Wochenende im Paradies

Aus dem Foto ‚rausschaukeln, mitten in den Himmel hinein.

Milchreis mit Apfelmus und Zimtzucker auf dem Heuboden, gegrilltes Wildschwein vom Jäger und Spargel vom Bauern nebenan, Sonne, Wind, Kahnfahren auf dem See und im Garten immer ein Entenküken auf der Schulter:

Neulich waren wir im Paradies.

Ein paar Einsichten:

Ach ja, in der orangefarbenen Schüssel hab ich übrigens schon gebadet, als ich noch ein Küken war…

Vernunft

Neues Elternvergnügen: Die nicht mehr ganz so kleinen Kinder abends mal allein zu Hause lassen, auch ohne Not. Neulich mit den zu Weihnachten geschenkt bekommenen Theaterkarten getestet. Natürlich mit allen komfortablen Schikanen für die liebe Brut – lecker Essen inkl. Süßkram, ne für einen Abend mehr als ausreichende Filmauswahl zu ihrer Verfügung, alles schick.

Als wir kurz vor Mitternacht zurückkamen, fanden wir sie (wie zu erwarten) schlafend auf der Couch.

So weit, so gut. Sie schafften es aber doch noch, uns zu schocken: Als sie nämlich am nächsten Tag auf unsere Frage hin, wie viele Filme sie denn geguckt hätten, meinten: „Ach, nur einen. Dann waren wir doch recht müde. Haben noch Zähne geputzt und dann einfach geschlafen.“ Ich wette, das Erste, was die mit 18 machen, ist, einen Bausparvertrag abzuschließen…

P.S.: Immerhin hat eines der Kinder einigermaßen unangepasst mit aktuell nicht wegzudenkender, quasi am Kopf angewachsener Neonmütze geschlafen. Das ist doch sowas wie… ein zarter Keim von Revoluzzerhaltung. Oder? ;-))

SCHEISSE im Wohlstandskiez. Ein Rant.

Nebenan in den Spielzimmerhochbetten liegen gerade zwei Kinder, die lange nicht einschlafen konnten heute. Weil sie über Reichtum und Armut nachdachten, über Teilen und Nichtteilen, über Helfen und Nichthelfen, über Kindsein und Erwachsenensein und über diese Welt. Und hier, an diesem Rechner, sitze ich. Die Frau, die sich noch immer nicht beruhigt hat nach diesem Tag, der einfach zu viel war. Nach diesem Tag, in dem sie vielleicht eine Spur zu laut in der Tram verkündete, dass „ihr“ (die Kinder) so nicht aufwachsen sollt“, und dass diese „SCHEISS Wohlstands-Wir-Teilen-Nicht-Mentalität nicht das ist, was ich euch mit auf den Weg geben will für euer Leben!“. Empörte Blicke anderer Fahrgäste. Hat sie eben wirklich SCHEISSE vor den Kindern gesagt?! Steigerung galore. Aber von vorn.

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Aufwachsen in Digitalistan: Vortragsdokumentation re:publica13

Realität: Das Internet ist.

Realität: Kinder tun Dinge.

Realität: Dinge tun findet überall statt – auch im Netz. Egal, was Experten glauben und / oder erlauben.

ZUM GLÜCK!

Hier zum Anschauen mein Talk auf der re:publica 2013:

Wie versprochen, stelle ich euch hier auch die Folien zum Vortrag zur Verfügung: Ich habe mir noch die Mühe gemacht, euch diverse Kommentare ‚dranzuschreiben – die Textbildchen dienten ja nur der „Hintergrunduntermalung“; nun scheinen sie mir auch einzeln recht nützlich. Aber natürlich können sie niemals nicht so nackt und ganz allein den Vortrag aufwiegen 😉 – also, klickt mal oben auf Play. Und wenn ihr diesen Eintrag ausklappt, findet ihr unten auch die ganzen Videos, die ich im Vortrag anspreche. Es lohnt sich wirklich, die Kinder und Jugendlichen anzuhören – um die ging es ja eigentlich und ganz besonders.

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