Spontanität rulez! Oder auch: Entspannte Urlaubsplanung

Das Seeparadies zu hüten, ist ja wirklich ganz bezaubernd, so im Feriensommer. Wenn die liebe Tochter sich auch noch eine liebe Freundin mitbringt und sich somit quasi durchgängig selbst beschäftigt, bleibt der Manu zwischen Hühnern, Enten und Mücken sogar ausgiebige Lesezeit. Soweit, so gut. Schade eigentlich, wenn die liebe Tochter nur einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung hat, weil sie auch noch woanders hinreisen will in den Sommerferien, nämlich auf einen Zeltplatz, mit ihrem Vater und sonstiger Familie. Aber auch kein Problem: Denn (auch, wenn so manche Erwachsene heutzutage das leider anders sehen) klaromat können neunjährige Kinder alleine mit dem Zug fahren. Erst recht, wenn es vom Bahnhof nahe Seeparadies stündlich eine Direktverbindung zum Bahnhof nache Papasommerferienzeltplatz gibt. Zwei Stunden Regionalexpress, was soll da schon schiefgehen?!

Sonnabend, 14:25 Uhr:

„Hi XXX, hier ist Manu. Ich wollte nur Bescheid geben: Wir stehen jetzt auf dem Bahnhof, eure Tochter nimmt den Zug um 14:32 Uhr!“

„Manu? Es ist Sonnabend!“

„Ääääh, ja – eben?!“

„Na wir haben uns umentschieden, wir fahren doch erst Sonntag auf den Zeltplatz!“

„Äääh, wie jetzt?!“

„Oh, ja – haben wir dir wohl vergessen zu sagen. Äääähm, kann sie dann noch ’ne Nacht bei euch im Seeparadies bleiben?“

Äääh, ja. DAS war knapp… 😉 (Die Mädels waren happy. Und ich hatte noch mehr Lesespaßzeit. Alles paletti also – aber DAS mus man auch erst mal bringen… 😉

Wochenende im Paradies

Aus dem Foto ‚rausschaukeln, mitten in den Himmel hinein.

Milchreis mit Apfelmus und Zimtzucker auf dem Heuboden, gegrilltes Wildschwein vom Jäger und Spargel vom Bauern nebenan, Sonne, Wind, Kahnfahren auf dem See und im Garten immer ein Entenküken auf der Schulter:

Neulich waren wir im Paradies.

Ein paar Einsichten:

Ach ja, in der orangefarbenen Schüssel hab ich übrigens schon gebadet, als ich noch ein Küken war…

#rp14, Zeltlager und Spielefest

Mein Talk ist online!, schaut mal (mit Knopf an die Backe labern oder so ähnlch.. ;)):

Bisschen diffus, zugegeben – ich war doch recht irritiert von der Situation mit den Kopfhörern, von dem echt recht heftig blendenden Licht, stand vorher #ohschreck erst noch an ’ner falschen Bühne, weil ich zu doof war, das Programm ordentlich zu lesen und wäre also fast noch zu spät gewesen,… 😉 Na ja.

Der Vortrag war als Impuls gedacht, und ein schönes Ergebnis war für mich, dass eine Person mir schrieb, sie würde jetzt eben durch diesen Impuls tatsächlich in Konstanz versuchen, ein weiteres Coderdojo zu gründen. Wenn das kein cooles Feedback ist! Wenn sich nun längerfristig noch etwas aus dieser Idee „OneDayOfCode/Programmiertag“ zusammenfügt, wäre das natürlich umso toller. Schauen wir mal. Die Vortragsdokumentation steht hier.

Das Zeltlager, von dem ich im Talk am Rande berichtete, gibts übrigens auch dieses Jahr wieder, den Flyer dazu könnt ihr hier abrufen, und hier seht ihr meine Laune-Mach-Livebericht-Vor-Ort-Tweets vom letzten Jahr. Vielleciht wär das ja auch was für eure Kids (oder Kids, die ihr kennt)? Es sind noch Plätze frei, Reisezeit sind die ersten drei Wochen der Berliner Sommerferien.

Übrigens, falls ihr in Berlin seid und morgen (Sonntag) Zeit habt: Kommt doch mit Kind und Kegel spontan tagsüber in den Mauerpark (Seite Mauersegler), da findet morgen zwischen 11 und 16 Uhr das große Kinderring-Spielefest statt, auf dem es neben Zeltlagerinfos viele tolle Aktivitäten (Jonglage, Hüpfburgen, Kinderschminken, Kartonstadt,…) gibt. Und mich! 😉 Bis denne?

Kinder, Kinder! – gesammelte Werke

Wenn Ferien sind und Eltern zwangsweise-freiwillig umso mehr Zeit mit ihren lieben Kleinen (oder auch nicht mehr so Kleinen..) verbringen, wachsen fast unweigerlich die innerfamiliären Sprüchesammlungen. Und im Sinne der Creative Commons teile ich unsere neuesten mit euch. Büddesehr!

Karfreitag, K1 langweilt sich:
„Ist schon okay, ich häng heute halt rum im Gedenken an Jesus..“
(Hab langsam ein bisschen Angst vor seinen Humorfähigkeiten mit 18..)

