Service? Superservice! Großartiges Bürgeramt Pankow!

Gestern machte ich mich im wunderbaren Sonnenschein mit dem vor wenigen Tagen geborenen Drittkind auf seinen ersten Weg außerhalb der Wohnung – um nämlich das liebe Küken im Bürgeramt anzumelden. Vor Ort dann die Erkenntnis: Das passiert an einer speziellen Stelle im Standesamt (die anderen Kinder hatte immer der Papa angemeldet, ich war da nie dabei gewesen und hatte entsprechend keine Ahnung) – und diese Stelle ist nur an 3T/W geöffnet, der gestrige gehörte natürlich nicht dazu.

Die Damen am Bürgeramts-Empfang versuchten, mich trotzdem an den Tisch der zuständigen Kollegin zu bekommen, diese war aber zu der Zeit nicht vor Ort. Kurzentschlossen boten sie an, sich dann eben ihrerseits „um allet zu kümmern, ditt jeht ja so nich‘ mit so eem kleenen Würmchen!“ Eben kam der Anruf: Alles geklärt, Kollegin weiß Bescheid, Unterlagen sind vorgelegt, nachher kann ich alles abholen kommen.

Und dann geh ich noch mal am Empfang vorbei. Mit Blümchens. Weil derart mitkümmerndes Dorfleben in der Stadtbehörde echt mehr als wunderbar und definitiv selbst für das entspannte Pankow keine Selbstverständlichkeit ist.

Pusteblumen konservieren

Peter Lustig ist gestorben. Wie traurig.. Und was soll ich sagen, ausgerechnet heute lief mir beim Kraftfuttermischwerk dieses Video zum Pusteblumenkonservieren über den Weg.. Hach, hach. Löwenzahn.

Kleines Update:

Sendehinweis

„Das ZDF würdigt Peter Lustig am Sonntagmorgen, 28.02.2016 in seiner Kinderprogrammstrecke sowie mit einer Löwenzahn-Nacht von Samstag, 27.02. auf Sonntag, 28.02.2016.“

„Das ist zu schaffen!“

– so schrieb es Lorenz Maroldt heute im Checkpoint, dem preisgekrönten Tagesspiegel-Newsletter, der hier das morgendliche Familienfrühstück seit Monaten bereichert, angesichts der dieses Jahr für Berlin zu erwartenden 70.000 Flüchtlinge bzw. 1 Million für Deutschland (zum ausführlichen Artikel hier entlang). Hilfe wird vielfach benötigt – und wer mit anpacken will und kann, findet hier vielleicht gute Anknüpfungspunkte. Inhaltliches Futter zur Thematik stellt übrigens seit neulich die taz kompakt zur Verfügung – mit einer Sonder-Rubrik in deren, wiederum, Newsletter. Hoffentlich hilft’s – nach den Worten folgen gute Taten, ja? Solidarität, ftw.: Seid dabei. Ach ja, wenn ich mich richtig erinnere, ist morgen übrigens Weltfriedenstag

Tropfen auf den heißen #LaGeSo-Stein.

LAGESO_Wasser

Gestern bereits lief es nicht nur über Twitter, sondern wurde u.a. auch vom rbb laut auf die Agenda gesetzt: Bei um 40 Grad Außentemperatur in Berlin müssen Menschen vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (kurz: LaGeSo), der zentralen Anlaufstelle für Flüchtlinge in Berlin, ausharren. Tag und Nacht, teilweise über einen mehrtägigen Zeitraum. Ohne vernünftig sichergestellte Versorgung mit Essen, Wasser, Medikamenten oder Schlafplätzen – nicht einmal (ausreichend) Zelte sind vor Ort. Freiwillig Helfende riefen angesichts der offenbar katastrophalen Umstände vor Ort die Bevölkerung auf, akut aktiv zu werden und zu unterstützen.
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Einfach loslassen.

