„Aufwachsen in Digitalistan: Vortragsdokumentation re:publica13“ weiterlesen

Einsatz mit Folgen. Klasse!

Quelle: Wikimedia Commons

Erinnert ihr euch noch an den Vorweihnachtsaufruf diverser Frauenhäuser? Vor Weihnachten hatte ich einerseits etwa 60 kleine und größere Päckchen für die Aktion organisiert; da für Berlin neben Kinderspielzeug etc. vor allem Bedarf und Wunsch nach Handtüchern und Besteck bestand, dachte ich mir: Kontaktiere doch einfach mal die Geschäftsleitung eines großen Einrichtungshauses. Vielleicht geht da ja was. Und siehe da, heute erfuhr ich, dass mein Einsatz sich tatsächlich gelohnt hat: Eine Mitarbeiterin des Frauenhauses konnte auf diese Initiative hin wirklich einen Batzen Handtücher und Besteck abholen. Manchmal ist es so einfach..

Ich bin erfreut darüber, wie positiv diese kleine Aktion verlaufen ist. Das gibt doch wirklich Mut für viele weitere „unwichtige“ kleine Schritte!

Wer kommt mit? 06.02.13, Böll-Stiftung: „Mali nach der Intervention“

Eben kam per Mail eine echt superinteressante EInladung zu einer Podiumsdiskussion in der H.-Böll-Stiftung in der kommenden Woche rein:

„Mit der militärischen Intervention Frankreichs ist der Konflikt im westafrikanischen Mali nach ganz oben auf die weltpolitische Agenda gerückt. Seit Monaten sahen sich die Menschen in Mali einer vielschichtigen und komplizierten Konfliktlage ausgesetzt:
Tuareg-Rebellion, Militärputsch und islamistische Gruppierungen, die das entstandene Machtvakuum nutzten, um ihre Kontrolle über Malis Norden zu festigen und in den Süden vorzudringen.

Welche Auswirkungen die Intervention auf Mali, die Sahel-Region und auf Nordafrika haben, ist nicht vorhersehbar. Frankreich, die Verbündeten und die Truppen der westafrikanischen Regionalorganisation ECOWAS werden nach den Rückeroberungen der Städte des Nordens unter Umständen noch in einen dauerhaften Kampfeinsatz gezogen. Eine politische Strategie für Mali bleibt hingegen offen: Welche politische Ordnung nach der Intervention folgen soll und wie nachhaltige und alle Bevölkerungsgruppen einschließende Lösungen erreicht werden können, vermag man auch nach Verlautbarungen über einen in Malis Hauptstadt Bamako abgestimmten „Fahrplan“ nicht wirklich zu sagen. (…)“

Die Podiumsdiskussion findet am kommenden Mittwoch, 06. Februar um 19 Uhr 30 statt. Ich geh hin – kommt jemand mit? Kontaktiert mich einfach per Mail oder Kommentar.

Infos zu den Gästen auf dem Podium und die ausführliche Einladung stelle ich in den erweiterten Eintrag; ein E-Paper zum Thema könnt ihr hier abrufen.

„Wer kommt mit? 06.02.13, Böll-Stiftung: „Mali nach der Intervention““ weiterlesen

Reporter ohne Grenzen: Rangliste Pressefreiheit


„Reporter ohne Grenzen veröffentlicht heute die aktuelle Rangliste der Pressefreiheit. Besonders in den arabischen Ländern wird nach den Umbrüchen und Protesten des Jahres 2011 erkennbar, ob Journalisten heute freier berichten können oder ob die neuen Machthaber die Medien genauso streng kontrollieren wie ihre Vorgänger. „In vielen arabischen Staaten müssen Pressefreiheit und der Schutz von Journalisten verbindlich in Gesetzen festgeschrieben werden“, fordert Astrid Frohloff, Vorstandssprecherin von Reporter ohne Grenzen in Berlin.“

Euch interessiert das? Hier könnt ihr den gesamten Artikel lesen und den Bericht abrufen.

Ishemas Brief: Warum das N*-Wort nichts in zeitgemäßen Büchern zu suchen hat.

Dieser eindrucksvolle Brief wird derzeit u.a. via twitter geteilt – klickt den Brief an um zu vergrößern, diese Worte sind lesenswert!

Er stammt von einem Kind, welches über die in der aktuellen „Zeit“ vielfach vertretene These, dass das N*-Wort in Kinderbüchern doch aaabsolut unproblematisch sei, sehr, sehr wütend ist.

Chapeau für deine klaren Worte, Ishema!

Den Brief hatten Ishemas Eltern offenbar dem Leiter des Referats “Migration & Diversity” in der Heinrich-Böll-Stiftung, Mekonnen Mesghena, zur Verfügung gestellt.

Zum Weiterlesen empfehle ich übrigens diesen Artikel hier.

Gut(es) is(s)t, wer Gutes tut.

Heute im Supermarktregal zufällig entdeckt: Die gute Schokolade. Eine fair hergestellte Schokolade, hinter der eine Kinderinitiative steht .

„Wir möchten, dass die Kinder der Kakaobauern zur Schule gehen können, anstatt für uns Kakaobohnen zu pflücken. Damit ist unsere Schokolade eine wahre „Kinderschokolade“. Wir Kinder haben viel über Schokolade gelernt. Die Produktion von 100 g Schokolade verursacht 300 g CO2. Wir haben auch gelernt, dass die Kinder von den meisten der rund 2 Millionen Kakao-Bauern auf dem Kakao-Feld arbeiten müssen, statt zur Schule zu gehen. Das ist bei uns anders: Diese Schokolade ist genau so produziert, wie wir Kinder jedes Produkt herstellen würden: Fair und Klimaneutral.
Wir haben einen Hersteller von ausgezeichneter Schweizer Schokolade, Chocolats Halba gefunden, und wir haben einen Experten gefunden, Pur Projet, der mit Bauern Edelhölzer anbaut. Wir nennen unsere Schokolade „Die Gute Schokolade“ und wir haben die ersten Einzelhändler überzeugt, unsere Schokolade zu verkaufen. Ein Teil des Verkaufspreises jedes Schokoriegels geht an die Plant-for-the-Planet Stiftung, um mehr Kinder zu empowern und zusätzliche Bäume zu pflanzen.
Wir sind sehr stolz auf unser erstes Plant-for-the-Planet Produkt.“

Die Tafel kostet gerade mal ’nen Euro pro Stück, ihr könnt die auch online kartonweise bestellen, 14 Tafeln, 14 Euro, keine Versandkosten. Lässt sich ratzfatz aufessen oder verschenken, aus der Alufolie könnt ihr noch Weihnachtsdeko oder Aluhüte basteln (okay, für Aluhüte braucht ihr ne ganze Menge Schoki, aber das dürfte auch gehen – kann man auch palettenweise bestellen.) – super Initiative. Und noch dazu superlecker. Los, weitersagen!