K2, in der U-Bahn, aus dem Nichts heraus:
„Man darf seine Kinder bestimmt nicht Hitler nennen, oder Mama? Wär ja voll mies: Hiitleeer, kooommmm mal!“

K1, morgens im Wohnzimmer auf der Couch lesend, hinterm Comic hervorredend, als ich zu Schlafshirt und Unterhose schnell eine etwas „bekleidetere“ kurze Hose überziehen will:
„Ist auch besser so. Is‘ ja hier nich‘ der Garten Eden!“

K2, nach dem Training berichtend:
„Ich hatte keine 2€ für den Schrank dabei. Aber ich hatte Glück: In einem anderen Schrank lagen 2€, die konnte ich nehmen!“
„Na, dann brauchst du fürs nächste Mal ja kein Geldstück.“
„???“
„Na, was hast du denn mit den 2€ gemacht nach dem Training?“
(empört) „Ich hab sie natürlich(!!!) wieder in den Schrank zurückgelegt, in dem sie vorher waren!!“

Vom richtigen Leben im richtigen

Wieder einmal ist ein Zeltlager vorbei. Wieder einmal habe ich drei tolle, anstrengende Wochen mit tollen, anstrengenden Menschen verbracht, kleinen und großen, vielen jüngeren, einigen älteren. Mit ihnen gelacht, gelästert, gelernt, gelebt. In Schweden ein Drei-Wochen-Zeltlagerleben mitgestaltet, so aufrichtig und richtig, so gemeinsam und ehrlich und unmittelbar, wie das eben möglich ist mit in diesem Jahr insgesamt über 140 Menschen auf einem wilden Naturzeltplatz in der mir seit unfassbaren zwanzig Jahren bekannten Weite am südschwedischen Bolmensee.

Damals wie heute bin ich bewegt: Von den Kindern mit ihren so unterschiedlichen Geschichten und Charakteren. Von der Gemeinsamkeit, oder manchmal auch von dem immerwährenden Versuchsprojekt, aus Gegeneinander Gemeinsam wachsen zu lassen. Von den vielen Aktivitäten, die ich vorurteilsfrei ausprobieren durfte ebenso wie von all denen, die ich beisteuern, weitergeben konnte an andere.

„Vom richtigen Leben im richtigen“ weiterlesen

Kinder, Freiheit, Ferien

Ich mach das mal wieder mit dem Ehrenamt im Sommer und fahre als Teamerin ins Zeltlager. Wieder mal nach Südschweden, auf den Platz mitten im Wald am Ufer des Bolmensees.

Dorthin, wo ich selbst als Kind schon Ferien machte. Im Kinderrat Tagespläne entwarf. Am Lagerfeuer diskutierte. Körbe flechten und Brausekiosk selbst betreiben lernte. Stelzenlaufen hätte lernen können (hab ich bis heute ausgelassen). Schnitzte, spielte, Kanu fuhr, nächtelang wach blieb, blödelte, lachte. Ernst genommen und nicht ausgegrenzt wurde. Für mich geschätzt wurde. Meine Meinung sagen, mich einbringen durfte. Freiheit erlebte.

Tja, genau, das Zeltlager gibts immer noch, organisiert nach wie vor vom Kinderring Berlin e.V. und von einer Berliner Falken-Gruppe. Wie seit ehedem findet es statt in den ersten drei Wochen der Berliner Sommerferien. Und es sind tatsächlich auch noch Plätze frei, für Kinder von (ca.) 8 bis 14 Jahren. Den Flyer gibts hier als pdf.

Fernweh

Wer das beim Lesen dieses SpOn-Artikels hier nicht bekommt, sollte wirklich unbedingt bleiben, wo ersiees ist. Alle anderen: Träumt euch weg, segelt auf den Gedankenwellen und malt euch eure Welt. Übrigens, Menschen mit offenen Augen und Ohren für alternative Lernformen, Homeschooling, Unschooling etc. dürfte der Artikel auch interessieren.

UtopiaTM – Shakespeare im Görlitzer Park

Noch eine Woche, dann ist es soweit: Dann macht im Görlitzer Park wieder die Gruppe SHAKESPEARE IM PARK BERLIN Theater, diesmal mit einer Inszenierung namens UtopiaTM – Where All Is True.

Alles keinesfalls kostenlos, aber fürs Publikum gratis: Einfach hinkommen und teilhaben, wenn mitten in Kreuzberg in einem gemeinsamen, interaktiven Streifzug von Schauspielern und Publikum durch den Görlitzer Park „eine neue, bessere Welt entsteht (nach Shakespeare & Thomas More): Es herrscht Religionsfreiheit, Privatbesitz ist abgeschafft, niemand muss hungern, Arbeit für alle, Bildung für alle!(…)“ (aus der Einladung) – oder vielleicht auch nicht: Denn, so heißt es hier erläuternd weiter, und um diese Fragen kreist das Stück eigentlich, wie schon die mächtigen, 500 Jahre alten drei Ursprungstexte zur aktuellen Inszenierung: „Was würde es bedeuten, sich ein leeres Blatt Papier zu nehmen und eine neue, eine bessere Welt zu entwerfen? Und diese Idee dann zu vermarkten, zu verkaufen und durch den Fleischwolf der Realpolitik zu drehen? Was würde der Papst dazu sagen? Was der König tun? Und wie das Volk reagieren?“

„UtopiaTM – Shakespeare im Görlitzer Park“ weiterlesen