„Denn von den Kindern lernen wir.“
„20 Minuten Stillsitzen.“
„5 Meter.“
„Immer an der Wand lang.“
(…)

So viele Titelideen, und doch habe ich mich anders entschieden. Für den Titel nämlich, der wohl am besten beschreibt, was das höchste Mantra zu sein scheint bei dem, was ich derzeit übe. Heimlich, heimlich, im stillen Dachbodenkämmerlein, denn die Einräder sind ja noch im Osterhasenversteck (psssst..!). Die Ideengeberin, das liebe Töchterlein, die familiäre Sportskanone, hat schon einigen Vorsprung, denn sie ging in den vergangenen Monaten einige Male zu einem wochenendlichen Turnhallentreff. Scheute sich nicht, ohne Können zu üben, es schwer zu finden und dennoch immer wieder aufzusteigen. Hätte ich als Kind schon nicht so gemacht, ich wollte immer alles gleich können, und, Erfahrungen prägen ja, ich tue es auch heute noch nicht, jedenfalls, wenn ich es vermeiden kann. Dumm natürlich, falscher Stolz oder dämliche Peinlichkeit oder Was-Auch-Immer.

Nun habe ich aber zumindest eines von ihr gelernt, „denn von den Kindern lernen wir“: Nämlich den Biss zu behalten, zumindest übers erste innere Geht nicht! hinweg. Und übe also, angefangen bei den ratsamen ersten „20 Minuten Stillsitzen“, damit sich
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Statt Blumen: Speakerinnenliste goes Frauentag

Heute ist Internationaler Frauentag. Bitte, Leute: Keine Blumen! Wir brauchen schließlich keinen weiteren konsumfreudigen Valentins-Mutter-Gedönstag, sondern, ja, auch heute und nach wie vor: Es gilt, zu kämpfen.

Zu kämpfen gegen Ungleichbehandlung. Gegen Lohnungerechtigkeit. Gegen unterschiedliche Behandlung aufgrund des „Risikos“ einer Eltern- oder im konkreten Falle besser gesagt: einer Mutterschaft. Gegen unterschiedliche öffentliche Sichtbarmachung. Zu kämpfen gilt es zum Beispiel gegen #1frautv, also TV-Sendungen im ganz aktuellen, häufig sogar öffentlich-rechtlichen Fernsehen, bei denen zu den geladenen Gästen zu welchem Thema auch immer gerade mal eine oder (außer der ab und an weiblichen Moderatorin) keine Frau gehört. Zu kämpfen gilt es für gleichberechtigte #50Prozent. Zu kämpfen gilt es gegen Panels, auf denen keine oder zu wenig Frauen sitzen. Ha, und zumindest hier gibts jetzt was Neues: Die Speakerinnenliste. Lanciert heute, am Internationalen Frauentag. Digitaler Kampfgeist.

Danke an Railsgirlsberlin, die Entwicklerinnen, die dies stillschweigend und konzentriert umgesetzt haben.
Danke an alle, die das Projekt sonstwie durch immer wieder Drübersprechen am Laufen gehalten haben.
Danke an alle, die es nun weiter füllen, und an all die, die es im Sinne einer besseren Sichtbarmachung von Frauen zukünftig nutzen.

Hoch die Fäuste, Frauen, heraus zum Internationalen Frauentag!

Weihnachtspost

Inspiriert von den Enthüllungen (nicht erst) seit Herbst 2013 gestaltete ich 2013 unsere Weihnachtskarten, die ich selbstverständlich eigentlich auch euch, meiner lieben Blogverfolgungsschar, als freundlichen Gruß zu Heiligabend einstellen wollte. Nun mit leichter Verspätung, aber nicht minder herzlich. Klick aufs Bild machts groß, kennta ja..

Innentext:

Lieber guter Weihnachtsmann,
schau mich nicht andauernd an.
Steck dein Fernglas wieder ein,
lass das Spionieren sein.

Ach, wie wär es doch schön gewesen, wenn all mein weihnachticher Textquatsch nur Phantasie und Märchenlandgefasel gewesen wäre, oder? Vielleicht fange ich 2014 tatsächlich intensiver mit dem Gärtnern an. Ach, Frank Rieger. Ach, Voltaire.